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Neuheiten 28/2025

Kommt das gut?

Aston Martin Vantage S

Eigentlich ist es ja tragisch: Ich hab keine Ahnung, ob der Aston Martin Vantage S tatsächlich neu ist. Würde mir Aston Martin Bilder schicken von einem Modell, das schon vor drei, vier Jahren auf den Markt gekommen ist und behaupten, der ist ganz neu: Ich würde es nicht merken. Jetzt schreiben die Engländer also: Vantage S, 15 PS mehr als bisher, das sind dann 680, 3,4 Sekunden für die 0/100. Ausserdem schreiben sie von «umfassenden Detailänderungen an der Aufhängung, der Antriebsstranglagerung und der Steuerungssoftware». Preise gibt es noch keine, vielleicht ist er ja wie alle anderen Aston Martin schon längst ausverkauft. Und vielleicht ist er auch gar nicht neu.

Bentley EXP 15

Selbstverständlich ist es gerade für die englischen Luxushersteller nicht ganz so einfach, sich eine rein elektrische Zukunft vorstellen zu müssen. Bentley hat schon extrem gelitten darunter, den W12 in Pension schicken zu müssen, so ein Achtzylinderchen mit Strom hat halt nicht den gleichen Charme wie ein Zwölfzylinder. Der EXP 15 ist nun der Versuch einer neuen Design-Sprache für die baldigen E-Dingers (die vom Charakter her ja eigentlich ganz gut zu Über-Premium passen, siehe Rolls-Royce Spectre) – und erstaunlicherweise geht man in Crewe einen ähnlichen Weg wie Jaguar. Ob das ähnlich «gut» kommt?

Maserati MCPura

Es ist nicht üblich, bei einem Facelift auch gleich noch die Bezeichnung eines Automobils zu ändern. Maserati tut es trotzdem, aus dem MC20 wird der MCPura, verstehe das, wer wolle. Neu ist eigentlich gar nichts, man hat zusammen mit Dallara ein bisschen an der Aerodynamik gefeilt, es gibt noch mehr Alcantara im Innenraum, auch neue Farben aussen. Beim Antrieb bleibt alles gleich, der famose «Nettuno», 3-Liter-V6, 630 PS, 720 Nm, 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe von Tremec. Beim Abverkauf der noch reichlich vorhandenen MC20 wird diese neue Benamsung nun nicht wirklich helfen.

Pagani Huayra Codalunga Speedster

Sie brauchen gar nicht nachzudenken, die 10 Exemplare des Pagani Huayra Codalunga Speedster sind bereits versprochen, also brauchen die Italiener auch keinen Preis zu kommunizieren. Horacio Pagani sieht den Speedster als eine «Hommage an all jene, die sich ihren Sportwagen als Ikone der Leichtigkeit und des Schwungs vorstellen, geprägt von essentiellen Linien, die die Zeit mit Leichtigkeit überdauern». Was immer er uns damit auch sagen will. Für Vortrieb sorgt der AMG-V12 mit 6 Liter Hubraum, 864 PS und 1100 Nm maximalem Drehmoment. Aber schön ist er halt schon. Mehr, viel mehr Pagani kommt bald auf diesem Kanal.

Renault Boreal

Man muss wohl davon ausgehen, dass wir den Renault Boreal wohl nur selten zu Gesicht bekommen – er ist für die «globalen Märkte» geplant. Was so viel bedeutet wie: Lateinamerika, Afrika, ein paar Länder mehr im Osten. Eigentlich ist das in Brasilien und der Türkei gebaute Fahrzeug so etwas wie ein Dacia Bigster, zumindest von der Grösse mehr (4,56 Meter lang, 1,84 Meter breit, 1,65 Meter hoch, 2,70 Meter Radstand), doch er steht auf einer eigenen Plattform. Als Antrieb dient ein reiner 1,3-Liter-Benziner mit bis zu 163 PS.

Mehr Neuheiten haben wir in unserem Archiv.

7 Kommentare

  1. Rolf Rolf

    Diese neuen Supercars mögen ja viele PS haben, eines jedoch fehlt ihnen: Stil.
    Beim Pagani ist eigentlich nur diese Farbe ganz nett, ansonsten ein aussen zerklüftetes Ding mit langem Heck und kurzer Schnauze. Ich mag es lieber anders herum.
    Innen Steampunk.

