Lebenskünstler
Wahrscheinlich wird es sich in diesem Jahr entscheiden, ob sich die E-Mobilität durchsetzen kann, obenraus haben BMW und Volvo schon mal den grossen Aufschlag gemacht, Reichweite, Schnellladen, Thema erledigt; auch aus China kommt immer mehr. Eigentlich muss es sich in diesem Jahr entscheiden, denn heuer kommen zudem endlich auch die bezahlbaren E-Autos, die Kleinen, die man sich auch leisten kann, wenn das Portemonnaie nicht ganz so prall gefüllt ist. Bei VW wird es der ID.Polo sein, wohl unter 25’000 Franken, Kia hat was im gleichen Rahmen, Hyundai bringt was, Dacia darf auch – und bei Renault steht ab Ende April der rein elektrische Twingo bei den Händlern. Ab 18’900 Franken, mit «all in», 18-Zöllern etc., kommt er auf knapp 23’000 Franken – der Preis kann nun auch nicht mehr das Argument sein, das gegen ein E-Auto spricht. Es gibt aber noch eines für den elektrischen Twingo: Sein CO2-Fussabdruck ist um 60 Prozent geringer als jener seines Vorgängers. Nach 35’000 Kilometern ist die Gesamtenergiebilanz des Stromers besser als jene des Benziners.



Nun könnte man bei dieser vierte Generation des Twingo (zwei davon wollen wir gleich wieder vergessen) natürlich stänkern, dass eine 27,5-kWh-Batterie einfach zu klein ist, dass 262 Kilometer Reichweite nach WLTP, also wohl echte 150 Kilometer im richtigen Leben, einfach zu wenig sind. Könnte man, muss man aber nicht. Sondern sich vielleicht einmal fragen, wie es denn um das eigene Fahr-Profil steht, für was braucht man sein Auto, wann, wie oft. Klar, wenn man jetzt Aussendienstler ist, mit einem schweren Anhänger jeden Tag 1000 Kilometer runterreisst, dann passt der neue Renault Twingo definitiv nicht. Aber so im stadtnahen Umfeld als Zweitwägelchen, Einkaufen, Kids rumchauffieren, da passt das schon; für die meisten Menschen geht sich wohl auch der Arbeitsweg aus. Über Wechselstrom (AC) kann mit 22 kW geladen werden, am Schnelllader sind es dann maximal 50 kW. Weit entfernt von Bestleistungen, aber halt sinnvoll.



Das fährt sich gut. Nein, übermotorisiert ist der neue, 1,2 Tonnen schwere Twingo mit seinen 82 PS sicher nicht. Aber es ist halt Strom, da ist die Kraft unmittelbar verfügbar, 175 Nm, da gehen Überholmanöver problemlos vonstatten; die 130 km/h Höchstgeschwindigkeit erreicht man nur mit längerem Anlauf, aber das ist schon ok, in den meisten Ländern der Welt darf man ja eh nicht schneller. Am Rotlicht geht der kleine Franzose ab wie das sprichwörtliche Zäpfchen, er ist wendig, er ist agil, er ist übersichtlich – der G-Klasse-Fahrerin tränen städtisch die Augen, nicht nur beim Parkieren, unter 10 Meter Wendekreis ist da halt auch eine Ansage. Und dann kommt da halt noch die alte Weisheit: Es macht einfach deutlich mehr Fahrspass, ein nicht übermotorisiertes Automobil an seinem Limit zu bewegen als im Hypercar mit vielleicht 10 Prozent seines Potenzials durch die Gegend zu schleichen. Aber nochmals: Wir verorten den Twingo definitiv im städtischen Umkreis. Und nein, wir stellen uns hier nicht die Frage, wieso man denn in der Stadt ein Auto haben möchte.



