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Varsovia

Herausforderer?

Versucht haben es schon viele, Erfolg hatten nur ganz wenige. Aber es haben sich die Zeiten (anscheinend) geändert, die Bedürfnisse der Kundschaft sind (anscheinend) anders geworden, Infotainment und Konnektivität werden (anscheinend) höher gewertet als Fahrwerk und Motor. Und weil man ja diesen Elektro-Schrott im Gegensatz zu einem sauber abgestimmten Fahrwerk und einem seidenweich laufenden Motor einfach zukaufen kann und mit einer paar Codes neu programmieren, ist es heut viel einfacher als auch schon, zu einem Auto-Hersteller zu werden. Wir möchten deshalb vorstellen: Varsovia Motor Company.

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Man ahnt es, wenn man den Namen liest: Polen. Die Polen gelten nun nicht als führend unter den Automobil-Herstellern, waren es auch noch nie – oder wer kennt noch Iradam, Mikrus, Smyk, Syrena oder Tarpan? Varsovia nun ist ein Zusammenschluss einiger Geschäftsmänner und Designer, darunter das Kadler Design Studio. Dort hat man sich einen neuen Ansatz in Sachen ultimativer Luxus erdacht. Der in erster Linie darin besteht, dass es keinen Beifahrersitz mehr gibt. Und damit die Position «hinten rechts» eine weitere Aufwertung erhält, der Chef ist im Varsovia wirklich der Boss.

Innen gibt es logischerweise alles, was es heute so geben muss, inklusive einem riesigen Bildschirm. Edelste Materialien und liebevolle Verarbeitung verstehen sich von selbst. Kameras und Sensoren verfolge zudem den Gemütszustand vom Chef – und spielen ja nach Stimmung seine liebste Musik und Trickfilme auf dem Bildschirm; wahrscheinlich gibt es auch ein Signal für den Chauffeur, das heisst «haltdieKlappe». Oder «schaujetztweg». Oder «hörnichtzu».

Angetrieben wird der Varsovia von einem Hybriden, wobei es nur einen kleinen Hilfsmotor gibt, der die Elektromotoren über einen Generator mit zusätzlichem Strom versorgen kann, wenn die Reichweite der Batterie erschöpft ist. 300 Kilometer rein elektrisch sollen es sein, 500 mehr, wenn dann auch noch Benzin fliesst. Genauere Angaben zur Technik fehlen noch, aber Varsovia baut jetzt einen Prototypen, der auf den verschiedenen Auto-Salon hergezeigt wird. Sollten sich genügend Interessenten finden, dann wird der grosse Wagen ab 2018 gebaut, maximal 50 Stück pro Jahr.

Andere Exoten haben wir in unserem Archiv.

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