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radical zero: Fahrbericht Opel Mokka GSE

Kugelblitz

Es ist grad etwas unruhig bei Stellantis. Es gibt nach dem Tavares-Eklat zwar mit Antonio Filosa einen neuen CEO, der ist zwar Italiener, doch der sitzt in den USA, weit weg von den ganz grossen Problemen. Die grosse Klappe im Konzern führt Chairman John Elkann, dies Gnade seiner Geburt und nicht irgendwelcher Erfolge als Lenker oder gar Denker. Als er kürzlich das Bedürfnis verspürte, die Herren Leclerc und Hamilton öffentlich für ihre Leistungen zu rügen, da konnte er einem nur leid tun: Leclerc mag zwar ein Schönwetterfahrer sein und Sir Lewis noch die grössere Zicke, doch der Beginn der Misere bei der Scuderia lässt sich auf den Tag genau datieren, nämlich jenen, als Elkann das Zepter übernahm. Der Stellantis-Walfisch stinkt vom Kopf her – und wehe, er strandet, berstende Borstenwale verursachen anscheinend einen üblen Anblick und noch wüstere Gerüche. Noch ist es allerdings nicht so weit, gespannt darf man warten auf den ganz grossen Plan, den Filosa dann wohl im Frühling nächsten Jahres präsentieren wird/muss. Aber vielleicht ist die US-Sparte bis dahin schon abgetrennt, sie will ja den trump’schen, den fossilen Weg gehen; der geht sich für Europa allerdings nicht mehr aus, die V8-Hemi haben sich hier auch nie besonders gut verkauft. Und falls es so kommt, dann könnte man sich auch ein Restgebilde unter dem Namen Leapantis vorstellen; bei Opel zeichnet sich schon ab, dass es bald schon erste Modelle als re-Badge von Leapmotor geben wird. Übrigens: Aus gesicherter Quelle ist zu vernehmen, dass die Stellantis-Krankenakte Maserati BYD angeboten wurde. Die Chinesen haben lächelnd abgelehnt.

Und was hat das jetzt mit dem Opel Mokka GSE zu tun? Nichts – und viel. Dieses neue Modell ist ein typischer Vertreter des aktuellen Stellantis-Problems: Eigentlich ist der GSE ja ein ganz cooles Gerät, in Rüsselsheim hat man sich ganz viel Mühe gegeben, aus dem Mokka ein rein elektrisches Spassmobil zu machen (dazu kommen wir dann weiter unten noch). Doch es steht halt auf einer unterdessen sehr betagten Plattform, zu kleine Batterie, zu geringe Reichweite, zu langsames Laden. Das ist heute schwer zu erklären und in der Folge noch schwerer zu verkaufen. Und irgendwie unterliegt der Mokka GSE auch einem Überlegungsfehler: Das kompakte SUV (Mokka A, ab 2012) hatte sich einst verkauft wie warme Semmeln – an eine Kundschaft, die deutlich über 60 Jahre alt war. Der Mokka B (ab 2021) lief nie ganz so gut, doch die Kundschaft war immer noch die gleiche. Der GSE nun zielt auf eine deutlich jüngere Klientel, doch woher soll die so plötzlich kommen? Müsste man der Marke Opel aktuell 25 Attribute zuordnen, jugendlicher Leichtsinn oder gar Sexiness würden nicht dazugehören. Andererseits: Wenn man nichts tut, passiert auch nichts.