Es ist ganz klar, dass Renault allerlei Abstriche gemacht hat, um auf den Kampfpreis für den Twingo kommen zu können (dies übrigens mit chinesischer Hilfe; gebaut wird er aber im slowenischen Nova Mesto). Da ist die kleine Batterie, da ist auch die etwas rumplige Hinterachse (vom Captur) – und da ist halt ganz viel Plastik im Innenraum. Das ist man sich allerdings gewohnt in diesem Segment, das war beim Twingo schon immer so (und in der ersten Generation so richtig grauslig). Und es ist doch ganz nett gemacht, auch wenn dem Betrachter vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz klar wird, was das in Wagenfarbe lackierte Teil vor dem Beifahrer bringen soll. Anständiger Bildschirm in der Mitte, noch so ein digitales Teil hinter dem oben und unten abgeflachten Lenkrad, beides bestens ablesbar, wie immer bei Renault spielend einfach zu bedienen. Es gibt physische Schalter für die Lüftung/Heizung, auch sonst noch ein paar Tasten, da freuen sich die Haptiker sicher. Der Gesamteindruck ist gut, auch in Sachen Verarbeitung.





Und dann gibt es halt noch ein paar coole Dinge, etwa die um 17 Zentimeter verschiebbaren Rücksitze; das hatte schon der erste Twingo, da war es aber noch eine Bank. Das Kofferraumvolumen beträgt folglich zwischen 260 und 360 Liter, es lässt sich der Beifahrersitz abklappen, dann passen auch 2 Meter lange Gegenstände in den 3,79 Meter kurzen Franzosen. Von Dacia hat sich der Twingo ein paar fröhliche Gimmicks ausgelehnt, das passt auch; das Faltdach von einst kriegt er aber vorerst nicht. Und selbstverständlich sieht er gut aus, nicht nur, weil er der ersten Generation des Twingo (ab 1992) so stark gleicht, sondern auch, weil er einfach cool ist. Mit starken Farben angeboten wird. Richtige Grösse, passender Antrieb, sehr faires Geld – es fällt sehr schwer, etwas zu finden, was bei diesem Auto nicht passt.





Guten Tag!
Renault macht alles richtig.
Sie agiren proaktiv in Richtung der Kunden.
Echte Menschen im echten Leben die echtes normales Geld bezahlen.
Der R5 ist beinahe ständig ausverkauft.
Der Clio deckt nach unten in Benzin ab.
Der Twingo ist Stadtfahrzeug.
Und die restliche Palette wird ausgedünnt, entkrampft und straff modernisiert.
Man wundert sich dann , warum das Stelantis-monster ( die Konkurenz) lieblos und
planlos einen Peugot 208, 508, den Fiat 500, den Fiat Panda…
den Alfa Romeo Giulia ( den JUnior, wenn überarbeitet, may be)
Maserati als ganzes mit Wucht an die Wand fahren.
Die stilosen und grotten hässlichen Chinesen können da nix dafür.
Diesen wertlosen Abfall kaufen eh nur Deppen.
Die vorher dumm genug warrn um auf British Leyland North America
( Täsle) rein gefallen sind.
Es gibt halt genug Trotteln.
Renault macht es richtig und real.
Davon könnte der ( wann is er weg, dieser unfähige ANker der nicht nur Porsche
sondern halb Deuschland in den Orcus zeiht??) Volkswogen KOnzern was lernen.
( Gut. Wasserkopf mit 10000 Manger, da muss man 50.000 Mitarbeiter killen..lol)
Mercedes, das einen DESIGNER benötigt ( der Deutsche, der Maserati zeichnet zb..
oder ein junger Bertone.. es ginge was) Bei BMW kratzen sie gerade die Kurve, wobei ausser dem i3 is da nix was ich haben wollte. SUV sind und bleiben hässlich und peinlich, proletös.. Für Dubai-influenza-proleten.
Opel, im Stelantis hat mit dem Mocca 2 den einzigen KOmpakt-suv-oder crossover
der gelungen ist, leider dort wieder Grössenwahn.
Die Volkswoogenderivate Audi bis Skoda = 80 % wegwerfen, ausdünnen.
leicht und 100 kw und ab 23.900,-
ende.
Momentan regelt sich des eh von selber.
