Zurück zum Content

Isdera Sbarro Espera Turbo S20E

Studentenfutter

Pünktlich zum unterdessen leider verstorbenen Genfer Salon zauberte der Schweizer Auto-Künstler Franco Sbarro Jahr für Jahr einen neuen Entwurf aus seinem grossen Hut. Das mit dem pünktlich war so eine Sache, manchmal wurden die Fahrzeuge erst in der Nacht vor der Eröffnung fertig; manchmal aber auch nicht so richtig. Auch 2007 war es wieder so weit – beim Isdera Sbarro Espera Turbo S20E kamen dann gleich einige Geschichten zusammen, was auch den etwas eigenartigen Namen erklärt.

Also, Espera steht für die Design-und-Prototypenbau-Schule, die Franco Sbarro in den 90er Jahren gegründet hatte und die ab 1994 im französischen Pontarlier ihre Türen öffnete (und auch heute noch existiert). Unter seiner Anleitung bauten die damaligen Studenten auf Basis eines Isdera Imperator 108i (da sollten wir mal was dazu schreiben, wir hatten es bisher nur vom Isdera Commendatore 112i) einen ganz hübschen Roadster. Der von einem mittig eingebauten 5-Liter-V8 von Mercedes angetrieben wird, erfreulicherweise aber nicht mit Automat, sondern gekoppelt an einen manuellen 5-Gänger von ZF. Turbo, nein, hat er nicht, die Bezeichnung soll eine Hommage gewesen sein an das französische Fernseh-Format, das damals sein 20-jähriges Jubiläum feierte. Was das S und das E bei S20E bedeuten, wissen wir auch nicht. Das Ding erhielt aber sogar eine Strassenzulassung, zumindest lassen das die Schweizer Nummernschilder vermuten.

Wir haben schon ein paar Sbarro-Geschichten, hier, aber auch darum sollten wir uns vermehrt kümmern. Dieses Fahrzeug (übrigens mit Jahrgang 1991) kommt bei Broad Arrow in Zürich 2025 zur Versteigerung, der Schätzpreis liegt bei 140’000 bis 230’000 Franken (auch deshalb, weil er erst kürzlich aufgefrischt wurde). Mehr feine Wagen haben wir im Archiv.

Gib als erster einen Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert