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Die hohe Kunst der japanischen Küche (18)

Ocha – kein Essen ohne den grünen Tee

Nicht von der langwierigen Teezeremonie, auch Chado genannt, soll hier die Rede sein, sondern von jenem Tässchen grünem Tee, Ocha, das man geniesst, wenn der Reis gegessen ist und auch die letzten sauren Tsukemono verspiesen sind. Auch wenn man diesen grünen Tee vor allem mit der traditionellen japanischen Küche in Verbindung bringt, so hat er doch eine noch gar nicht so lange Geschichte und entstammt der gleichen Pflanze (Thea sinensis), aus der auch der weitaus üblichere schwarze Tee in China und Indien gewonnen wird. Der Unterschied zwischen schwarzem und grünem Tee liegt darin, dass beim grünen Tee die frisch gepflückten Blätter kurz erhitzt werden: Dieser Hitze werden die grünen Teeblätter etwa 10 Sekunden ausgesetzt. Bei der japanischen Methode werden die für die Fermentation verantwortlichen Enzyme mit heissem Damp inaktiviert: Mindestens zwei Minuten müssen die grünen Teeblätter in grossen Trommeln dem Dampf ausgesetzt bleiben. Sie behalten ihre blasse grüne Farbe, weisen einen hohen Vitamin-C Gehalt auf, und der Theingehalt ist gewöhnlich etwas höher als beim Schwarztee. Man darf annehmen, dass Tee erst im 9. Jahrhundert seinen Weg nach Japan fand – sein Name entspricht dem chinesischen «cha», ihm wurde nur noch ein ehrenvolles «o» vorangesetzt. Während Jahrhunderten blieb der Tee ein Getränk nur für die Priester und Reichen, erst ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich der alltägliche Genuss von Tee zu einer nationalen Sitte.

Der günstigste Tee, jenen, den man im Restaurant erhält, während man noch das Menu studiert, den man auch trinkt, während man im Laden noch das Angebot betrachtet, heisst Bancha. Er ist mehr gelb als grün und immer gratis – für so etwas Selbstverständliches wie eine Tasse Tee wird man in Japan kein Geld verlangen. Eine Stufe besser – und folglich teurer – ist Sencha. Dieser Tee ist dem Japaner schon so wertvoll, dass er nicht mehr gegen den Durst getrunken wird – er wird während einer Einladung gereicht und nach einem guten Essen. Rund 80 Prozent des in Japan produzierten Tees – deutlich über 100’000 Tonnen pro Jahr, die Hälfte davon stammt aus der Region Shizuoka – ist Sencha. Der beste japanische Grüntee schliesslich trägt die Bezeichnung Gyokuro – und ist ein teures Vergnügen. Die ältesten und edelsten Pflanzen werden für Gyokuro von Hand so kunstvoll zurechtgeschnitten, dass die Blätter keiner zu harten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, natürlich werden sie genau am Tag der vollen Reife mit grösster Sorgfalt von Hand gepflückt.

Bei einem so edlen Getränk – von dem die besten Sorten aus der Nähe von Kyoto, aus Ujii, stammen und folglich Ujicha heissen – versteht es sich von selber, dass auch der Zubereitung besondere Beachtung geschenkt wird. Für Gyokuro wird höchstens 65 Grad, für Sencha etwa 80 Grad warmes Wasser verwendet – die zarten Teeblätter lässt man höchstens eine Minute ziehen, und zwar in einer Wassermenge, die genau der noch zu geniessenden Trinkmenge entspricht. Guten Tee wird man deshalb sinnvollerweise in den kleinen, häufig sehr wertvollen Kyusu-Gefässen zubereiten, während Bancha in grösseren Kannen, Dobin, gebrüht wird. Vielleicht geniesst man noch eine Süssigkeit dazu, Okashi oder Wa-gashi, sicher aber wird Ocha als echter Grüntee getrunken: «Yappari, gaijin desu yo nee», er oder sie ist halt nur ein Ausländer, der den Tee mit Zucker oder Milch oder gar Zitrone beleidigt.

Einen kleinen Wegweiser durch die japanische Küche haben wir: hier.

3 Kommentare

  1. paul paul

    Danke!

