Das Genie von Ernest Henry
Als der Genfer Ernest Henry am 9. Dezember 1950 im Alter von 65 Jahren in Paris verstarb, da hatte er nichts mehr – ausser viel Schulden. Die Karriere des Schweizers war schon lange vor dem 2. Weltkrieg ins Stocken geraten, während Jahrzehnten kannten nur noch Insider seinen Namen – und erst, als 2019 das hier gezeigte Fahrzeug (Chassis-Nummer #1006) zusammen mit einem zweibändigen Buch über die Marke Ballot auf der Rétromobile in Paris vorgestellt wurden, rückte sein Namen wieder in den Vordergrund. Als junger Ingenieur hatte Henry in Genf für ein Unternehmen gearbeitet, dass Motoren für Schiffe, Motorräder und Automobile baute. Als Charles Picker, sein damaliger Chef, nach Paris zog, folgte ihm Henry – und erhielt bald schon einen Auftrag von Hispano-Suiza, kleinvolumige Renn-Motoren zu konstruieren. Die waren so erfolgreich, dass auch Peugeot einige dieser Henry-Motoren kaufte – und den Konstrukteur auch gleich noch engagierte. In der Folge konstruierte Ernest Henry für die Löwen einen 7,6-Liter-Vierzylinder, in dem erstmals zwei obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder und hemisphärische Brennräume kombiniert wurden. Mit dieser 175 PS starken Maschine gewann Peugeot 1912 den Grossen Preis von Frankreich, ein Jahr später (sowie 1916 und 1919) auch die 500 Meilen von Indianapolis. (Dazu gäbe es dann auch mal noch eine schöne Geschichte über «les charlatans» zu schreiben, eine kleine Geheim-Operation von Robert Peugeot, den zwei Fahrern Jules Goux und Georges Boillot, dem Designer Paolo Zuccarelli und, eben, Ernest Henry.)

Nach dem 1. Weltkrieg überzeugte der Franzose René Thomas seinen Landsmann Ernest-Maurice Ballot, ihm einen Rennwagen für Indy 500 von 1920 zu bauen. Die Établissements Ballot bauten schon seit 1905 Motoren, die Gebrüder Ballot hatten im Krieg ein Vermögen gemacht. Die kleine Firma engagierte den damals berühmten Ernest Henry, der ihnen einen Rennwagen konstruieren sollte – und der Schweizer konstruierte einen 5-Liter-V8 mit allen Ingredienzien, die seinen Peugeot-Motor so erfolgreich gemacht hatten. Wenige Monate vor dem Rennen wurde das Reglement noch einmal geändert, nur noch drei Liter Hubraum waren erlaubt, Henry musste sich noch einmal in sein Konstruktionsbüro setzen, einen neuen Motor entwickeln. Und weil er schon dabei war, optimierte er das ganze Fahrzeug, auch die Aerodynamik wurde angepasst. Drei dieser Ballot 3/8 LC traten dann in Indianapolis an, mit Ralph DePalma, Jean Chassagne und natürlich René Thomas. DePalma holte sich die Pole, dominierte auch das ganze Rennen locker, doch 35 Meilen vor dem Ziel hatte er ein Problem mit der Benzinzufuhr – und fiel noch auf den 5. Platz zurück, direkt hinter Thomas. Beim Grossen Preis von Frankreich 1921 holte DePalma den 2. Rang, beim Grossen Preis von Italian schaffte Jules Goux dann endlich den grossen Sieg – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von damals sehr beeindruckenden 144 km/h.

Ernest Henry wechselte weiter zu Darraq, gründete später ein kleines Unternehmen, das Alu-Kolben herstellte, wurde dort aber von seinen Geschäftspartnern ausgenommen, verlor sein ganzes Geld. Doch es gab noch mehr Ärger: Hispano-Suiza verklagte Peugeot, der berühmte 7,6-Liter sei eigentlich eine Konstruktion von Marc Birkigt gewesen, Henry hab nur als Zeichner gewirkt und die ganze Konstruktion «gestohlen». Birkigt erhielt damals von Gericht Recht; heute weiss man, dass dies Unrecht war, dass die Ehre tatsächlich Henry gebührt. Ballot selber baute in der Folge noch einige Strassen-Fahrzeuge – und wurde 1932, Ironie des Schicksals, von Hispano-Suiza geschluckt.










