Shooting/Cake
Porsche 911 GT3 S/C
Giggerig, also spitz, hochdeutsch eher so: scharf machen wollte uns Porsche in den letzten Tagen mit einem abgedeckten 911er. Am 14. April (also nicht am 1.) wurde er nun enthüllt – und ja, endlich wieder einmal eine grossartige Neuheit aus Stuttgart, der lang ersehnte, wenn auch leider viertürige Shooting Cake (S/C). Noch will uns Porsche die Serienversion nicht zeigen, noch gibt es erst Teaser (siehe oben), aber was wir da sehen, das lässt uns schon hoffen.
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Ok, neuer Versuch: Porsche 911 GT3 S/C

Ein offener GT3 nun also. Mit der Bezeichnung S/C, die einst den Einstiegsmodellen vorbehalten war; bei 269’000 Euro Basispreis (also nach aktuellem Kurs in der Schweiz 303’800 Franken) grenzt das sanft, aber wirklich nur sanft an Ironie (der Schweizer Preis ist weit jenseits von, äh, whatever…). Es war dies Cabrio zu erwarten gewesen, viel G’scheiteres ersinnt die Marketing-Abteilung ja schon länger nicht mehr. Aber: Da hatten S/T- und Speedster-Käuferinnen einst so richtig happig Aufgeld bezahlt für limitiert und sündteure Anbauteile, die es nun im «Einstiegsmodell» als Standardware gibt (denn der S/C kommt ja unlimitiert). Da dürfte sich der eine oder andere Käufer dann schon fragen, äh, Highend-Aufpreis? Ab morgen sacken die Sammlerpreise für S/T und Speedster mit Garantie sauber ab – für Freude wird das wohl gerade bei der guten Kundschaft nicht sorgen. Aber wie heisst es doch so schön: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Und seit dem 911R und dem darauf folgenden, nur noch halb so teuren GT3 Touring müsste man ja wissen, wohin der Hase läuft. In diesem Fall ganz sicher hin zu einem offenen GT3 RS mit Frittentheke, dies dann für 329’000 Euro (599’000 Franken)…



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VW ID.3 Neo




Ja, auch radical hat heftig geschimpft, als der VW ID.3 auf den Markt kam. Heute sind wir etwas milder gestimmt gegenüber dem Stromer – auch deshalb, weil VW immer wieder nachgebessert hat. Und weil es viele andere Stromer halt auch nicht besser können. Nun schicken die Wolfsburger den ID.3 als Neo neu ins Rennen, mit frischem Design (passt so besser), frischem Interieur (ja, wieder mit Tasten) und verbesserter Technik (170, 190 und 231 PS, 50-, 58- und 79-kWh-Akku, Reichweite bis 630 Kilometer, maximale Ladegeschwindigkeit 183 kW).
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Nissan Juke (2027)

Nissan hat sich einen neuen Joke gefaltet. Kommt dann 2027, rein elektrisch. Viel mehr wissen wir jetzt auch nicht.
Mehr Neuheiten haben wir im Archiv.