    Der Renault sollte mal in Europa kommen, auf so ein Auto zum günstigen Preis warten die Menschen, die keinen Dacia fahren wollen. SUV hin oder her.

  2. Manu Manu

    Das ist nicht nur bei Maserati sondern auch Ferrari so …aus Roma wird Amalft, auch das verstehe wer wolle… einfach nur schade.

  3. Rolf Rolf

    Noch zu diesem Bentley.
    Die Welt ist grob und brutal geworden, solche Autos passen dazu.
    Nun hatte ja Henry Royce schon vor weit über 100 Jahren gesagt, dass der E-Motor ideal wäre für diese Klasse. Die Faszination eines Autos geht zu einem nicht geringen Teil auch vom Motor aus, sogar wenn es aussen nicht ganz so schön ist.
    Anfang des 20. Jahrhunderts war es noch eine Meisterleistung einen extrem schwingungsarmen oder auch einen sehr leistungsfähigen Motor zu bauen.
    Heute ist das auf tausendstel Millimeter genau problemlos möglich. Trotzdem, es ist der Motor, der den Unterschied macht.
    Bei E-Motoren ist einfach der Unterschied nicht offensichtlich gegeben. Ob dieser Antrieb nun in einem Chinesen, einem Smart oder einem Rolls sitzt, spielt dabei keine Rolle, er hat einfach keinen Charakter.

    • Lieber Rolf, ja, Sie haben Recht, die Welt ist in der Tat grob und brutal geworden und ja, die Bentley-Studie paßt wahrscheinlich ganz gut in diese Welt, ähnlich wie die Jaguar-Studie.
      Aber daß elektrisch betriebene Fahrzeuge keinen Charakter haben, das sehe ich anders!
      Exemplarisch zwei Elektrofahrzeuge mit jeweils einem ganz eigenen, sehr ausgeprägtem Charakter, beide hatte ich schon das Vergnügen, fahren zu dürfen und beide haben mich in ihrer Gesamtheit sehr beeindruckt:
      1.
      Honda e, ein höchst eleganter Kleinwagen mit feinstem Design und einem sehr angenehmen Antrieb, als Kurz- und Mittelstreckenfahrzeug ideal, leider für meinen Einsatzzweck etwas zu groß.
      2.
      Rolls Royce Spectre, der flüsternde Riese, die Vollendung der Lautlosigkeit eines Rolls Royce, leider für meine sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse etwas zu abgehoben…

      Und einen Jaguar im Sinne eines wirklich elegant-modernen XJ könnte ich mir mit Elektromotor sehr gut vorstellen, mein Daimler Double Six S. III fährt – ähnlich wie ein Elektroauto – kaum hörbar, er sollte – ähnlich wie ein Elektroauto – nicht deutlich über 140 km/h schnell bewegt werden, sonst sinkt seine Reichweite zügig wie bei einem schnell gefahrenen Tesla und das alle 300 Kilometer notwendige Betanken dauert bei den zwei Tanks kaum weniger lang als das Laden eines Porsche Taycans…
      Insofern wäre ein moderner XJ mit lautlosem Elektroantrieb 1. keine Umgewöhnung und 2. höchst reizvoll!

      • Rolf Rolf

        Lieber Hugo,

        den Honda e gibt es jetzt für 17000 €, die Leasingverträge sind ausgelaufen.
        Nun fährt so ein 12 Zylinder ja sehr leise, vibrationsfrei, aber er nuschelt doch seidig vor sich hin und ist von jedem Hersteller ein wenig anders.
        Ein E-Motor ist und bleibt wohl charakterlos, auch wenn er zu dem einen oder anderen Wagen passt.
        Mir ist klar, dass es die Zukunft ist, aber man muss ja nicht gleich mitmachen. 😉

        Mit meinem 525i Automatik musste ich auch nach etwa 350 km nach einer Tankstelle Ausschau halten, wenn die Autobahn leer war.

  4. julian mysel julian mysel

    Rolf– und was wäre Ihr Stil?

    Zeichenstift und los.. lol

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