    War als Austauschstudent einige Monate in K y o ( t) o ( das o leise und mit
    ERfurcht)– Maschinebau und Elektronik, Mazda, Kawaski und Mitsui…
    Ujicha kann, wenn man den mal leib gewonnen hat seine Wirkung haben.
    Und man beboachte damasl, das man als interessierter “ Ausländer“ mit
    etwas ZUrückhaltung und den strengen Rules of Engagement, der likalen Bräuche,
    nur wenige Tage gestzt hat, bis man Teil der Familie wurde.
    Meine Gastfamilie, heute die KInder jedes Jahr bei uns zum Urlaub.
    Und dann staune sie, das wir Tee trinken.
    Und manchmal über den harten Jagatee ( der Pur– nicht in den Tee) mit einem
    Schuss vom irischen, die Gemüter der Japaner erwärmt.
    Man ist so weit weg, aber doch auf der Kugel.
    Und das Herz geht ihne immer auf, wenn sie meinen Honda NSX ( 97er) sehen, und
    daneben den Daiii Hat s u Klein Mülltransporter.. in dem ein Porsche 997er Motor
    liegt, der, wenn mal Zeit.. usw.

    Die Serie Food+ Essen sollte mit noch mher Verve Teil der DNA von
    Radicla Mag werden.
    Auto = um dort hin zu kommen
    Dort ( zb im März– IN Italien = WEIL SONNE = WEIL GEWÜRZE AUS = WEIL die besten Nudeln aus.. ((( wegen technischer..))) und so weiter)
    Und da geht es ben net immer um Zehntel sek oder fade Audobahn.
    Nein. HInterland, und was finde ich dort.
    Passend dann oft das Gefährt.
    Maserati Quattroporte oder doch Barchetta, Fiat?
    Fürs Baguette ( es gibt nur einen Ort in Paris, einen zweiten in der Normandie und den dritten.. ne..) Den 2cv. Genau.
    Oder den P 508 Kombi.. Ein gelunges Auto.
    Für Shötttböla h ( net den IKea Frasss) in Syläfteuo ( Vor Boden) dort die besten
    ein Volvo 240.. nat. early Königsegg umbau..

    Wir sollten den Autohersteller mal sagen, warum wir Autos lieben.
    Und warum wir den Müll, den se uns seit bald 10 jahren rein drücken direkt in
    die Müllpresse stecken.
    Glaube, das gilt nur für die, die auf einem unbekannten Pass eines Gebirges stehen
    bleiben, zu fuss, mit dem Rad, Mopde, Mota, Auto; …) und da ist diese Gefühl.

    Viele, zu bedaueren, rennen nur noch an ihrem Leben vorbei.
    Noch mehr, im 60.000 Euro Augenvergewaltigungs SUV zum LIDL.
    Weil JÜNSDICK und SOOOOOOOOOO LECKER..

    Holen sie einen Arzt.. ach ne..
    Rufen sie den Pfarrer.

    Ich kann mir vorstellen, das RADICAL MAG EINE, VIELE REISEN MACHT.
    Natürlich müssen wir aufpassen, das jenes Kleinod oder selbiges Dort nicht,
    zum hotspot von SELFII-KANIBALEN und digitaldeppen wird..

    Deswegen gehe ich ja immer weiter Wege.. UM von dem weg zu kommen.
    Bald in einem ur ur ur ur ur alten Triumpf.
    Eine Schrottleiche, die in 5 Jahren leibevoll reanimiert wurde und neben einem
    frischen alten Alfa GTV ( 2.0 V6 Turbo– auch BUssso..) steht.
    Und wenn Besuch, die sind so kleine wenn die VEGGI-ZOMBIES ihren Dings..
    Keine Ahnung was es ist, es sit in Würfelform, wurscht.. parken.
    Und ich nett, Meine Frau freudig serviert..und mein Innerstes an den Radical Mag Test
    von dem.. na ja.

    Und, Ich hoffe, der Irrsin, der derzeit abgeht, wir könnten schneller in einer
    zahlungspflichtigen 24 7 365 Dauerdystopie landen, als es sich manche vorstellen.
    Der Irrsinnnnn wird verschwinden.
    Aber was bleibt?

    was?

  2. paul paul

    ps… geschrieben am Handy.. sollte.. meine Brille liegt im Auto.
    Bin am Berg und Sternenklare Nacht.
    Biwak.. Morgen Schi runter.. Irgendwo in der Steiermark..

    paul

    ps : die Nikon is gross genug.. der gaskocher simpel..
    so is es.. es gibt.. Wassersuppe 🙂 Schnapps..

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