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Mercedes 300 TE 6.0 AMG

Kombinationskraftwagen

Eigentlich haben wir es ja nicht so mit den Sternen und noch weniger mit OMG. Doch da gibt es schon ein paar Gerätschaften, mit denen wir uns durchaus anfreunden könnten – selbstverständlich entstanden diese alle, bevor Affalterbach von Stuttgart annektiert wurde. Und dann muss man noch etwas klar sehen: Einige der schärfsten OMG kamen gar nicht aus Deutschland, sondern wurden in den USA gebaut. Denn dort, etwas ausserhalb von Chicago, residierte Richard Buxbaum mit AMG of North America. Und Buxbaum und sein Team bauten noch so manchen Benz um, um den sich OMG in Affalterbach nie kümmerte.

Ende der 70er Jahre hatte OMG zum ersten Mal einen Kombi im Programm, den 500 TE 5.0. Da wurde also ein 5-Liter-V8 in einen E-Klasse-Kombi eingebaut lange bevor Audi den RS2 entwickelte und BMW mit dem M5 Touring eine Legende schuf. Doch der böse Kombi verkaufte sich schlecht, deshalb liess Affalterbach die Finger davon. Buxbaum dagegen fand 1987 einen Kunden, der sich einen E-Klasse-Kombi mit dem famosen M117-V8 wünschte, also 32-Ventiler, 375 PS. Der «Hammer Wagon» ging in 5 Sekunden auf 100 und fast 290 km/h – und war damit genau gleich schnell wie ein Ferrari Testarossa. Konnte aber auch noch sieben Personen transportieren. Was gegen den Vierventiler sprach, waren die immensen Kosten, mit allen nötigen Up-Grades kam der US-AMG-Kombi auf stolze 180’000 Dollar (und war damit immer noch 60k günstiger als besagter Ferrari).

Buxbaum rechnete sich mehr Chancen aus, wenn er den klassischen 6-Liter-V8 von OMG in den Kombi verpflanzte, also nur 16 Ventile, nur 310 PS, aber halt auch nur 100’000 Dollar im Abverkauf. Er liess sich selber so ein Auto bauen, es erhielt den Übernamen «The Mallet» – und er behielt es gleich für sich selber. Man kann es auch anders sehen, vielleicht fand er auch keinen Käufer, denn wie der «Hammer Wagon» blieb auch «The Mallet» ein Einzelstück. Aber ein schon sehr, sehr cooles Teil.

Andere spannende Fahrzeuge haben wir in unseren Archiv (also fast keine Mercedes). Über den «Versuch der Geburt eines Hype» rund um die OMG-Dingers haben wir auch schon geschrieben, hier.

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