Getan hat sich wirklich viel. Wie gefühlt 63 andere Modelle des Stellantis-Konzern steht der Mokka auf der CMP-Plattform, ist dort die schärfste Version mit 281 PS, ähnlich wie der Alfa Romeo Junior und der Abarth 600e. Doch Opel hat dem 4,15 Meter langen und 1,51 Meter hohen SUV ein Torsen-Lamellen-Sperrdiffential spendiert, es gibt neue Hydro-Stossdämpfer, alle Lagerungen wurden mit härteren Gummis versehen, die Spur sanft verbreitert, die ganze Geschichte 10 Millimeter tiefergelegt, 20-Zöller aufgezogen. Dazu wird die Lenkung direkter übersetzt, es gibt Vierkolbenbremsen mit grösseren Scheiben und gelb lackierten Bremssätteln vorn. E-Motor, Invertrer und Kabelbaum stammen aus dem gleichzeitig entwickelten Mokka GSE Rally, mit dem Opel im Rennsport antreten wird. Ganz schön viel technischer Aufwand – und der hat sich auch tatsächlich gelohnt, der Rüsselsheimer bietet wirklich sehr viel Fahrspass, ist schön agil, gleichzeitig hält er ewig die Spur, zum Übersteuern muss man ihn fast zwingen, das geht dann eher in Richtung Fahrfehler. Ja, das ist alles etwas gar hart, die riesigen Reifen generieren massive Abrollgeräusche, aber es soll ja sportlich sein, ist es auch, da nimmt das in Kauf. In 5,9 Sekunden auf 100, übrigens, gegen oben ist erst bei 200 km/h Schluss.

Auch innen wurde intensiv gearbeitet. Die gut akzentuierten Sitze (das können sie bei Opel, weiterhin) tragen Logos und gelbe Nähte, das Lenkrad wurde unten abgeflacht, es gibt für die Füsse hübsche Alu-Pedale, auf dem 10-Zoll-Touchscreen lassen sich auch Performance-Daten ablesen, etwa: Rundenzeiten. Natürlich ist das Spielerei, bringt einem im Alltag auch nicht weiter, zeigt aber halt auf, wie sehr Opel ins Detail ging, sich wirklich ganz, ganz viel Mühe gegeben hat beim GSE. Was im Alltag leider auch nichts bringt: Diese Mokka-Variante verfügt weder über Stütz- noch Anhängelast. Aber sonst: wirklich sehr gelungen. Spannend auch: In Deutschland kostet der Mokka GSE ab 47’300 Euro – und in der Schweiz ab 42’990 Franken. Zum Vergleich noch: Den Abarth 600e gibt es ab 43’400 Franken, der vergleichbare, rein elektrische  Alfa Romeo Junior kostet dann schon 45’990 Franken.

Aber eben: Der Mokka GSE sieht sehr ansprechend aus, er ist schön gemacht, er fährt sich bestens, er ist preislich auch ganz vernünftig positioniert (zumindest in der Schweiz). Aber er hat halt dann nur diese 54-kWh-Batterie. Wir bewegten ihn im Hinterland von Madrid über schöne Gassen so, wie er es auch zulässt, hatten am Start 100 Prozent SOC, hatten nach 120 Kilometern im Ziel noch 12 Prozent im Akku. Das ist dann halt schon eine Spassbremse. Und beim Laden wird es auch nicht fröhlicher: 100 kW maximal, man steht dann etwa so lang an der Ladesäule, wie man vorher gefahren ist. Und das ist dann halt kein gutes Argument. Logisch geht das mit weniger, WLTP gibt Opel mit 18,5 kWh/100 km an, die offizielle Reichweite liegt bei 336 Kilometern.

Mehr Strom? zero. Alles andere: Archiv.

9 Kommentare

  1. Lieber Herr Ruch,
    Ihr Kommentar zu Herrn Elkann hat mir sehr gut gefallen!

    Dieser hübscher Opel ist ein gutes Beispiel für den Schäden, den die abgedunkelten Scheiben an einer sonst gelungenen Karosserieform anrichten kann.
    Wissen Sie wie diese Modeerscheinung vielleicht entstanden ist?
    Viel Erfolgt mit radicalmag wünsche ich Ihnen und ich möchte hier Ihnen für Ihre Auszeichnung gratulieren.
    Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
    Daniel Kohler

    • ENDLICH!
      Es scheint tatsächlich noch mehr Menschen zu geben, die diese Mode der abgedunkelten hinteren Seitenscheiben und Rückfenster nicht nachvollziehen können!