Nach diesem Strasse von Hormuz und so, wird alles wieder schön brav und real dort
anfagen wo man schon mal war so um 2010.
ab 70 Ps 13.000 Euro. Hält 20 Jahre und egal.
mein Geld bekommen solche 0 8 15 Tages-kübeln nicht.
Heist nicht das ein Jensen Interceptor oder ein alter Maserati nicht 150.000 kosten darf.
UND OHNE DIESE SCHEISS LAHMARSCHIGE DIGITALE FERNLENKELEKRONIK.
( ist es ein Auto oder die INTENSIVSTATION auf der NEUROLOGIE?
sind die USER HIRNTOT? oder einfach nur sau dumm?)
🙂
Nun schrieb ich es schon mal in den News, wo ich den Twingo vermisste:
Nein, die Reichweite reicht in diesem Falle nicht, nein.
Nur für die Stadt ist auch ein Witz.
Meine Frau (die den Twingo damals und heute nicht mochte/mag) fährt täglich rund 100 km. Da müsste man täglich laden. Und mal eben auch nur 100 km in eine Richtung und dann wieder zurück würde schon Nachladen bedeuten. Nein, so nicht.
Es müssen keine 1000 km sein, aber unter 400 ist zu wenig.
Nächste Woche muss ich ausnahmsweise 305 km (laut Maps) fahren und wieder zurück. Müsste ich dafür jetzt auch noch planen, das würde mich wirklich nerven.
Das mit den wagenfarbigen Teilen innen, soll das nackte Blech imitieren, das früher in den Autos zu sehen war. Finde ich einen ganz netten Gimmick.
PS: Die verschiebbare Rückbank habe ich auch in einem Auto, das ist nur Marketing.
Braucht man nicht, ist sinnlos. Erstens kann man bei vorgeschobener Bank hinten nicht mehr sitzen und dann entsteht auch noch ein tiefer Spalt im Laderaum.
Also einfach umklappen und fertig. Dass dies bei einem neu konstruierten Auto nicht stufenlos geht, ist nicht so schön.
Da bin ich komplett anderer Meinung. Ich schätze die seit Jahren, um den eh schon guten Kofferraum noch leicht zu „tunen“. Damit ist auch ein kleines Auto flexibel verwendbar.
Echte 400 Kilometer machen nur ganz wenige Stromer. Und die kosten dann meist in einem Preisbereich, der für einen Zweitwagen vielleicht etwas hoch ist. Ja, die Reichweite beim Twingo ist wahrlich nicht überragend, aber es gibt reichlich Menschen, für die das vollkommen ausreicht (vor allem, wenn sie daheim laden können. oder beim Einkaufen).
Gar nicht auszudenken, würde es Renault wie Citroën beim C3 machen und ihn mit Benziner anbieten. Tce 90 ab 16.900 €. Die könnten gar nicht so viel produzieren, wie bestellt würden.
Übrigens diese Felgen da oben auf den Fotos, die sehen eckig aus, als würde es beim Fahren ruckeln. Hat der hübsche Kerl gar nicht nötig.
Alle anderen erhältlichen, auch die mit den Radkappen, sehen besser aus.
Bei den ganzen hässlichen SUVs lenken diese overstylten Felgen wenigstens vom eigentlichen Auto ab ……
Tägliches Laden wär jetzt gar nicht so das Problem wenn man einen Stellplatz hat, oder der Arbeitgeber einen bereitstellt.
Aber ist wirklich ein wenig unter dimensioniert für einen Plugin wär’s okay
Ich habe ein Einfamilienhaus, aber es würde trotzdem nerven. Ich will auch nicht jeden Tag tanken …..
Mir ist gerade etwas durch den Kopf gegangen.
Es gibt ja auch einen neuen Clio, der als Tce 115 bei 19.900 € beginnt.
Was würden die Kunden wohl dazu sagen, wenn dieser einen 10 Liter Tank hätte?
Reichweite je nach Fahrweise 150 bis 200 km, unter Laborbedingungen 262 km.
