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Saab 9-4X – Chassis-Nummer 001

Pech gehabt

Manchmal hat man dann einfach kein Glück. Aber wenn dann auch noch Pech dazukommt, dann ist man schon nah an der Geschichte des Saab 9-4X. Es waren in jenem wilden Jahrzehnt, als Saab ganz zu GM gehörte (1989 hatten die Amerikaner 50 Prozent übernommen, 2000 dann auch noch den Rest), so richtig toll lief das allerdings nicht (auch wenn in jenen Jahren gute Saab produziert wurden, 9-3, 9-5). Ende der Nullerjahre war die Liebe dann endgültig erkaltet, 2008 war noch ein Konzept namens 9-4X vorgestellt worden, das 2010 in Los Angeles (Kalifornien war der wichtigste Markt für Saab) sogar noch seine Weltpremiere als Serienfahrzeug erlebte. Basis war wie beim Cadillac SRX die GM-Theta-Premium-Plattform, der Schwede kam mit 3-Liter-V6 (265 PS) oder 2,8-Liter-V6-Turbo (300 PS), Allrad, 6-Gang-Automat. Gebaut wurde er allerdings in Mexiko – Höchststrafe für die kühlen Schweden.

Wobei: Viele wurden es nicht. Die Zahlen schwanken zwischen 803 und vielleicht 1050 Stück, dort im Werk in Ramos Arizpe, wo auch der Cadillac gebaut wurde, nahm man es anscheinend nicht so genau. Ausserdem war schon vor der Präsentation des 9-4X klar, dass Saab an Victor Muller, sein Unternehmen Spyker Cars und damals noch ungenannte chinesische Investoren verkauft werden würde. GM war zwar froh, das schwedische Problem endlich los zu sein, doch die Verbindungen von Muller zu China waren gar nicht nach ihrem Gusto, also wurde der 9-4X fallengelassen wie eine heisse Kartoffel. Dass die ganze Geschichte mit Muller und Saab (und Spyker…) alles andere als kosher war, das wollen wir irgendwann vielleicht noch aufarbeiten, aber hier zeigen wir einfach mal den vielleicht seltensten Saab aller Zeiten:

Ein ganz spezielles Exemplar eines Saab 9-4X kommt nun bei unseren schwedischen Kollegen von Bilweb zur Versteigerung: Chassis-Nummer 001. Das Fahrzeug stand ursprünglich im Museum von Saab, musste nach den endgültigen Bankrott der Schweden aber 2013 versteigert werden. Und kam in gute Hände, ein Liebhaber pflegte das gute Stück nicht nur, sondern schaffte es 2022 sogar durch die harten schwedischen Zulassungsbedingungen. Gefahren wurde der Saab mit dem 3-Liter-V6 nicht, er hat 469 Kilometer auf dem Tacho, ist so neu wie neu – und kann wie erwähnt ersteigert werden. So etwa umgerechnet 40’000 Franken werden mindestens erwartet, aber man muss sich jetzt beeilen, am 30. Oktober ist schon Schluss.

Die Auktion gibt es: hier. Wir bieten übrigens mit um den Citroën CX, also: ganz entspannt da, bitte. Andere spannende Youngtimer haben wir in unserem Archiv.

3 Kommentare

  1. Rolf Rolf

    Oh, da hat er doch über 73.000 Euro gebracht!

    Haben Sie den CX bekommen?

  2. Ob es an meiner Zuneigung zur Marke Saab liegt, weiß ich nicht, aber ich gestehe als bekennender SUV-Hasser:
    Dieses Auto ist durchaus sehr schön, schade, daß die Marke getötet wurde, bevor die damals frisch präsentierten Modelle eine Chance am Markt bekamen.

  3. Philip Zimmermann Philip Zimmermann

    Hallo Peter. Je me souviens quand j’allais en internat (1968 ?) de passer à l’entrée d’Yverdon depuis Neuchâtel devant un garage près d’un passage à niveau qu’il y avait une Ford GT40 Graber en vitrine. Elle était grise avec des jantes à rayon. Il y avait aussi des baguettes chromées sur les ouvertures du capot avant et un intérieur plus luxueux. Je ne sais pas ce qui arrivé à cette voiture ni si la carrosserie Graber (canton BE) a encore des photos ou informations ! Cela pourrait faire une belle histoire. Amicalement

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