      Diese grausame Erscheinung zerstört jede homogene Seitenlinie, völlig absurd wird es bei Cabriolets, Sportwagen und auch Kleinwagen, in denen eh‘ nur beinamputierte Menschen auf der Rückbank sitzen können.
      Bei einer mafiaesken Limousine – möglichst mit Trennscheibe – in der der Mafiaboß nicht gesehen werden möchte, wenn er mit der Mafiabraut den Austausch von Körperflüssigkeiten praktiziert, da kann ich mir den Sinn ja noch einigermaßen zusammenreimen, aber bei einem spießigen Familien-SUV, da fehlt mir jegliches Verständnis!
      Ganz besonders schrecklich sind diese Fenster in Verbindung mit zwei anderen, furchtbaren Modeerscheinungen: Den schwarzen Felgen und der Mattlackierung!

      • Hömal Hömal

        Die dunklen Scheiben haben einen ziemlichb prolligen Hintegrund, sie kommen aus der Tunerszene aus den 1980ern/90ern. Seit die Modellpflege speziell bei deutschen Herstellern seit Jahren vor allem darin besteht, den Wagen noch „böser“ aussehen zu lassen, sind dunkle Seitenscheiben scheinbar unverzichtbar geworden.

        • Frank Frank

          Ich fahre einen Toyota, der hat das hinten auch, alles dunkel. Zuerst wollte ich das nicht haben, aber was willste machen, der Gebrauchtmarkt ist eben kein Ponyhof. Inzwischen überwiegen für mich die Vorteile: Es bleibt (etwas) kühler im Auto, von außen sieht man nicht, was auf dem Rücksitz liegt und ich habe den unbestimmten Eindruck, dass Drängler auf der Autobahn nicht so penetrant drängeln, wenn sie nicht sehen können, wen sie gerade nötigen. Sehr gut gefällt mir beim Toyota, dass man durch die Scheiben dennoch von innen einwandfrei durchsehen kann. Von außen wirken sie wie 90% getönt, von innen wie 20% getönt. Aufpreis würde ich dafür wohl nicht zahlen, aber wenn’s schon mal dabei ist…

  2. Max Max

    Ich sehe große Rabatte Voraus!

  3. Rolf Rolf

    Es gibt 20.001 Gründe, diesen Wagen nicht zu kaufen.
    Ein Grund ist die mangelhafte Technik und 20.000 weitere Gründe sind je 1 € wert.

    Preis 47.300 €.
    BMW 318i Touring 47.900 €.
    Mercedes C180 T-Modell 49.700 €.
    Mazda6e Takumi Long Range 46.500 €, Takumi Plus 48.500 €.

  4. eric eric

    apropos scuderia,
    jedem F1-fahrer der mit einem hund im fahrerlager auftaucht,
    sollte generell die lizenz entzogen werden.

  5. Kermit Bruehn Kermit Bruehn

    ZUerst gilt einmal die Unschuldsvermutung!
    Dann leben wir noch immer in einer Demokratie..
    Gehirn wird nicht an jedem verteilt, und wenn jemand einen Hund hat
    oder in der Markeitng-show, die zur Formel 1 gehört mit nimmt, ist das
    sein Problem.
    Da eric nur den 5kw Mopde-auto-schein hat, halt wieder einer der nur sudert.
    ( beileid..LOL)
    Ferrari ist an sich von Fiat_ der dazugehörigen Mafia, oder wir sagen immer
    Vatikan zu Maranello, getrennt.
    Das natürlich ein von Gottes Gnaden Elkan, deusche Übersetzung..
    “ die Kanne die leer ist und nix kann aber mit Gold im Arsch geboren wurde“
    ist schon zu Viscontis Zeiten so, denkens nur an das Alfa Romeo Logo, aber da gingen wir nun zu tief.