Tanken bis 100 % dauert eine Minute. Würde das jemand akzeptieren?
das ist doch einfach der falsche Ansatz, sorry. Wenn ich 2x wöchentlich zum Einkaufen fahre, mein Auto eh im Parkhaus des Grossverteilers abstelle (weil: gratis), sowieso so etwa 30 bis 45 Minuten unterwegs bin (der Metzger ist ein paar Schritte entfernt), ich dort zum Vorzugs-Kunden-Preis laden kann – warum sollte ich das dann nicht tun wollen? weil ich eine faule Sau bin, mir der Planet eh am Arsch vorbei geht, nach mir sowieso die Sintflut kommen soll? man darf schon ein bisserl weiterdenken, aus der comfort zone hinaus…
Das stimmt, aber jeden Schei.. muss man sich auch nicht verkaufen lassen.
Diese Reichweite ist nun mal identisch mit einem 10 Liter Tank und das ist frech oder auf gut Deutsch Verarsche.
Nachhaltigkeit geht auch, wenn man ein Auto sehr lange behält und möglichst wenig fährt.
gerne gebe ich mir Mühe, die Einzelschicksale zu verstehen. ja, da ist noch so manche/r, für die/den das nicht passt. seit corona komme ich auf etwa 75k kilometer im jahr. also etwa 200 km pro tag, weitweit ueber dem durchschnitt. davon bestreite ich persoenlich unterdessen etwa 80 prozent rein elektrisch. ohja, dann und wann fluche ich, trete in die reifen, bin nah der verzweiflung. aber das liegt, to be honest, eigentlich nur an meiner miserablen planung. auch bin ich mit einem e-auto noch nie mit technischen problemen liegengeblieben; ja, das kenn ich auch anders (nein, es war bis auf einen reifenschaden nie einer meiner vielen alfa romeo). es ist alles eine frage des fahrer-profils – und des so ein bisschen mitdenkenwollens. fuer mich persoenlich passt der Twingo auch nicht; fuer meine family aber ist er perfekt (ja, sie kann daheim laden).
Nur echt in Apfelgrün. ????
Ähm, heute schon Nachrichten geschaut ?
Vielleicht überdenken Sie die harschen Worte nochmal.
Diesen Planeten rettet garantiert kein E Auto .
Was soll dieses ewige „den Planeten retten“?
Wollen sie ad infinitum von den Launen diverser Scheichs, Ayatollahs, Trumps oder Putins abhängig sein?
Sind Verbrenner die Zukunft? Nein.
Haben Verbrenner eine Zukunft? In der Nische wohl noch viele Jahre. Aber sonst? In 5-10 Jahren wird sich nur noch eine Minderheit diese komplexe, teure, laute, unkomfortable und wartungsintensive Technik antun wollen. In Norwegen sind schon jetzt 95% aller Neuzulassungen BEVs.
Das Planeten retten war eine Antwort auf „der Planet geht mir am Arsch vorbei“.
Der rettet sich eh selbst, sobald die Menschheit ihn verlassen hat.
E Autos können die Zukunft sein, richtig. In erster Linie sind sie ein Geschäft (sonst würde der Mann aus Amerika sich einen Dreck um sie scheren).
Wahrscheinlich ist das E Auto der Nachfolger des Verbrenners, alles ok.
Ich halte ihn nur noch nicht für ganz fertig und für zu teuer, wie er jetzt ist.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
was genau war an meinen Worten – harsch? (ich bitte wahrlich um Erklärung, man sagt mir das oft). ohja, ich schau leider definitiv zu viel (was meine bubble als mitteilenswert empfindet)
„weil ich eine faule Sau bin, mir der Planet eh am Arsch vorbei geht, nach mir sowieso die Sintflut kommen soll? man darf schon ein bisserl weiterdenken, aus der comfort zone hinaus…“
„gerne gebe ich mir Mühe, die Einzelschicksale zu verstehen.“
Das ist schon harsch, sogar etwas abfällig.
stimmt, sorry.
Ich sage nur: Jedem das seine! Habe soeben in einer ähnlichen Preislage (etwa 20% plus) einen der letzten Jaguar XJ mit sehr wenig Kilometer gekauft. Gleitet als 700Nm Diesel göttlich dahin. Da braucht man nix neues, auch wenn der Twingo ganz herzig daherkommt.
