Eine Sonder-Schau
Der Concours d’Elegance in Pebble Beach ist die wichtigste aller automobilen Schönheitskonkurrenzen. Da wollen wir doch mal eine Liste beginnen mit den vergangenen Gewinnern:
2026 – Duesenberg SSJ Special Speedster, 1935, Besitzer: Harry Yeaggy (naja, das war dann eine doch eher, äh, konservative Entscheidung)

–
2025 – Hispano-Suiza H6C Torpedo, 1924, Besitzer: Penny und Lee Anderson (eine Story dazu haben wr hier, zufällig)

–
2024 – Bugatti Type 59, 1934, Besitzer: Fritz Burkard, The Pearl Collection

–
2023 – Mercedes-Benz 540K Special Roadster, 1937, Besitzer: Jim Patterson (etwas mehr Infos haben wir: hier).

–
2022 – Duesenberg Model J Sports Torpedo Figoni, 1932, Besitzer: Lee Anderson.

–
2021 – Mercedes-Benz 540K Autobahn-Kurier, 1938, Chassis-Nummer 408336, Besitzer: Arturo und Deborah Keller.

–
2019 – Bentley 8 Litre Gurney Nutting Sports Tourer, 1931, Chassis-Nummer YF5011, Besitzer: Michael Kadoorie.

–
2018 – Alfa Romeo 8C 2900 Berlinetta Touring, 1937, Chassis-Nummer 412020, Besitzer: David und Ginny Sydorick.

–
2017 – Mercedes-Benz 680S Touring Barker, 1929, Chassis-Nummer 35956, Besitzer: Bruce McCaw.

–
2016 – Lancia Astura Cabriolet Pinin Farina, 1936, Chassis-Nummer 33-3277, Besitzer: Richard Mattei.

–
2015 – Isotta Fraschini Tipo 8A Cabriolet Worblaufen, 1924, Chassis-Nummer 605, Besitzer: Jim Patterson.

–
2014 – Ferrari 375 MM Coupé Scaglietti, 1954, Chassis-Nummer 0402AM, Besitzer: Jon Shirley.

–
2013 – Packard 1108 Twelve Dietrich Convertible Victoria, 1934, Chassis-Nummer 902327, Besitzer: Joseph und Margie Cassini III.

–
2012 – Mercedes-Benz 680S Torpedo Saoutchik, 1928, Chassis-Nummer 35949, Besitzer: Paul und Judy Andrews.

–
2011 – Voisin C-25 Aerodyne, 1934, Chassis-Nummer 50010, Besitzer: Peter und Merle Mullin.

–
2010 – Delage D8S Roadster deVillars, 1933, Chassis-Nummer 38012, Besitzer: Patterson Collection.

–
2009 – Horch 853 Voll & Ruhrbeck Sport Cabriolet, 1937, Besitzer: Robert M. Lee

–
2008 – Alfa Romeo 8C 2900B Touring Berlinetta, 1938, Besitzer: Mary und Jon Shirley

–
Da kommt dann noch mehr. Und sonst: das Archiv.


