Interne Konkurrenz
Der «Hausfrauen-Porsche», also der 924er, ermöglichte dem Stuttgarter Unternehmen Mitte der 70er Jahre tatsächlich das Überleben, auch wenn das die gusseisernen Porsche-Freunde jetzt nicht gerne lesen. Ein Problem gab es allerdings schon: Für Vortrieb sorgte der gleiche 2-Liter-Motor, der auch den VW-Transporter LT in Bewegung versetzte. Mit seinen 125 PS war er nicht das, was den Pilotinnen Tränen der Freude in die Augen trieb und die Gegner von der linken Spur vertrieb. 1979 hatte Zuffenhausen dann endlich ein Einsehen und spendierte dem Vierzylinder einen neuen Zylinderkopf mit hemisphärischen Brennräumen sowie einen KKK-Turbolader, der die Leistung bei 0,7 bar Ladedruck auf 170 PS brachte. Damit beschleunigte der Porsche 924 Turbo (Typ 931) in weniger als 8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und wurde über 220 km/h schnell.



In der Folge (und schon vorher) geschah tatsächlich so einiges. Mit der Einführung des Turbo wurde ab 1979 die Basis geschaffen, damit diese ersten wassergekühlten Porsche auch auf der Rennstrecke eine gute Figur abgeben konnten. In jenem Jahr begann die Entwicklung eines Fahrzeugs, das dem Gruppe-4-Reglement entsprach und folglich auch bei den 24 Stunden von Le Mans antreten konnte. Es gab ein 5-Gang-Klauen-Getriebe, ein Sperrdifferential hinten, die Bremsen aus dem 935er, jede Menge Leichtbau, Trockensumpfschmierung – und etwa 375 PS für ein Gewicht von weniger als einer Tonne. Der als 924 GTP (Typ 939) bezeichnete Porsche schaffte es in Le Mans auf einen beachtlichen 6. Gesamtrang – die «Transe» war auf der Rennstrecke angekommen.

Diese Erfahrungen flossen dann ein in den 924 Carrera GT (Typ 937), von dem 1981 genau und nur gerade 406 Exemplare entstanden. Er ist aber nicht nur ziemlich selten, er ist auch ziemlich grob. Schon optisch macht er viel her, die Kotflügelverbreiterungen aus Glasfaserkunststoff sind zusammen mit der Lufthutze ein Hingucker, das Interieur entspricht aber weitgehend dem des 924 Turbo. Höhepunkt war sicher der Zweiliter-Turbo, der mit leichteren Schmiedekolben, gehärteten Nockenwellen, einem überarbeiteten Zylinderkopf, einer von 7.5 auf 8.5:1 erhöhten Verdichtung und mehr Turbodruck (0.75 bar) auf 210 PS gebracht wurde. Auch das Fünfgang-Getriebe wurde verstärkt, auf Wunsch gab es ein Sperrdifferenzial. Ein Beschleunigungswert von 6.9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h machten den damals rund 60’000 Franken teuren, 1130 Kilo schweren Typ 937 zu einem sehr feinen Sportwagen. Man muss das auch einordnen: Ein 911 SC (ab 49’800 Franken) kam Anfang der 80er Jahre auf 204 PS, war 1180 Kilo schwer und «nur» 235 km/h schnell. Das kam nicht überall gut an.

Es sind gute Wagen, auch heute noch. Und deshalb beginnen wir jetzt zu sammeln. Auch, damit man so ein bisschen die Preisentwicklung sieht.
Chassis-Nummer: WP0ZZZ93ZBN700295
Motoren-Nummer: 31500196
Auktion: Broad Arrow, Zürich 2025, Schätzpreis 80’000 bis 90’000 Franken, mit diesen Informationen: «Finished in Stuttgart-Zuffenhausen in December of 1980 in Diamond Silver Metallic over a very period-appropriate Black and Red Pinstripe Velour interior, this 924 Carrera GT is one of just 406 homologation variants produced. This Swiss-market example was optioned with limited-slip differential, sport shock absorbers, rear window wiper, and a removable roof panel. The rare Carrera GT’s service book records it was sold via Autowad AG dealership (now AMAG Dulliken) to Hodel Air Team based in Lucerne. Regular servicing is evident via book stamps from Hodel’s long-term ownership until 1997 when the car—likely as a result of its increasing collectability—was placed into storage with approximately 78,000 kilometers. In 2017, the homologation special was sold by its original owner to Daniel Uebelhard who began a thorough restoration. Completed in 2018, the photo-documented restoration includes invoices for numerous parts sourced from Porsche specialty companies and Porsche Zentrum Schinznach Bad along with images of a repaint in its original shade of Diamond Silver Metallic. In 2018, the car was acquired by its current owner who commissioned Graber Sportgarage to complete additional work including a photo-documented overhaul of the transmission in 2019 with additional service visits in 2024 and 2025».
















