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Gunther Werks

Spezialisiert

Man muss sich zuerst einmal hinsetzen. Und dann etwas Anständiges essen. Sonst kriegt man den Schlüssel zu seinem Gunther-Werks-Porsche nicht. Gut, ganz günstig sind diese Restomod ja nicht, da könnte man Mahlzeit wohl auch selber bezahlen, aber es ist halt ein schönes Ritual, zumal es auch ein netter Ort ist, vor einem Fenster Huntington Beach in Kalifornien, hinter einem anderen Fenster das neue Automobil, das man sich selber zusammenkonfiguriert hat. Aktuell hat man die Wahl aus vier Modellen, GWR (4-Liter-Boxer, über 500 PS, unter 1100 Kilo, 40 Ex.), Turbo (4-Liter-Doppelturbo, bis zu 750 PS, 1220 Kilo, 75 Ex.), Speedster (435 PS, 1150 Kilo, 25 Ex.) und dem Coupé (435 PS, 1200 Kilo, 25 Ex.) – Grundlage ist bei Gunther Werks immer ein 911 (993). Den man selber mitbringt. Oder sich von den Amerikanern besorgen lässt.

Was den Chef und Gründer von Gunther Werks, Peter Nam, dazu getrieben hat, seine Firma Gunther Werks zu nennen, das wissen wir nicht. Aber schon sein früheres Unternehmen trug einen speziellen Namen: Vorsteiner. Und weshalb er sich auf Neuinterpretationen von 993 spezialisiert hat, erklären wir uns so: Davon gibt es nun wahrlich reichlich. Und während etwa bei Singer noch so mancher die Krätze kriegen, weil Hand an einen heiligen 964er gelegt wird, so sind die Schmerzensschreie bei den 993 etwas weniger laut. Wer nun glaubt, dass die Fahrzeuge deshalb günstiger wären, der irrt: So ein Turbo geht auch schnell mal über die Million.

Weil die Porsche-Umbauten (Ruf…) und -Restomod (Singer…) gerade durch die Decke gehen, wollen wir doch auch das Geschehen bei den Gunther Werks ein wenig im Auge behalten. Das bedeutet nun aber nicht, dass wir deshalb alles für wirklich gelungen halten. Und wir haben, to be honest, den Durchblick noch nicht so ganz, was die Amerikaner alles schon gebaut haben – das Fahrzeug oben ist offensichtlich ein Coupé (Chassis-Nummer: WP0AA2996SS321658), das Fahrzeug unten dann ein Speedster (Chassis-Nummer WP0ZZZ99ZSS331735).

Und wenn Sie da jetzt ganz viel Rauhwelt sehen, dann können wir Sie verstehen.

Eben: Singer haben wir hier, Ruf da. Ein Archiv haben wir auch, hier.

2 Kommentare

  1. Eigentlich kann ich diese ganzen Instagram-Porsches nicht mehr sehen…
    Da paßt das orangefarbene Leder sogar zum Insta-Logo.

    Und bei „Gunther Werks“ und „Rauhwelt“ muß ich an Gunther Gabriel und die seltsame Fernfahrer-Romantik denken…
    Kein schöner Gedanke, kahle Autobahnraststetten mit Neonlicht, schmutzige Lastwagen, schlechte Pornomagazine, fetttriefende Bratwürste, nicht das, was ich mit einem Porsche assoziiere.

    Diese Art von Porsches widersprechen aus meiner Sicht allem, was für mich einen Porsche ausmacht:
    Pure Funktion, reduzierte Form, zurückgenommene Interieurs, kraftvolle Boxermotoren und ein gewisses Maß an Sozialverträglichkeit.

  2. Rolf Rolf

    Zitat: Und bei „Gunther Werks“ und „Rauhwelt“ muß ich an Gunther Gabriel und die seltsame Fernfahrer-Romantik denken…

    Ja, um die kaufen zu können, sollte man mit dem Boss über mehr Geld sprechen 😉

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