😍🥰
😍🥰
Unfassbar!!!
Danke Herr Ruch, dass sie auch ein paar Vorkriegs-Mercedes abgelichtet und veröffentlicht haben. Die Autos selbst sind faszinierend.
Mein Favorit auf dieser Seite ist allerdings der weisse Delage.
Hmmm – tolle Überdrüber-Oldtimer, aber wirklich faszinierend ist für mich nur der Voisin.
Alle anderen Fahrzeuge sind wunderschön, vermutlich alles Trailer-Queens und erfüllen ihren eigentlichen Zweck der Fortbewegung nur so nebenbei, ein Problem auch bei den zahllosen Hypercars der letzten Dekade.
Und das ist mein Problem mit den allermeisten der teilweise wunderbaren Vorkriegsfahrzeuge, sie sind nur noch statische Ausstellungsstücke, von einigen Rennwagen und einigen Alltagsfahrzeugen einmal abgesehen.
In England ist das etwas anders, aber ich kenne nur eine Handvoll Vorkriegsautos, die wirklich bewegt werden, sei es auf der Rennstrecke oder auf öffentlichen Straßen.
Und das ist ja der eigentliche Sinn eines Autos…
Ja, ich glaube diese Autos sind mehr so Investitionsobjekte, also praktisch Immobilien. Die bekommen Preise und werden dann mit noch mehr Gewinn wieder versteigert. Und dann stehen sie wieder rum und bekommen wieder Preise und der Versteigerungspreis steigt weiter und weiter…
Die Namen der Besitzer wiederholen sich auch auffällig. Immer die gleichen Verdächtigen? Geschäftsmodell?
Die „wilden Typen“, die ihren Bentley oder Bugatti selbst restauriert haben, „auf Achse“ quer durch die Lande zu Rennen oder Veranstaltungen fahren und dann die Dinger auch noch selbst warten, sterben wohl langsam aus.
War auch in unserem Dino-Register schon mal ein Thema: „Fährst Du noch oder hast Du schon einen Hänger?“ Es war ein Anhänger gemeint, um das Auto zum Treffen zu bringen (Bitte nicht missverstehen ;-)).
Meine drei Favoriten sind der Bugatti, der Isotta-Fraschini und der Lancia.
Ach, da gibt es seltsame Sachen. Ein Gemälde, eine Skulptur aufzustellen und nur anzusehen ist ok, was soll man sonst damit machen?
Die Leute machen es halt auch mit Autos oder kaufen sich eine Vynil-Erstpressung der Stones oder Beatles und stellen sie New Old Stock in die Vitrine, ohne sie je einem Plattenspieler zu nahe kommen zu lassen.
Dass sie den Voisin bevorzugen ist nachdenkenswert, denn der Schönste auf dieser Seite ist er sicher nicht. Sieht aus wie ein zu großer 2CV mit Bentley-Grill. Faszinierend ist er schon, damals hieß das ja noch Stromlinienauto.
PS: Diese beiden Stangen da vorn, Thema Fußgängerschutz, da kann man die komplett drunter klemmen, die Fußgänger.
vor einer Ewigkeit fuhr ich mit dem historisch viel wertvolleren Brüderchen dieses Pebble-Beach-Winners einmal eine «Rallye» in der der Normandie/Bretagne, von einem Fresstempel zum nächsten. vielleicht mit 70, maximal, der Besitzer war noch älter als das Fahrzeug, dafür adliger. die Fussgänger hätten sich verneigt, von diesem Wagen überfahren zu werden…
jetzt muss ich aber einschreiten: Der Voisin ist mit grossem Abstand das grossartigste Fahrzeug in dieser Reihe (ok, ich nehm die Alfa jetzt mal raus…). Technisch kann man streiten, aber optisch, ui. Dieser Bruch mit der Eleganz, form follows function (als noch niemand davon sprach, zumindest nicht beim Automobil), also sehr bauhäusisch inspiriert, neue Materialien, Leichtbau – pure Crazyness. und das dann kombiniert mit einem herrlichen Art-Déco-Innenleben, wahre Dekadenz innen, für das Private, aussen die Zurückhaltung. es wäre der modernen Auto-Industrie solches zu wünschen.
Ich sag ja, faszinierend ist er absolut.
Der Lancia Astura ebenso, der könnte glatt 20 Jahre jünger sein als er ist, technisch habe ich allerdings keine Ahnung.
man sieht in dieser Reihe schon sehr gut, wie schnell sich das damals entwickelt hat. der aktuelle Gewinner, der Duesenberg von 1935, sieht im Vergleich zu den Alfa, dem Lancia, auch dem Autobahn-Kurier von Mercedes (der absolut grossartig ist), schon ziemlich alt aus, langweilig. und der Voisin ist halt Kontrastprogramm…