Gutes tun
Die 26 Millionen Dollar für einen Ferrari Daytona SP3 machen dann schon ein bisschen sprachlos. So ein SP3 ist jetzt nicht wirklich etwas Spezielles, 599 Stück gibt es davon, angeschreiben waren sie neu mit etwa 2 Millionen Euro. Dies Ding nun, Chassis-Nummer ZFF05UMA1S0319682, war insofern aussergewöhnlich, dass Ferrari noch ein Stück mehr baute, gelb/schwarz anmalte – und es bei RM Sotheby’s für einen guten Zweck (sprich: die eigene The Ferrari Foundation) versteigern liess. Einverstanden, Charity hat in den USA eine etwas andere Bedeutung (auch zum Zweck der Steueroptimierung), doch die 26 Millionen Dollar sind dann schon: reichlich.

Doch die Kohle sass eh sehr, sehr locker auf der RM-Sotheby’s-Party; da sassen wohl die Amigos und grössten Profiteure aus der Selbstbereicherungs-Kampftruppe des irren Potus im Publikum, der gleichzeitig zur Auktion in Alaska noch die Welt rettete. Wann immer sie das Wort Ferrari hörten, sprangen sie scharenweise in die Höhe – und wussten manchmal wirklich nicht, in welchen Wahnsinn sie sich gegenseitig noch treiben wollten. Über 11 Millionen für einen der 19 F40 LM, crazy (und deutlich über dem schon hohen Schätzpreis), auch fast zehn Millionen für einen gelben F50, hoppla, 6,715 Millionen Dollar für einen LaFerrari Aperta, heftig. Und selbstverständlich alles neue Rekorde. Happig auch die 3,855 Millionen für einen zwar quasi ungebrauchten F40, der aber noch einiges an Unterhaltskosten verschlingen dürfte, oder die 3,36 Millionen für einen Ruf CTR Anniversary, oder die 1,435 Millionen für einen Lamborghini Diablo GT. Unter anderem nicht verkauft wurden ein Ferrari 250 GT Cabriolet Series 1, der traumhafte Maserati 200SI, ein Miura P400 – überhaupt hatten es die älteren Semester, also 50er, 60er Jahre, nicht Vorkrieg, etwas schwer bei RM. Was wiederum auf ein jüngeres Publikum schliessen lässt.

Ganz viel frisches Geld war anscheinend auch bei Bonhams. Dort gab es aber auch jede Menge frischer Hypercars zu ergattern, der Bugatti Divo setzte mit 8,6 Millionen Dollar auch einen neuen Weltrekord. Gut, das war jetzt auch nicht so schwierig, war es doch der erste Divo, der unter den Hammer kam. Auch die anderen neuzeitlichen Bugatti gingen gut weg, ein Chiron Pur Sport für 3,96 Millionen (unten), ein Super Sport gar für 4,4 Millionen; ein Pagani Huayra Roadster kam auch auf 3,3 Millionen. Der Rest des Angebots war eher nicht so der Rede wert, die Verkaufsquote von 96 Prozent allerdings schon.

Auf die Zahlen von Broad Arrow warten wir weiterhin, bei Mecum steht bei den wichtigsten Angeboten «the bid goes on», also: nicht verkauft. Gooding & Co. hingegen kann liefern – und wie: Der Ferrari 250 GT SWB California Spider Competizione kam auf 25,3 Millionen Dolores, geht wohl nach Deutschland (wie ist das eigentlich mit den Zöllen?). Und hält den Klassiker-Fans die Hoffnung am Leben, dass die älteren Fahrzeuge noch nicht ganz abgeschrieben sind. Auf den nächsten fünf Rängen sind weitere fünf Ferrari, die 3,8 Millionen für einen F40 sind dann schon fast Spaziergeld. Nicht mehr ganz so gefragt wie auch schon scheinen die Lamborghini Miura, dafür wurden wieder alle Mercedes 300 SL zugeschlagen, ein Roadster gar für 2,15 Millionen. Auch speziell: Nach langer Durststrecke nehmen die Porsche 911 Carrera RS 2.7 anscheinend wieder Fahrt auf, 1,077’500 Dollar für einen «normalen» Touring sind erstaunlich viel Geld. Genau wie die 1’028’000 Dollar für einen 246er-Dino. Aber gab es auch günstige Sachen? Ja, ein Lada Niva für 14’000 Dollar, ein 112-jähriger Ford T für 8’400 Dollar.

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Der Lada ist doch ok ….
Der Lada ist doch ok.
Das holen wir doch mit Grönland und anderen schönen Deals wieder rein!
2025 irgendwas zwischen TRIBUTE von PANEM 1984 Wayns World
Idiocracy und mONTHY P DAS LEBEN DES BRIAN..
ist ja nur Geld 🙂 und die armen Autos…lo0l