shoga, also Ingwer
Dann machen wir zuerst einen kurzen Ausblick in die Botanik. Aus aktuellem Anlass behandeln wir: das Rhizom. Damit wird ein zumeist unterirdisch, manchmal aber auch dicht über dem Boden wachsendes Spross-Achsen-System bezeichnet. Nein, diese Rhizome sind keine Wurzeln, auch wenn sie gerne so aussehen; sie haben aber welche. Pflanzen, die ein Rhizom ausbilden, können vegetativ vermehrt werden, die Spross-Achse wird dann in mehrere Teile geteilt, aus deren Knospen wieder Pflanzen sprossen können. Buschwindröschen sind Rhizome, Maiglöckchen auch, der Spargel, Kurkuma, Lotus, Galgant. Und natürlich der Ingwer.
Freundlich ausgedrückt ist es so: Ingwer ist eine eigentümliche Pflanze. Sie blüht nur selten, sie wird bis zu 60 Zentimeter hoch, sie besitzt lange, schmale, spitze Blätter. Junger Ingwer wird im Sommer geerntet, nach etwa drei bis vier Monaten, reifer Ingwer dann im Herbst; reifer Ingwer lässt sich besser lagern, junger Ingwer ist zart und saftig.
Ingwer, obwohl einmal mehr nicht einheimisch, sondern aus China nach Japan eingewandert worden, ist für die japanische Küche unverzichtbar. Das hat, unter anderem, einen geschichtlichen Hintergrund: Ingwer ist stark antibakteriell. Und das war einst, als der Fisch nicht immer frisch auf den Tisch kam, ein Vorzug. Ingwer hilft aber auch der Verdauung. Und gegen Erkältungen; eine Tasse Ingwer-Tee kann Wunder bewirken. Und gegen Rheuma ist Ingwer auch gut; das wird zumindest behauptet. Und schliesslich soll Ingwer auch noch den Kreislauf in Schwung bringen. Eigentlich kann Ingwer alles, ausser fliegen. Und auf japanisch heisst Ingwer übrigens shoga.
Shoga wird gerieben oder fein geschnitten. Ingwer wird in Japan sehr gerne eingelegt, zumeist pur, was dann diese unverzichtbare Beilage zu Sushi und Sashimi ergibt. Gerieben gibt shoga dann diesen wunderbaren Geschmack ab für Saucen, wobei der reife, faserige Ingwer schärfer ist; in Europa findet man nur selten den frischen, zarten Ingwer, der an seiner goldenen Schale erkennbar ist.
In Japan gibt es übrigens verschiedene Ingwer-Arten. Neben dem bekannten shoga existiert noch ha-shoga, eine Art Blatt-Ingwer, der im Frühsommer geerntet wird und samt Stielen eingelegt. Und dann gibt es noch me-shoga, Sprossen-Ingwer, sowie nanka-shoga, das ist dann sehr milder Ingwer. Auch diese Arten werden vor allem für Eingemachtes verwendet.
Einen Wegweiser durch die japanische Küche haben wir: hier.


Die Artikel zu den japanischen Gerichten sind mit Sicherheit sehr interessant. Aber was hat das mit den hochinformativen Seiten zu den Automobilen zu tun? Ich bin hier der Erste, der sich was zu sagen traut…………….
werter, es ist ganz offensichtlich, dass das Essen nichts mit Automobilen zu tun hat. Aber: Der Autor dieser Auto-Geschichten muss ja auch irgendwie seinen Lebensunterhalt bestreiten. no Money = no Stories. Und deshalb gibt es radical ja nun auch als Print, da scheinen mehr Menschen gewillt zu sein, auch etwas für Content, gute Geschichten zu bezahlen. radical erhält nun sowohl als Print wie auch online noch ein Schwesterchen, pure – und da geht es ums Essen, nicht nur japanisches. Das hat den gleichen Hintergrund: radical strebt mehr Abos an, denn nur diese machen radical/pure überlebensfähig – und unabhängig. Es wird also in Zukunft mehr Food-Stories geben – und nein, wir trennen das nicht, wir haben ja hier eine gute Basis. Und es muss ja niemand etwas zu Ingwer oder dann, bald, Salami lesen, wenn er nicht will, das Essen wird so klar gekennzeichnet sein (also mit: pure) wie schon die Elektromobilität (radical zero). Ausserdem dürfte auch optisch klar werden, um was es sich handelt, da geben wir uns Mühe.
…weitermachen, über den Tellerrand gucken und auf selbigen!
“ Du willst diese Spaghetti“ a la Claudio Del Principe haben bei der Brut nachdrücklich beeindruckt und sind nun fester Bestandteil des Repertoires.