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Numbers: Chrysler California Ghia

Vorstellungsvermögen

Viel haben wir schon erzählt von den «idea cars», die Chrysler und Ghia in den 50er Jahren gemeinsam entwickelt (und auch gebaut) hatten, Teil 1, Teil 2, Teil 3. Hier nun wollen wir aber die Geschichte erzählen von Harry Dundore aus Baltimore, Maryland. Wie es dazu kam und um was es genau ging, das wissen wir nun auch nicht, aber Harry war ein Zulieferer von Ghia. Und dort, in Turin, sah er eine Zeichnung eines weiteren «idea cars», der aber nie umgesetzt worden war. Diese Zeichnung nun trug Harry 1960 zu Gordon Vann nach Berkley, Kalifornien – und hiess ihn, das Fahrzeug dem Chassis eines Chrysler 300C umzusetzen. Gordon tat, wie ihm geheissen – und es entstand der einzige Chrysler California Ghia.

Verantwortlich bei Gordon Vann war ein gewisser John Lee. Im Gegensatz zu Ghia arbeitete dieser in Alu statt in Stahl – und setzte die Vorgabe grossartig um. Harry Dundore hatte zwar ein paar Vorgaben gemacht, vier Sitze zum Beispiel, weisses Leder, auch mussten viele Chrysler-Teile verwendet werden, doch es entstand ein Einzelstück, das auch heute noch Aufsehen erregt. Erstaunlicherweise war es sogar relativ günstig, Dundore erhielt eine Rechnung über 11’700 Dollar – ein Cadillac Brougham kostete damals von der Stange 13’000 Dollar. Angetrieben wird das gute Stück selbstverständlich von einem feinen 6,4-Liter-Hemi. Und es wäre zu haben: Mecum, Monterey 2025, ohne Schätzpreis.

Mehr Numbers, also seltene US-Cars, haben wir im Archiv.

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