Zum Jubiläum
Was es halt bei den Ruf Automobilen auch nicht einfacher macht: Sie heissen alle ähnlich. Wir kennen den ersten CTR, ab 1987, besser bekannt als «Yellowbird». Dann kam ein neuer CTR, immerhin als CTR2 bezeichnet, ab 1995. Und dann, 2017, gab es schon wieder einen CTR, zum 30-jährigen Jubiläum des ersten CTR immerhin als CTR Anniversary bezeichnet. Und selbstverständlich war es wieder grob: Ein selber konstruiertes Carbon-Monocoque mit Alu-Hilfsrahmen, integriertem Überrollbügel und einem Pushrod-Fahrwerk mit verstellbaren Dämpfern. Für Vortrieb sorgte ein 3,6-Liter-Doppelturbo mit 710 PS und 840 Nm maximalem Drehmoment, geschaltet wurde über ein selber entwickeltes, von ZF gebautes 7-Gang-Getriebe; die 0/100 gingen in weniger als 3,5 Sekunden, als mögliche Höchstgeschwindigkeit wurden 360 km/h angegeben. 50 gute Kunden erhielten den Zuschlag.



Hier zeigen wir das 25. von diesen 50 gebauten Fahrzeugen, Chassis-Nummer W09BB0A69MPR06025. Der Kunde bestellte das volle Carbon-Paket und überhaupt alles, was viel Geld kostete, selbstverständlich trägt der Anniversary eine Paint-to-Sample-Lackierung, ohne die sich heute ja kein Porsche mehr auf die Strasse traut. Riviera Blue heisst das hier, man findet es so ziemlich überall an diesem Fahrzeug. Aber vielleicht war es dann doch zu viel, seit der Auslieferung im Mai 2022 kamen keine 200 Meilen auf den Tacho – und jetzt muss er weg. RM Sotheby’s bietet den CTR Anniversary in Monterey 2025 an, erwartet werden 2,8 bis 3,4 Millionen Dollar. Mal schauen, wie weit der Ruf-Hype noch trägt.
























Einen Überblick über die Automobile von Ruf versuchen wir hier. Ansonsten haben wir ja noch das Archiv.

