Zum Inhalt springen

News-Letter September 2020

Die Neuheiten

Irgendwie wollen (und müssen) wir die Neuheiten ja auch verarbeiten. Das ist zum grössten Teil zwar öd (neue Farben!), aber halt schon irgendwie auch von Interesse. Ausserdem kriegen wir so vielleicht selber besser mit, was denn passiert, wer jetzt neue Farben hat oder noch eine Chromspange unter dem auf dem linken Aussenrückspiegel angebrachten Blinker. Es gibt in diesem News-Letter September 2020 jeweils ein paar Zeilen und ein einziges Bild (oder mehr), was frisch ist, kommt oben, alle andern wandern nach unten.

Lachnummer: Ferrari California MM

Einst, da erhielten Freunde des Hauses einen Brief aus Maranello (ich habe noch welche). Dann, zur Uhrzeit X, dort, Präsentation des neuen Modells. Nach Maranello musste man selber anfahren, ein Mittagessen wurde immerhin spendiert, man konnte teilnehmen. Oder dann halt nicht. Heute ist es anders. Mal abgesehen davon, dass «radical» eh schon lange nicht mehr mittun darf (siehe: Presse-Arbeit, Influencer & Co.), war schon Wochen vor dem heutigen Präsentationstermin das ganz grosse Brombeerium angesagt. So geheim und unglaublich wichtig war alles, dass man nicht einmal seiner Ehefrau im Keller zuflüstern durfte, was man am Mittwoch ab 14 Uhr online so macht. Wir dachten: SUV (oder FUV, wie das dann in Maranello heissen wird). Doch es war dann nur eine Modi-Modifikation des schon 2008 vorgestellten California (der 2017 zum Portofino umgetauft worden war). Paar Pferdchen mehr, bisserl Optik, noch mehr Fahrprogramme, das 8- Gang-DSG aus dem Roma, ein höherer Preis.

Maserati MC20

Dazu werden wir ausführlicher, hier.

Lucid Air

Auch dazu werden wir ausführlich, sehr ausführlich sogar: hier.

 

Rolls-Royce Ghost

Wir mögen das, wenn die Kreise rund werden. Der Rover 75 war 1999 auf den Markt gekommen, zu einem Zeitpunkt, als Rover noch zu BMW gehörte (es wurde auch eine ganze Reihe von BMW-Teilen verwendet). Kurz darauf verschacherten die Deutschen Rover wieder (sie behielten nur den Mini), um sich dann Rolls-Royce unter den Nagel zu reissen. Ab 2009 präsentierte Rolls-Ryoce erstmals einen Ghost  (es wurde auch eine ganze Reihe von BMW-Teilen verwendet), jetzt kommt die zweite Generation des Basis-Modells der Marke auf den Markt – und sieht aus wie eine Hommage an den längst in China produzierten Roewe 75 von, eben, damals. So viel Fingerspitzengefühl in Sachen Tradition, das ist doch eine feine Sache.

Ach ja, der neue Ghost verfügt über Allradantrieb, Allradlenkung, einen 6,75-Liter-V12 mit 571 PS und 850 Nm maximalem Drehmoment, elektrisch öffnende und schliessende Türen und Scheinwerfer, die bis zu 600 Meter weit strahlen können.

Skoda Enyaq

Mehr dazu gibt es: hier.

Mercedes S-Klasse

Mehr dazu gibt es: hier.

Opel Mokka

Mehr dazu gibt es: hier

Sonderserien von Abarth

Das muss ein wahrer Freak gewesen sein in der Marketing-Abteilung von FCA, der sich noch an das Sondermodell «Targa Oro» des Autobianchi A112 Abarth aus dem Jahre 1979 (siehe unten) erinnern konnte. Viele davon gab es nicht, heute sieht man die Dinger, auch bekannt als «Gold Ring», kaum mehr. Wie auch immer, Abarth hat aus diesen Erinnerungen die Sonderserie «Scorpioneoro» gebastelt. Genau wie der A112 von damals trägt auch der 595 die schwarze Lackierung, die dekorativen goldenen Karosseriedetails und die in glänzender Goldfarbe lackierten Leichtmetallräder. Unter der Haube arbeitet der bekannte 1,4-Liter-Turbo mit 165 PS; die gleiche Maschine kommt auch bei zweiten Sonder-Modell zum Einsatz, dem Abarth 595 Monster Energy Yamaha.

Mehr Neuheiten gibt es, wo wohl? Genau: Neuheiten.

Ein Kommentar

  1. Matthias Matthias

    Ab-arthige Sondermodelle?

    Herrjeh, was ist denn da passiert? Sind das die Sieger des letzten hausinternen Projektes bei Abarth mit dem Thema „Unsere Praktikanten dürfen kreativ werden“? Der golden-schwarze Version weckt immerhin schöne Erinnerungen an die glorreiche „John-Player-Special“-Ära von Lotus in der Formel 1, aber wo ist bitteschön die Brücke zu Abarth? Der blaue ist nun gänzlich daneben. Nichts gegen Yamaha und seine schönen Töffs , aber den Zusammenhang mit Abarth habe ich schon beim früheren Yamaha-Sondermodell nicht verstanden. Sein Chef sollte dem betreffenden Praktikanten mal erklären, wie Cross-Marketing funktioniert und wie nicht. Und was soll der „Monster“ Aufkleber? Abarth-Fahrer brauchen keine solche Koffeinsuppe zu trinken, damit sie munter werden – denn dafür fahren sie ja ein Auto mit Skorpion! Früher pappten spätpubertäre Jung-Tuner diverse Motorsport-Sticker auf ihre alten Kadetten und Fiestas, um sie für die letzten Monate vor dem Kollaps noch einmal aufzuhübschen. Kommt diese Kleber-Mode nun wieder? Es sieht leider so aus, als wollte man aus der Marke Abarth noch so viel wie möglich herausquetschen, bevor diese nach der Fusion von FCA in der Versenkung verschwindet. Nein, ich bin nicht optimistisch, wenn ich solche Dinge sehe. Und fürchte demnächst eine noch schlimmer aufgemotzte „Last Edition“. Liebe Abarthisti, pflegt eure unverbastelten Ersthand-Erstserien- Modelle mit frei atmenden Euro 5-Motoren und dezenter Optik. Diese Autos werden bald sehr gesucht sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.