Erklärung
Es ist ja eine ganz einfache Regel, insbesondere in Italien: Parkieren viele Lastwagen vor einem Restaurant, dann kann man davon ausgehen, dass das Essen seinen Preis wert ist. Günstig, aber sicher auch gut. Grosse Portionen. Bei Kilometer 131 der SS9 zwischen Bologna und Modena, in Cavazzona bei Castelfranco Emilia, befindet sich genau ein solches Restaurant. Es trägt den phantasievollen Namen «KM 131», öffnet morgens um 4.30 Uhr, serviert dann schon hervorragenden Kaffee – und bis spät in die Nacht ausgezeichnetes Essen. Nicht Michelin-Sternchen oder Schäumchen von vom Aussterben bedrohten Meerestieren, sondern eine saubere, ehrliche Küche. Hausgemachte Pasta, frisches Gemüse, mächtige Fleischstücke von Tieren aus der unmittelbaren Umgebung. Der Teig der Ravioli war hauchdünn und perfekt «al dente», die Füllung aus Kartoffeln und Kalbfleisch interessant, der Preis von 9 Euro für eine doch gewaltige Portion mehr als nur fair; auch die Tortellini, die anscheinend in Castelfranco erfunden wurden, waren ausgezeichnet, eine sanfte Parmesan-Sauce, etwas Trüffel, ein Traum. Man muss sie mehr schätzen, die ganz einfachen Dinge im Leben.

Und warum erzähle ich das hier? «radical» war mal wieder unterwegs, eine ganze Woche in der Emilia Romagna. Nicht zum ersten Mal versuchten wir zu ergründen, weshalb es im «Motor Valley» zwischen Bologna (Ducati, ursprünglich auch Maserati) und Varano de’ Melegari (Dallara), hauptsächlich aber rund um Modena derart viele Hersteller von hochklassigen Transportmitteln und hervorragenden Lebensmitteln gibt. Wir reisten in einem Maserati (siehe oben), wir besuchten unter anderem Pagani und Lamborghini und Stanguellini, fuhren ein paar ganz nette neue und auch ältere Fahrzeuge, degustierten Prosciutto und Parmesan und Aceto Balsamico und Lambrusco, lauschten aber vor allem den Geschichten der Einheimischen, ihren Erklärungen, weshalb diese so wunderbare Gegend diese so extreme Konzentration von höchster Handwerkskunst bieten kann. Davon werden wir dann in der nächsten Print-Ausgabe von «radical» erzählen, die Mitte Juni erscheinen wird – Sie verstehen hoffentlich, dass wir zum Inhalt noch nicht mehr verraten wollen. Aber nein, da wird kein Wort zu lesen sein über einen ebenfalls einigermassen bekannten Hersteller aus Maranello, dessen Arroganz mittlerweile wirklich unerträglich geworden ist.

Dieser Ausflug nach Italien war der Grund, weshalb es in den vergangenen zwei Wochen nicht so viele Stories zu lesen gab auf «radical». Ein paar schöne Geschichten haben wir aber trotzdem, sogar zum oben gerade erwähnten Hersteller aus Maranello, der ja einst wirklich faszinierende Fahrzeuge gebaut hatte. Selbstverständlich haben wir unsere Sammlung der F40 weiter ergänzt, diesmal um #93710 und #87031, seit einigen Wochen gibt es jeweils am Sonntag eine Ergänzung zu den herrlichen 275 GTB.

Und noch eine sehr schöne Geschichte:

Dazu passt dann auch der hier, Le Mans, Ford vs. Ferrari:

Bleiben wir doch gleich in den USA, die klassischen US-Cars können ja nichts dafür, dass die orange Abrissbirne komplett durchdreht. Es sind gleich zwei sehr ausführliche Stories, die wir Ihnen ans Herz legen möchten. Zuerst erzählen wir die ganze Geschichte der Pick-up:

Numbers: Chevrolet El Camino LS6
Und dann kommt auch noch ein Blick weit zurück zu den Anfängen der Kombis aus den USA, mit sehr schönem Bild-Material:

Numbers: Amerikanische Kombinationskraftwagen
Klar, aus aktuellem Anlass hatten wir auch noch auf den «Liberation Day» geschaut. Wobei sich da die Aktualität ja quasi stündlich ändert, noch so ein Wahnsinn. Und die EU dafür wieder in die Vergangenheit zurückfällt. Es sei empfohlen, auch die Kommentare zu lesen:

Da macht doch so ein Abarth Simca 1300 GT Corsa auf jeden Fall mehr Freude. Da gibt es dann auch den entsprechenden Link zur fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den Italienern und Franzosen, noch so eine schöne Geschichte:

Mehr Franzosen? Gern. Denn wir pflegen mit Freud’ auch die Vorkriegs-Fahrzeuge. Das macht bei den Delahaye 135 auch gut was her:

Und wenn wir schon in Frankreich sind, dann sei auch noch auf den Test des Peugeot e-5008 verwiesen. Der kommt aber in unserer nicht überall beliebten Rubrik «radical zero», also bei den reinen Stromern, einfach, damit Sie gewarnt sind.

radical zero: Test Peugeot e-5008
Sie vermissen die Neuheiten? Oh ja, wir auch. Aber es gibt einfach nichts zu berichten. Wir haben aber dafür noch einen Lamborghini Miura, der hat immerhin eine neue Farbe. Was etwas erstaunlich ist.

Lamborghini Miura P400 – #3111
Bleiben Sie uns gewogen – empfehlen Sie «radical» weiter. Danke.


Grüezi Peter Ruch. Leider fehlt ausgerechnet der URL für die Amerikanischen Kombinationskraftwagen, der mir als Kombifahrer besonders lesenswert erschiene. Herzliche Grüsse. Hans
sorry, sollte jetzt funktionieren.
Danke dafür … Gegenfrage ist, warum man in weiten
Gegenden der Welt, so hässliches Zeug isst, und warum
die dort gebauten Autos wie Augenkrebs in den Geschmacksnerven
reiben, bis diese bluten….why..
Ich bin seit meiner Kindheit in der Emilligaaaaaa, und denken Sie mal, was
das auch mit der Renaissance, Mantua, alles, bis rauf zu den Palladio-villen zu
tun hat, dann verstehen Sie, was eine Pasta ist, und die mindestens mit den
Barilla nr 5…
..oder sie würgen Restmüll ala Aldi runter, dann sind das Kabelbinder, zu denen
die Nudeln sagen.. och is dett jut,,es ist jünsdichh und lecker..
2025 eine MÜLLTONNE NACH DER ANDEREN.
Menschen mögen Abfall, wollen belogen werden und haben großteils
keinen Geschmack. das bla bla von wegen im Auge des Betrachters..
und sie liben es, sich selbst zu betrügen, nat zahlt es die Bank…lol
so Grüße und mein GTV freut sich schon auf Italien..
Was wäre die Welt ohne Modena, ohne Zuffenhausen und andern rebellischen
Ecken des Wollens und des Geschmackes.
right. eine amerikanische Restmüllhalde mit chinesischem Abfall. LG.. OLO