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Extra-Touren (7)

La Ferme des Brandt

Überhaupt, La Chaux-de-Fonds ist unbedingt einen Ausflug wert. Es mag zwar der Bär nicht tanzen dort in diesem Städtchen, doch es gibt so einiges zu sehen – allein schon die Architektur ist deutlich interessanter als etwa jene von Zürich. Klar, Le Corbusier, doch da ist noch viel mehr, die Stadt musste lange mit dieser grossen Schere zwischen den reichen Industriellen und den ausgenutzten Arbeitern leben; oben auf den Hügeln die grosszügigen Villen, unten im Schatten die Enge. Heute leben zwar kaum noch reiche Menschen La Chaux-de-Fonds, doch die einfachen Arbeiter und ihre Familien sind noch da. Es gibt einen schönen Markt und es gibt ein wunderbares Uhren-Museum. Ausserdem führen viele Wege dort tief in den Jura, und manch einer verspricht viel Fahrfreud’ – und hält es dann auch.

Wirklich reich gesegnet an empfehlenswerten Restaurants ist die Stadt allerdings nicht. Doch deswegen machen wir ja die Extra-Touren – und verbleiben für einmal ganz nah. Denn «La Ferme des Brandt» liegt nach einem Umweg aufs Land dann wieder am Stadtrand, im Hintergrund sieht man gar einige Hochhäuser, Mieterbunker. Und doch herrscht hier diese Ruhe, die wir so gerne suchen, wenn man im Garten sitzt, spürt man noch hört man geschäftiges Treiben, es ist so friedlich, wie man sich den Jura vorstellt. Vielleicht muss man draussen auch ein bisschen länger warten, bis man bedient wird, doch damit lässt sich hier gut leben. Doch man bestens auch innen sitzen – viel romantischer geht es kaum.

Über 400 Jahre alt ist dieses schöne, mächtige Haus; im Innern hat ein mächtiger Holzofen die Decke schwarz gefärbt – und wärmt auch heute noch. Ausserdem schmort Cyril Tribut, ein Franzose, der dieses Kleinod vor mehr als einem Jahrzehnt entdeckt und zu seinem Daheim sowie einem Restaurant gemacht hat, gerne die Kalbsbäggli, genannt Tendrons, in diesem Ofen. Oder auch mal ein paar Hühner mit Vin Jaune und Morcheln. Oder ein Wildschwein. Denn Tribut arbeitet nur mit lokalen und saisonalen Produkten – und gern bringen die Jäger und Fischer ihm ihre Beute vorbei, er weiss immer etwas damit anzufangen. Die Karte ist nicht sehr umfangreich, man darf auch gerne nach Übersetzungen und dem Tagesangebot fragen. Platz lassen sollte man für die Desserts, etwa die hauseigenen Meringues oder die grossartigen Früchtekuchen, die Tribut ebenfalls in diesem Ofen zubereitet. «Cuisine sauvage» nennt er das: «Meine Küche ist so fantasievoll wie traditionsbewusst».

Info: La Ferme des Brandt, Petites Crosettes 6, 2300 La Chaux-de-Fonds, Tel. 032/968 59 89, www.fermedesbrandt.ch.

(«Extra-Touren» ist so etwas wie «sponsored content»; in Zusammenarbeit mit Renault suchen wir schöne, abgelegene Restaurants in der Schweiz, die man eigentlich nur mit dem Automobil erreichen kann. Das Ziel ist das Ziel, und man könnte es auch zu Fuss erreichen, aber wir fahren nun halt einmal viel lieber. «radical» unternimmt diese «Extra-Touren» mit einem Renault Koleos. Bereits publiziert:

Extra-Touren (1) – Osteria Bordei

Extra-Touren (2) – Valle Maggia/Val Bavona

Extra-Touren (3) – Im Emmental

Extra-Touren (4) – Bei Renzo und am Brunnen

Extra-Touren (5) – Stubete und andere Traditionen)

Extra-Touren (6) – Im Jura

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