1.
Ich finde den Twingo sehr sympathisch, wie auch den ersten Twingo, ich finde auch den elektrischen R4 und den elektrischen R5 reizvolle Autos, für mich sind sie etwas groß, als Smart-Fahrer der ersten und zweiten Generation ist man verwöhnt und liebt „Baumscheibenparkplätze“, ich habe das Privileg, immer in unmittelbarer Nähe meines Zielorts zu parken.
Meinen Fiat 500, der den 24 Jahre alten Brabus-Smart ersetzen sollte, benutze ich sehr wenig, er ist einfach zu groß und mir aufgrund seines Neuwagen-Zustands auch ein bißchen zu schade für den ruppigen Berliner Stadtverkehr.
2.
Eine realistische Reichweite von 150 bis 170 Kilometern ist ein bißchen knapp, aber ganz ok, jedenfalls wenn man zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann.
Denn: Der Twingo ist sicher nicht das Auto für die langen und schnellen Reisen von Berlin nach Bozen oder Bellinzona.
3.
Ob das Elektroauto unbedingt die reine Zukunftstechnologie ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, wie schon öfter geschrieben, bin ich für Technologieoffenheit und zweckgerichtete Nutzung, im innerstädtischen Bereich und in Metropolenregionen ist das Elektroauto ganz sicher extrem sinnvoll, schnelle und weite Strecken, vielleicht auch noch unter Zeitdruck, sind sicher momentan noch nicht seine Domaine.
Ich habe einen sehr guten Freund, der fährt einen Großteil seiner täglichen Strecken mit seinem E-Smart, für weite Strecken und zum Vergnügen stehen eine Lotus Elise und ein McLaren in der Garage.
Der Smart wird grundsätzlich über Nacht an einer Haushaltssteckdose aufgeladen und natürlich nur in der Stadt gefahren, daß aber ziemlich viel.
Und mein Bruder, ebenfalls ein ausgewiesener Petrolhead, hat neben seinem Alpina B3 GT einen ganz aktuellen Dacia Spring als Nachfolger des E-Smarts in der Garage, der Alpina wird wirklich nur auf weiten Strecken entsprechend artgerecht bewegt, der Dacia erledigt alle anderen Fahrten.
4.
Ja, Herrn Ruchs Formulierung war etwas drastisch, aber aus meiner Sicht nicht falsch.
Ich gehöre zu den Menschen, die sehr großen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt legen, der Planet und seine Bewohner sind mir existentiell wichtig und ich verzweifele am Umgang mit ihm, die unfaßbaren Umweltkatastrophen, die durch die furchtbaren Kriege in der Ukraine und im Iran angerichtet werden, haben ein Ausmaß, was alle – vorwiegend westlichen – Bemühungen um Umweltschutz ad absurdum führt, die Zerstörungen und der notwendige Wiederaufbau wird unglaubliche Primärenergien erfordern, die brenenden Ölfelder machen alle Bemühungen um Klimaschutz der letzen Jahre komplett zunichte.
Dazu kommt der zum Teil schwachsinnige Umgang der Menschen mit den Ressourcen, ich fahre jeden Tag von meiner Wohnung ein paar Kilometer über die große, fünfspurige Einfallstraße von Westen in die Innenstadt, hier gibt es eine hervorrragend funktionierende grüne Welle, es wird sogar angezeigt, wie schnell man fahren soll, so daß man nicht abbremsen muß.
Der gemeine Berliner oder Havelländische Autofahrer ist einfach zu dumm, borniert und dämlich, die Funktion der grünen Welle zu begreifen oder zu nutzen, wenn man mit sinnvollen 55 km/h auf die Ampel zugleitet, wird man von diversen Vollidioten überholt, sie setzen sich dann vor mein Auto, brettern mit Vollgas auf die rote Ampel zu, steigen in die Bremsen und verpennen dann das Umspringen auf Grün an der Ampel, vermutlich weil sie in der Nase bohren oder sich an den Eiern kratzen.
