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Neuheiten 42/2024

Die Abkehr

Porsche 911 GT3

Die wichtigste Neuerung am GT3 als 992.2 ist gar keine Neuerung, sondern die Nachricht, dass es der freisaugende 4-Liter-Boxer mit seinen 510 PS unverändert über das Facelift geschafft hat, also nicht hybridisiert wurde. Auch darf man attestieren, dass die neue Version etwas besser aussieht als der Vorgänger, ein paar Kleinigkeiten wurden zum Guten verbessert. Ansonsten sind die Veränderungen zum Vorgänger doch eher kümmerlich, da ein Kilo weniger, neue Anzeigen (leider komplett digital), neue Sitze (da hätte man sich aber mehr Mühe geben können, auf den Pressebildern sieht die Verarbeitung furchtbar aus). Für einmal kommt die Touring-Variante gleichzeitig, aber da hat Porsche irgendwie seine eigene Geschichte fehlinterpretiert, denn da gibt es jetzt auch vier Sitze – und eine Leichtbau-Version. Egal, die Kundschaft wird auch die massive Preiserhöhung (in den USA beispielweise plus 53’000 Dollar – ohne wirklich begründeten Mehrwert) schulterzuckend wegstecken. 25 Jahre alt ist der GT3 übrigens, mehr dazu: hier.

Ferrari F80

Der wurde ja jetzt in allen einschlägigen Medien schon durchgehechelt, wir machen das jetzt nur deshalb auch noch, damit der Materialwart zufrieden ist. 3-Liter-V6 mit 900 PS, das sind zwar sechs Zylinder zu wenig, aber dafür eine Literleistung von 300 PS – nun denn, 24 Stunden wird es schon halten. Dazu kommt etwas Strom, die Systemleistung beträgt dann 1200 PS. Bei einem Gewicht von 1525 Kilo wird das sicher für anständige Fahrleistungen sorgen, aber das darf man für die rund 4 Millionen Euro, die das Ding kostet, auch erwarten; 799 Exemplare wird es geben, selbstverständlich sind alle schon verkauft, blind. Es stand in der Presse bisher noch nirgends geschrieben, aber Ferrari hat ein paar Design-Azubis von Mansory abgeworben, die durften sich beim F80 austoben.

Alpine A110 Ultime

Nun wird es schon ein bisschen absurd: Alpine haut noch einmal 110 letzte Exemplare der A110 auf den Markt, bezeichnet als Ultime. Sie basieren auf dem R, erhalten aber mehr Pferdchen (340 PS) und mehr Drehmoment (420 Nm) und ein neues 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und ein einstellbares Öhlins-Fahrwerk (Öhlins wurde übrigens gerade von Brembo aufgekauft) und eine Akrapovic-Titan-Auspuffanlage. Das zum doch eher unverschämten Preis von 265’000 Euro. Es geht aber noch heftiger, 15 Exemplare kommen noch mit blauem Leder von Poltrona Frau, da werden dann 330’000 Euro fällig. Damit dürfte die Alpine zum teuersten Vierzylinder aller Zeiten werden.

Renault 4 E-Tech Electric

Renault gibt nun wirklich Strom: Dieser Tage kommen die ersten 5er zu Händlern – und auf dem Salon von Paris (noch bis 20. Oktober) zeigen die Franzosen die Serienversion des ebenfalls rein elektrischen R4. Es ist etwas verkehrte Welt, der 4er (4,14 Meter) ist etwas grösser als der 5er (3,92 Meter), hat etwas mehr Radstand (2,62 Meter) und einen deutlich grösseren Kofferraum (414 Liter). Überhaupt soll der Renault 4 mehr das praktische Modell sein, während der R5 wohl mehr Lifestyle ausdrückt. Wie seine schicke Schwester steht das neue Modell auf der AmpR-small-Plattform, es gibt also einen 40- und einem 52-kWh-Akku, die maximale Leistung beträgt 150 PS, die maximale Reichweite etwa 400 Kilometer. Preise gibt es noch keine, gebaut wird der R4 komplett in Europa, die ersten Auslieferungen sind für 2025 zu erwarten.

