Zurück zum Content

Buick Roadmaster Estate Wagon

Die Schönen und Reichen

Es war noch im 2. Weltkrieg, als eine reiche Kalifornien an die Chefetage von Buick gelangte. Es war ihr der Bedarf nach einem anständigen Kombi, denn sie brauchte einfach mehr Platz für ihre Einkäufe. Und die Golfsäcke. Und all die Picknick-Körbe, welche eine Dame von Welt halt so dabei hat, wenn sie mit ihre Freundinnen oder der Familie ins Grüne fährt. Der Wunsch der Dame war Buick Befehl, es wurden noch Mitte der 40er-Jahre Kombis ins Programm aufgenommen. Ob die Dame dann auch wirklich einen dieser Estate Wagon kaufte, ist nicht bekannt, wahrscheinlich eher nicht, denn diese Kombinationskraftwagen gab es anfangs nur für die günstigeren Buick-Modelle.

1947 Buick Roadmaster Estate Wagon - 14

Ab 1947 wurde dann auch das damalige Top-Modell von Buick, der grossartige Roadmaster mit seinem Reihen-Achtzylinder und etwa 150 PS, als Kombi angeboten. Wobei, es waren mehr Einzelanfertigungen, nur gerade 300 Exemplare des Estate Wagon entstanden im ersten Jahr beim «Woodie»-Spezialisten Hercules – von denen heute nur noch vier existieren sollen. Er kostete damals satte 3249 Dollar, ein kleines Vermögen, er war damit der mit Abstand teuerste Buick, den man sich zulegen konnte. Was sicher dem Geschmack oben erwähnter Dame entsprochen hätte. Weil so ein Roadmaster gemäss Beschreibung von Buick ja «the Master of the Road – in Performance, Style, and Beauty» war.

Wir wollen mit diesem Buick Roadmaster Estate Wagon von 1947 eine kleine Serie über amerikanische Kombinationskraftwagen beginnen, zu sehen jeweils auf unserer Facebook-Seite, wo es täglich um 20.20 Uhr einen neuen «US Daily» zu bewundern gibt. Dieses Fahrzeug wurde erst kürzlich von RM Sotheby’s für doch bescheidene 60’500 Dollar versteigert; ansonsten gilt es zu vermelden, dass solche US-Kombis zwar nur langsam, aber beständig teurer werden. Nein, auf Ferrari-Niveau kommen sie nie; zum Glück. Dafür kann mit ihnen weiterhin äusserst gepflegt zum Picknick fahren.

Weitere schöne Amerikaner gibt es aber auch in unserem Archiv.

Gib als erster einen Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.