Wenn man sie dann ohne ernstlich zu beschleunigen auf der Gegenspur überholt, weil man nicht bremsen und damit Energie vernichten will, dann regen sie sich furchtbar auf, unlängst folgte mir ein so gedemütigter BMW-Pilot bis in die Tiefgarage meines Büros, um mich zur Rede zu stellen.
Energieeffizientes Fahren würde auch schon eine Menge helfen.
Und:
Ganz besonders bescheuert fahren tatsächlich viele Fahrer eines Elektroautos, jedenfalls in der Stadt, ja, der forsche Antritt verleitet zu etwas rowdyhafter Fahrweise, aber mit der vielbeschworenen Effizienz hat das gar nichts zu tun…
Das sind sicher eine Reihe Menschen, denen die Zukunft des Planeten am Arsch vorbei geht, leider stimmt die Formulierung in dieser Direktheit.
5.
Herr Häner, ja, ich liebe auch große, feine, komfortable Limousinen, bevorzugt von den Britischen Inseln – allerdings erscheint mir die Vorstellung eines Selbstzünders in einem Jaguar als etwas erniedrigend, da bin ich Traditionalist.
Aber:
Ich benutze meine großen Limousinen nur sehr selten im Stadtverkehr, da macht ein Klein- oder Kompaktwagen deutlich mehr Sinn, der hat dann auch den Vorteil, daß man auch nicht gleich als Sozialneidempfänger abgestempelt wird – die Leute wissen ja nicht, wie wenig so ein Jaguar nur noch wert ist…
Ich kann ihr Vorurteil gegen den Diesel sehr gut nachvollziehen. Ich bin bei diesem Modell alle Motorvarianten gefahren. Vom V6 bis zum Supersport. Und trotzdem habe ich damals 2012 einen Diesel bestellt. 2017 bin ich dann das erste und letzte Mal auf einen SUV aufgesprungen, was ein Fehler war. Als ich jetzt nochmal diesen sehr späten XJ gefunden habe war für mich der Diesel überhaupt kein Grund zum Zögern. Eher das Gegenteil.
Ok, Sie schreiben vom X351, da kann ich nur bedingt mitreden!
Ich besitze einen X350, ein Freund hatte diesen Wagen mit einem ziemlich rumpeligen Dieselmotor, ich glaube von Peugeot, da war ich froh, als ich wieder in meinem flüsternden Benziner saß…
Im X351 bin ich nur einmal mitgefahren, ich glaube, daß es ebenfalls ein Diesel war, das war eine andere Klasse als der X350.
Auf jeden Fall der letzte Jaguar, auch wenn ich mit dem Design immer noch irgendwie fremdele, aber ich bin auf diesem Gebiet auch ziemlich stark von den klassischen Jaguaren geprägt.
Zu ihrer Beruhigung möchte ich noch sagen, dass bei mir auch noch ein 2005er XJR in british racing green in der Sammlung ist. Ein traumhaftes Auto!
Vom Twingo zum XJ, das geht nur hier! 😉
Glückwunsch zum X351, den ich phantastisch finde. Da hatte Jaguar sich endlich mal wieder etwas getraut. Machte auch vor der Downing Street immer einen guten Eindruck.
Oh ja, gerade in eine extrem gut gedämmte Limousine passt der Diesel wie die Faust aufs Auge. Mit dem mächtigen Drehmoment ist man ohne ewiges Schalten der Automatik souverän unterwegs.
Bevor die Benziner einen Turbo oder Kompressor bekamen, war der Turbodiesel eine ganz Weile sogar die bessere und spaßigere Lösung.
In 5er und Phaeton passte er ganz hervorragend, also bestimmt auch in den Jag.
Das ist natürlich ein, wie unser Gastgeber hier ab und an schreibt, wunderfeines Auto!
Da kann ich nicht ganz mithalten, bei mir ist es ein 2003er XJ6, ebenfalls in British Racing Green mit dem hellen Interieur, aber immerhin habe ich den „Mesh-Grille“ vom XJR, damit fährt er sich deutlich dynamischer…
Ja, das macht was aus mit dem Mesh. Bei meinen E39 und E60/61 hatte ich immer die Stäbchen in der Niere verchromt , wie es eigentlich den V8 vorbehalten war. Fuhr sich ganz anders ….