Wahrscheinlich wurden insgesamt vier dieser Ballot 3/8 LC gebaut. Beim Fahrzeug, das wir hier zeigen, handelt es sich, wie schon erwähnt, um Chassis-Nummer #1006. Die intensiven Recherchen ergaben, dass es dieses Fahrzeug war, das 1920 bei den Indy 500 mit Chassange auf den 7. rang fuhr, 1921 beim GP Frankreich mit Chassange in Führung liegend ausschied, im gleichen Jahr mit Goux den GP Italien gewann und 1922 bei den Indy mit Eddie Hearn noch auf den 3. Platz kam. Damit ist die Geschichte aber noch lange nicht zu Ende: 1923 kaufte der berühmte englische Rennfahrer Malcolm Campbell den Ballot, verkaufte ihn 1927 an den «Bentley Boy» Jack Dunfee, 1933 ging das Fahrzeug nach Australien, 1940 kaufte dann Michael Crowley-Milling den Wagen. #1006 blieb dann 74 Jahre in der Familie, machte dann noch ein paar Umwege und kam 2016 in die richtigen Hände, die eine grossartige Restauration (und das schon erwähnte Buch) in Auftrag gaben. Gooding Christie’s bringt das Meisterwerk von Ernest Henry nun bei der Rétromobile 2026 zur Auktion, erwartet werden zwischen 3,5 und 6 Millionen Euro.







Mehr schöne Geschichten gibt es im Archiv.


Waouwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww…!
Der ist so cool, das er bei mir im Wohnzimmer stehen würde.
( geht sich aus)
Das Früher war Aufbruch und trau Dich, wir machen das, wir stemmen es.
Das Auto ist schön.
2026.. Der Wahnsinn rinnt wie eine dunkel Seuch über den Planet, bietet man mir
als Kunde, etwas an, das man am ehesten noch als Container oder Grosskühlschrank
auf Rädern an. Dazu die nuzlosen Fernlenkgadgets, die reiner Datenklau sind.
Dem KLientel die das erwerben ist es egal.
Sind die gar nicht echt und wurden sie in der selben Plastikfabrik des namenlosen, austauschbaren Herstellers, aus, und wh. China, gezeugt oder gedruckt?
Und dann der Blaue!
Sitze gerade am Bahnhof, natürlich verspricht die Werbung so viel tolles.
Beide Anschlüsse gecancelt.
Einmal und lange nie wieder Eisenbahn.
Jeder verrostet 500 Jahre alte Opel Kadett, wird wh sogar noch ansspringen, und dich
halt rauchend ans Ziel bringen.
Zum glück, diesde Seite beim surfen gefunden.
Autozeitschriften sind nul meines, weil das nur verlängerte Marketingarme sind.
Das hier ist etwas anderes.
Die Klassiker ( wenn man schmökert) die alten üblichen, Sportwagen, die seitlich
kleinen Firmen, die oft scheiterten, aber das gewisse Etwas brauchten.
Das waren Zeiten.
Und es ist nicht einen Retrospektive zurück zum Esel und keine Strom.
Es ist das: Diese 2026 ist nicht das, was Ich mir erhofft habne, was ich bestellt habe
und was ich will.
Viel kann ich nicht tun. Also Kunde.
Bin nur eine Sandkorn. Und und unser Planet, hoff. hält er etwas durch, bis diese
Dunkelheit wieder druch Vernunft und ZUkunft und wir alle ersetzt wird.
Ich glaube daran. An die Demokratie und dieses Europa.
Meine Marktmacht ist gering.
Aber die 50.000 Euro für eine nächstes Auto, WERDEN NICHT AUSGEGEBEN.
Keine Produkte aus den USA!
Nichts aus CHINA!
Null. Man hat die Kontrolle und den Willen. Es geht.
Und wenn das viele machen… man stelle sich Vor, alle Europäer, die man ja gerne
zerteilen will und so weiter, machen das, dann fällt das BIP in China um 70%.
Das Land kollabiert.
Der Triaden Führer Tschi Pink wird aufgeängt, in den Usa ähnlich, der Civil War ist
überfällig, und der wirre Depp im Osten, … wer steht schon im Schatten und beendet das ? eben.
Bluten wir diese eitrige stinkende Blase aus.
Von mir kommt nix. Kein Cent. Die nächsten 3 Jahre maximale Enthaltsamkeit.
Ohne mein Geld, und deines, regiert nichts, die Welt.
Wegen unsere Kinder.
Das ist unserer Welt. basta.
Oh… das Taxi… werde öfter mal rein gucken und eine Abo oder Hardcover schaut
interessant aus. Papier ist halt Papier. Ein Buch echt.
Rudolph