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Bilderstrecke Ferrari 250 GTE 2+2

«Was könnte besser sein als ein Ferrari?»

Armando Spatafora trug den Titel eines «maresciallo» der Römer Polizei. Lange Zeit arbeitete er dort bei «Squadra Mobile», jener Abteilung, die sich motorisiert der Verbrechensbekämpfung widmete. In den späten 50er Jahren geschah dies hauptsächlich mit grünen Giulia 1600 von Alfa Romeo, dazu kamen einige schwarze 1900er, was bald dazu führte, dass die schnellen Jungs in Uniform die Bezeichnung «pantera» erhielten. Der erfolgreichste unter diesen «pantera» war eben dieser Armando Spatafora. Als er gefragt wurde, was er denn benötigen würde, um noch mehr Verbrecher zur Strecke zu bringen, soll er geantwortet haben: «Was könnte besser sein als ein Ferrari?»

Das drang anscheinend bis zu Enzo Ferrari. Dieser, ansonsten nicht gerade als grosszügig bekannt, schenkte der Römer Polizei gleich zwei Ferrari 250 GTE 2+2, beide schwarz lackiert, mit braunem Lederinterieur. Obwohl Ferrari vier Polizisten – darunter selbstverständlich auch Spatafora – auch noch zu einem Fahrlehrgang nach Maranello einlud, endete die Karriere des einen Exemplars schon kurz nach Auslieferung in einer Wand. Das andere gute Stück aber, Chassisnummer 3999, blieb fast sechs Jahre im Dienst, zumeist in den Händen von Spatafora. Und obwohl sich einige Gauner auch gutes Material zulegten und den «maresciallo» herauszufordern versuchten, gab es – behauptet die Legende – immer nur einen Sieger. Und die Verbrecher durften noch etwas länger gesiebte Luft zu sich nehmen, weil sie sich durch Flucht der Verhaftung hatten entziehen wollen.

Der Ferrari wurde 1972 von Alberto Cappelli ersteigert, der ihn mehr als 40 Jahre lang brav pflegte und auch ausfuhr. Dann kam er in neue italienische Hände, lange stand er bei Girardo & Co. zum Verkauf.

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