Schickes Wägelchen!
Wird aus meiner Sicht aber mittlerweile ein bisschen dicht in der Nische mit R4, R5 und Twingo, Mir gefällt der R5 immer noch am besten.
Ein E-Zweitwagen für die Stadt? Prinzipiell vorstellbar, aber ein Konzept, das viele (mich eingeschlossen) nicht anspricht.
In die Stadt will ich nicht mit dem Auto – das geht mit dem Fahrrad besser.
Klar gibt es so ab und an auch innnerstädtisch Transportnotwendigkeiten – aber für die vielleich summarisch knapp 1000 km im Jahr brauche ich keinen extra Wagen.
Sonst benutze ich das Auto, wenn ich weiter weg muss – die schon angesprochene Mindestreichweite von 400 km unten allen (!) Bedingungen würde ich auch unterschreiben – gerade auch im Winter – wann braucht man mehr ein Auto, als wenn es kalt, nass, glatt, dunkel usw. ist?
Wer bis zu 40 km (eine Strecke) zur Arbeit pendelt und zuhause (möglichst noch mit eigenem Solarstrom) laden kann – kann so was natürlich als Pendlerfahrzeug sinnvoll einsetzen.
Mich würde als Frage an die Leute mit entsprechenden Erfahrungen interessieren: wie sind die E-Renaults denn so in der Zuverlässigkeit sonst? Als Verbrenner hatten die bei ADAC, TÜV und auch in meiner Wharnehmung (nie einen besessen) immer die hintersten Zuverlässigkeitsplätze stamm gebucht.
MfG
DeHavilland
Interessant, dass manch einer uns zwingend mitteilen muss, dass der Twingo zwar nett sei, aber halt nicht für ihn (ich belasse es bei der männlichen Form, denn Frauen scheinen in diesem Forum entweder untervertreten oder weniger mitteilsam). Es interessiert und nicht wirklich, ob Sie das Auto kaufen werden! Jeder soll doch für sich entscheiden, ob es passt oder nicht. Werde ich es kaufen, wenn unser Colt nicht mehr mag (hat übrigens auch eine verschiebbare Rücken und machte schon vor 20J. so ziemlich alles richtig)? Eigentlich deckt die Reichweite ja 98% des Bedarfs eines Zweitwagens. Alternative wäre ein gebrauchter i3. Mal sehen…
Lieber Patrik, gut, daß Sie uns das jetzt auch mitgeteilt haben!
Wobei mich tatsächlich ein Mustupishi Colt mit verschiebbarem Rücken auch nicht so brennend interessiert…
Herr DeHavilland und ich werden uns in Zukunft sicher zurückhalten und warten gespannt auf Ihre Erfahrungen mit dem gebrauchten i3!
(Kleiner Scherz, bitte nehmen Sie mir diesen Anflug von Ironie nicht allzu übel!)
…falls der letzte Kommentar sich auf meinen beziehen sollte:
1. ich hatte formuliert: ‚für viele (mich eingeschlossen)‘ – was aussagt, dass ich den Nische eher klein einschätze und ich mich darin nicht wiederfinde – was keines falls ausschliesst, dass ein gewisser Patrick darin seinen neuen Zweitwagen sehen könnte…
2. Hier werden Autos vorgestellt – meist Oldtimer-Traumwagen, die (fast) keiner von uns kaufen kann oder von denen es noch 4 Stück weltweit in Museen gibt – man liest es als Autoliebhaber dennoch gerne, ohne ernsthaft zu überlegen, will ich den kaufen?.
Wenn es aber um einen neu zu erwerbenden Kleinwagen für 23.000 Euro geht, dann ist es doch logisch, dass man überlegt – kommt der für MICH infrage? Ich könnte auch diskutieren, ob er für Tante Amalie oder Senor Panchez infrage kommt, aber das wäre doch wesentlich sinnfreier….