Ja, wir kennen den 924 Carrera GT gut. Noch besser kennen wir aber den 924 Carrera GTS – viel Porsche hat es im Archiv.


Diese ewig abschätzigen Bezeichnungen!
Gibt es eig Bohrt im Arsch-schmeckt ab-dann-bohrt-er in der-Nase-deppen-heini?
Weil diese unfähigen Deppen ohneHausfrau sehr schnell wegsterben.
Aus Unfähigkeit und Unfähigkeit.
924.. letzdens den Alten wieder mal rausgeholt, geölt, aufgepumt etz..
Und dann mit dem Kreise um diese.. Hochsitzpralltölpel gefahren.
Bergstrasse.
Dort wo manche erzählen sie könnten mit der 1700 kilo Volvoschüssel..
na ja
Was meinst wenn ich den 992 Turbo packe?
Bekommen Sie 3 Wochen Vorsprung, damit ich 30 minuten früher da bin..
lol
kommen Sie doch mal vorbei an den Berg, es wäre mir eine Ehre.
Wie schön ist doch eine richtige Stoßstange ohne voluminöses schwarzes Gekröse mit Auspuffausformungen darunter!
Toll was mache hier alles können!
Sillos und unter der Gürtellinie(!°) der Ulf – zu so einem Menschen passt PORSCHE gar überhapt nicht! Solche Kommentare müssten zensiert werden.
Solche Kommentare sprechen doch für sich…
Und: Leider fahren (inzwischen?) mehr Leute, mit denen ich eigentlich nichts gemeinsam haben möchte, einen Porsche.
Dennoch sind es – jedenfalls bis zum 997 – wunderbare Sportwagen!
Es gab und gibt immer so „zweifelhafte“ Bezeichnungen oder „Kosenamen“ – wie eben Hausfrauenporsche oder Sekretärinnenferrari.
Kann man es nicht aus anders sehen? Ist doch eine tolle Sache, wenn sich die Hausfrau mit einem Porsche bewegt oder diesen gar artgerecht bewegt. Und, vielleicht spricht da auch der Neid aus gewissen Mündern (vornehmlich Männlichen) die sich so einen Porsche gar nicht leisten konnten?
Ich habe oft so eine Art Mitleid mit den Menschen, die auf einem Olditreffen so einen Porsche oder Fiat x1/9 meinen mit solch einem Ausdruck herabwürdigen zu müssen. Genau diese Typen steigen dann aber in ihr „TieferBreiterProllCoupe“ mit Kraxenproll-Auspuff um damit mehr lautstark als leistungsstark „abzudüsen“. Mehr Stil hat dann wohl der Porsche und wer weiß, vielleicht fährt den ja der „Hausmann“
Ich bin es gewohnt: „Ach da schau, der Ferrari für Arme“ Ja mei, dann bin ich halt in der Sichtweise dieser Zeitgenossen „arm“.
Aber tief drinnen bin ich reich – es kommt immer auf die Sichtweise an!
wahre worte.
Jawoll, ‚tief drinnen reich‘ beschreibt es gut!
Ich bestätige auch nur gelegentlich die Kommentare, spreche liebevoll von meiner rasenden Hausfrau, weise bei Bedarf darauf hin, wenn schon dann eigentlich Mercedes-Motor…
Und lupfe nach einer klärenden Runde auf der Piste oder im Ge-Alp dann doch mal die Haube: „…nein kein Turbo…. äh 2,5er im 24er?…“
Erkläre nochmal fahrdynamische Grundlagen warum Trailbraking und Spätbremsing im Transaxle so wesentlich besser geht als im 11er….
So ziehe ich zufrieden von dannen!