    Der Stelantis Konzern den es gerade zerbröselt, stosst hofentl. noch ALFA ROMEO
    und MASERATI ab, das wäre schön und passiert ja gerade, und wie man sieht, wenn Sie nach Frankreich gucken, macht Renault mit dem R-5 alles richtig ( sie beginnen ihrer ganze ander grausame Autoflotte zu verschrotten-die will eh keiner, gilt so ja auch für 99 % aller Hersteller, ausser man ist blind, pervers oder irgendwie sonderbar, dann kauft man diesen Augenkrebs, wenn geht SUV und 2500 Kilo..)
    Und Peugeot, die mit dem 208 ja ein gutes Modell haben, den 508 er, versemmeln
    sich. Und ander auch.
    Natürllich diese sonderbaren EU-auflagen.
    [( 30% der Menschen sind hirnamputiert, gucks du nach BRD, AFD- fans..egal)
    ( reziprokes Stokholmsyndrom ? pjutin hat mich gefickt ich mag das..?))]
    Und diese leiben Dreingaben, die ja die Unbedarften locken sollen, also jede die
    dan vor mir auf der Strasse dahinkrabbeln, die brauchen die digitale Krankenschwester und sind ganz hip das sie und ihrer Daten mit den Konzernen teilen dürfen, weil sie ja darauf waren, doch noch von einem Kanibalen geschlachtet und gefressen zu werden.
    Das sind die zweiten 30%. Das ander Ende.
    Urban I-phone Halbtoten.
    Die sind auch tot. Da sind die nicht mehr.
    Und die geilt es auf das ihr ganzes Leben protokoliert wird.
    Die zahlen dafür sogar noch. gut.
    Stellen sie sich SKLAVEN im IMPERIUM ROMANUM vor die ZAHLEN damit SIE
    UNTERWORFEN sind.. ( bei uns ist das seit Robin Hood die Steuer, seit 10 Jahren
    10000 te sinnlose Auflgane und Gesetze made by EU, die EU ist net schlecht, nur diese 600.000 intransparenten Politiker dort nicht mehr.. ( in den USA hast dafür
    derzeit die MAFIA und den orangen Halbgott–der wh 1987 in mccpa vom kgb verkabelt wurde– oder warum is der so irre? )– und wenn man dieses Gemenge
    gemixt mit Chinesischen Müllautos, die schon am Prospekt zerfallen und echt
    end hässlich sind, aber 1000 und 1 Hersteller überrollt den Markt ( das hatten wir
    schon 2018– Apple hat seinen Nokia Moment = Huawai.. egal– das Chin is ein Klump, der Amerikaner detto..)
    Hilft uns das gar nix.

    Es ordnet sich alles neu.
    Der MOka ist schöner, der MK2 als dier erste.
    Der erste Mokka war ein WANZE, eine dicke kleine hässliche WANZE.
    Rentnerwanze.
    Der da ist fast schöner wiefast alle SUV.
    TRozdem.. never.

    Und wasa soll dieses sinnlose schwarze Gescheibe und damit wird die
    Linie kaput gemacht?

    Das sit fast wie beim ALFA JUNIOR:
    Der beginnt gut und eckig, und dann klebens ein rundes Heck dran.
    Und schon war der versaut.
    Und um 20 cm zu hoch.
    Dopplete SUV Radkästen übereinander = KARRIKATUR!!

    mir wird diese Irrung nie gefallen.

    In der Nächsten Folge die hirnlosen neuen eckigen Lenkräder von Peugeot.
    Frage : BEKKOME ICH ANATOMISCH VERÄNDERTE HÄNDE DAZU?

    Ich frag nur..

    noch cooler ein atonume Kiste ohne nix.

    Die Innenvideos der Leute kurz bevor die Karre in den Abgrund fällt..

    Diese Angst.. schu schön oder?

    Lied : “ WANN WERDEN WIEDER RICHTIGE AUTOS GEBAUT, AUTOS DIE WIR
    IN UNSERER ZUKUNFT SCHON HATTEN, WEIL DAS IST JETZT KUTSCHENBAU.
    IM JAHRE DES HERREN 1725..“

    dort sind wir.. nicht 2025.. dort. im NOWEHRE.

    und dort ist der dUMME der HIRNTOTE der Arschgefickte Pjutinvertsther König.
    bis die 2000 kg Bombe einschlägt..

    WANN beigen wir wieder auf die schöne und schon bessere Strasse zurück ab..
    #
    nicht korrígiert damit die Ki die mitliest abstürztt und weil ich so in rage bin über den
    Restmül, den man uns täglich verkaufen will..

    🙂

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