3. Die Botschaft ‚könnte ich mir vorstellen, wenn ich keinen gebrauchten I3 nehme‘ ist nicht weniger ‚persönlich mitteilsam‘ und wahrscheinlich für die großer Allgemeinheit nicht ‚interesanter‘ als die mehrfach geäußerten ‚Nichtkaufwünsche‘ der Kommentare
Mit freundlichen Grüßen
DeHavilland
!Wird aus meiner Sicht aber mittlerweile ein bisschen dicht in der Nische mit R4, R5 und Twingo,!
Ich könnte mir vorstellen, dass die drei Autos die gleichen technischen Komponenten verwenden und sich „nur“ in der Form und in der Große und dem Management des Akkus unterscheiden. Bei BEV ist das ja noch leicher zu realisieren als bei Verbrennern. Obwohl dort durch die Plattform-Strategie ja auch schon im Unterbau fast identische Autos produziert wurden…
Für Renault dürfte es nur wichtig sein, dass ein Renault verkauft wird und sie „besetzen“ mit Ihren Autos ein Segment, dass von vielen anderen Produzenten sträflich vernachlässigt wird. Die „Verpackung“ im Retro-Design versucht wenigstens, ein wenig Emotionen zu wecken und sich zumindest optisch ein Alleinstellungsmerkmal zu sichern.
Hoi Peter, darf ich die Diskussion aussen vor lassen und eine ganz andere Frage stellen? Was ist mit „dies übrigens mit chinesischer Hilfe“ gemeint? Ist der Akku aus China? Oder worauf spielst du an? Liebe Grüsse. Eric
Renault hat 2024 ein eigenes Entwicklungszentrum in Shanghai gegründet, ACDC (Advanced China Development Center). Der Twingo wurde komplett dort entwickelt, innerhalb von nicht einmal zwei Jahren. Wer der Akku-Lieferant ist, hat Renault bisher nicht vermeldet, aber ACDC arbeitet eng mit CATL zusammen.
Nun habe ich ihn, den Twingo, vorgestern angesehen.
Es waren ein schwarzer und ein roter vor Ort. Obwohl ich schwarze Autos sehr mag, ihm steht es nicht so besonders.
Überrascht war ich, wie groß er wirkt wenn er so vor einem steht.
Dafür ist er innen klein. Im Kofferraum lag ein mächtiges Ladekabel, damit war er fast voll.
Die Gesamtanmutung ist Twingo, keine Frage, jedoch sind live viele Details überzeichnet. Vor allem die Heckscheinwerfer und der Plastikrahmen um die Heckscheibe wirken befremdlich, auch die Frontscheinwerfer sind sehr ausgeprägt ausgeführt. Innen dominiert das neue Lieblingsmaterial der Autohersteller, Hartplastik.
Hier an den Türen in Wellenform, was es auch nicht besser macht.
Insgesamt, wie alle neuen Renault, ein wenig too much, für meinen Geschmack.
Trotzdem, viel besser als die Einheits-SUVs.
Käme ein elektrischer Kleinwagen mit einer 50 oder gar 80 kWh großen Batterie, wie hier scheinbar häufig gewünscht, würde sich der Kaufpreis in etwa verdoppeln.
Insofern verstehe ich nicht, warum man sich darüber aufregt, dass auch kleine Akkugrößen für den urbanen Bereich angeboten werden.
Ich bin zwar der Meinung, dass E-Autos am besten über um die 150kWh verfügen (z.B. als Gran Coupe mit cW<0,24) und mind. 3C konstant DC laden sollten, aber ein kleiner Akku hat auch seine Berechtigung. Denn bei meiner genannten gewünschten Akkugröße wäre man bei 700€/kWh bei ca. 105.000€ Kaufpreis.
Für die Jammer-Fraktion tut es wohl ein 50kWh REEV mit 1.5L Benziner und 90 Liter Tank für um die 50.000€. 100-150kW DC laden, 200km elektrische Alltagsreichweite (gesamt WLTP ca. 1500km) und vom Kaufpreis her moderat. 300 – 400 kW Leistung sollten da auch zufrieden stellen.