Citroën C5 Aircross Concept

Bislang ist der in Paris vorgestellte Citroën C5 Aircross nur ein Concept Car, aber man darf davon ausgehen, dass die 4,65 Meter lange Studie so ähnlich dann 2025 auf die Strasse kommen wird. Das Fahrzeug steht auf der STLA-Medium-Plattform, es wird ihn also als Verbrenner wie auch mit Strom geben, da ist nichts neu (für Citroën allerdings schon, man darf jetzt zum ersten Mal an der modernsten Stellantis-Technik teilhaben). Neu ist aber wieder einmal die Design-Sprache, da sind die Franzosen derzeit ein bisschen auf der Suche.

Alpine A390 Concept

Selbstverständlich muss sich Alpine neu erfinden, der bisherige A110 hat als Verbrenner eine nur noch sehr begrenzte Zukunft. In der «Renaultion» von 2021 erhielt die Marke denn auch ein schönes, warmes Plätzchen zugewiesen, darf sich um den Rennsport und überhaupt die Sportlichkeit innerhalb des Konzern bemühen. Abgesehen davon, dass der Rennbetrieb aktuell gar nicht läuft, sogar davon gesprochen wird, das Formel-1-Team zu verkaufen, kann aber auch Alpine das Geld nicht bloss aus dem Fenster schmeissen, sondern sollte auch ebensolches verdienen. Ganz klassisch, wie früher, darf man in Dieppe nun den rein elektrischen Renault 5 pimpen, A290. Aber damit das ganz klar ist: Es wird in zukunft nur noch rein elektrische Alpine geben, auch die A110 wird zum Stromer, bald schon, dafür gibt es davon dann auch noch einen Roadster. Und irgendwann kommt eine A310. Während die 10er-Zahlen den Sportwagen vorbehalten bleiben, sind die 90er dann Hot Hatches, Fastbacks, wahrscheinlich auch SUV. Der nächste Schritt nach dem A290 (AmpR-small-Plattform) wird der A390 (AmpR-medium-Plattform, wie der Scenic), vorerst ein eigenständiges Modell, sprich, es gibt keine Entsprechung bei Renault. Auf dem Salon von Paris zeigen die Franzosen ein Concept Car, das zumindest aussen zu 85 Prozent der Serie entsprechen soll. Innen ist es vorerst noch sehr wild, weit entfernt von der Realität, aber die eine oder auch andere Idee könnte verwendet werden. Technisch gibt es noch keine Angaben, ausser: 2 E-Motoren, einer hinten, der andere vorn. Wahnwitzige PS-Zahlen muss man aber nicht erwarten, da bleiben die Franzosen erfreulicherweise vernünftig. Dafür achtet Alpine noch mehr als Renault auf den Leichtbau. So ein bisschen traurig sind wir trotzdem.

Aston Martin DB12 Goldfinger

60 Jahre ist es her, dass James Bond in «Goldfinger» zum ersten Mal einen Aston Martin fahren durfte. Das ist den Engländern nun das phantasievolle Sondermodell «Goldfinger» wert, von dem, Sie werden es ahnen, 60 Stück entstehen werden. Wir gehen davon aus, dass sie alle schon verkauft sind, wie immer bei Aston Martin, ausser halt jene, die man noch kaufen kann. Erstaunlicherweise ist der Goldfinger silbern, hat aber immerhin güldene Seitenleisten, Karo-Sitze und manchen Akzent im Innenraum in 18 Karat Gold. Eine gestickte Herz Acht gibt es auch noch – und eine Magnum Bollinger von 2007.

Mehr Neuheiten gibt es im Archiv.

3 Kommentare

  1. Matthias Matthias

    Mir fehlen bei diesem Concept-Car Alpine-typische Designelemente. Woran soll man erkennen, dass diese eine Alpine ist? Schön gemacht, aber zu überladen. Zu viele Details pro Qudratmeter Blech. Gehe nachher wieder in die Werkstatt zu meiner A 310.

  2. Max Max

    Ihr Wort in Gottes Ohr bezüglich des Aircross, aber wahrscheinlich müssen für die Serie die Lufteinlässe mindestens um 50 Prozent vergrössert werden

  3. Rolf Rolf

    Alpine Ultime:

    65000 für ne Lederausstattung sind nicht schlecht …..

    R4:

    Schade, nach dem wirklich schmucken R5 ist der leider nicht besonders doll.

    Der Rest:

    Die spinnen, die Franzosen ….. die Briten sowieso, ist es nicht?

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