Ich könnte mich bei so hohen Zahlen natürlich irren – doch wären 269.000 EUR nicht eher 248.000 SFR? Oder werden hier noch Steuern dazugerechnet?
Auf jeden Fall eine Menge Geld – egal in welcher Währung.
danke fürs Umrechnen. die MwSt. in der Schweiz ist übrigens deutlich niedriger als in D…
So ein Mitte Sechzigjähriger mit fettem Arsch in Camp David Klamotten sieht halt einfach nicht wirklich attraktiv aus.
Letzte Woche war ich beim Renault Händler in HH.
Neben dem verbeulten Einerlei, waren mehrere A110 da. In Gelb nicht sehr schön, jedoch in Dunkelblau mit dunkelbraunen Ledersitzen sehr knackig und trotzdem ein bisschen elegant.
Dann stand ich am Rand einer sechsspurigen Straße und wartete auf meine Frau.
Erst kam von links und dann von rechts ein jeweils schwarzes (was sonst in HH?) 911 Cabrio neuester Bauart, beide offen.
Von vorne noch 911. Ok, die vier im Quadrat angeordneten Tagfahr-LEDs müssten nicht sein.
Von hinten dann Panamera erste Generation, nur mit dem, scheinbar unverzichtbaren, durchgehendem Leuchtband.
Der 911 hängt am Tropf, wird gerade noch künstlich am Leben erhalten.
Warum traut Porsche sich keinen „Rückschritt“ und macht wieder ein knackiges, schlankeres Auto aus ihm?
Sie haben eine ganze Grossgarage voll von aufregenden Autos die sieMal designt haben, aber sie bauen sie nicht.
https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/modelle-die-nie-gebaut-werden-so-sah-fast-porsches-zukunft-aus/26622878.html
Oh, kannte ich nicht, danke.
Le Mans Living Legend 2016 „in nicht zu groß“ gefällt mir, wahrscheinlich weil er wie eine Alpine aussieht.
904 und Vision Tourismo gucken ein wenig auf den Modena, vorne.
PS: Der 412 Variant hätte damals mehr Erfolg verdient, aber die Frontmotor-Konkurrenz war halt zu groß.
Der Nasenbär ist sympathisch, ja. Technisch war er der elende Krampf von Nordhoff, der bis zu seinem Abgang glaubte, der luftgekühlte Heckmotor sei bis in alle Ewigkeit das Nonplusultra des Automobilantriebs.
Mit einem müden, saufenden Käfer-Motor mit thermischen Problemen (remember Zylinder 3 beim Käfer?) und dem altbackenen Design machte man zu der Zeit keinen Stich mehr.
Das ist gemein.
Der Motor war neu konstruiert und bsi zu 85 PS stark, damals standesgemäß.
Die Einspritzversion mit 80 PS wurde sogar im Volksporsche 914 verwendet. Einn Onkel hatte einen, ich fuhr häufig mit, der war nicht langsam.
Es gab ja auch noch den (NSU) K70, der frei von allem, was man Design nennen könnte, auch keine Verkaufsrenner war damals.
Meine Herren, Sie können sich um den schrecklichen Nasenbären schlagen, ich nehme die Dame einschließlich der beiden exzeptionellen Gepäckstücke – die weiche Reisetasche mit dem darunter befestigten „Hemdenfach“ für die knittergefährdeten Kleidungsstücke besaß mein Vater auch, das Samsonite Kosmetikköfferchen, natürlich passend zu den sauschweren, aber unkaputtbaren Hartschalenkoffern des gleichen Herstellers, habe ich, nachdem meine Mutter ein neueres Modell aus Aluminium erworben hatte, zum Werkzeugkoffer umfunktioniert…
Insgesamt erscheint mir die Dame die bessere Wahl als der Volkswagen zu sein, im Gegensatz zum Autos ist sie schlank, ambitioniert, von einer gewissen Natürlichkeit und vielleicht ja auch vom liberalen Geist der frühen siebziger Jahre geprägt…
Und, ja, ich zahle gleich fünf Franken in die Chauvikasse ein!
Das „Hemdenfach“ habe ich bei meiner Reisetasche immer als Schuhfach (für das es auch immer beworben wird) benutzt und den Haarfön habe ich da auch mit untergebracht. Für Hemden gibts diese Überzieher, wo man sie auf dem Bügel lassen kann.
Die Dame können sie gerne haben. Ich bin seit vielen Jahren glücklich verheiratet, ich habe diesbezüglich keinen Bedarf. Nein, auch nicht *diesen* Bedarf, auch da passt alles bestens 😉
Naja. Inwieweit man bei einem Motor, der im Kern nicht mehr als ein aufgebohrter und überarbeiteter Käfer-Motor war, von einer Neukonstruktion sprechen kann, weiß ich nicht.
Meine Fachliteratur (Die großen Volkswagen, Motorbuch Verlag) sagt folgendes:
Der Vergasermotor hatte 68PS und war mit über 12 Litern ein Säufer. 12 Liter waren auch 1968 für die gebotene Leistung ziemlich viel. Ein Problem war die hohe Serienstreuung bei der Leistung, nur ein Teil kam tatsächlich auf die Werksangabe. Dazu die miserable Zugänglichkeit des Motors…
Der Einspritzer mit der D-Jetronic hatte 80PS, allerdings war die noch nicht so zuverlässig wie erwartet. Erst mit der zum Schluss verbaute L-Jetronic arbeitete der Motor so, wie man es sich wünschte. Mit Einspritzung leistete der Motor zwar um 12 PS mehr, der Verbrauch blieb aber gleich hoch.
Der 1,8-Liter Motor mit 75/85PS (statt der D-Jetronic) wurde nur von August 73 bis zum Auslaufen des Typ 4 im Juli 1974 angeboten.
Wie gesagt, ich mag die großen VW, ein Typ 3 oder 412 Variant wäre schon was. Ich bin selber zwei Käfer gefahren und habe sie geliebt, auch wenn sie wahnsinnig unpraktisch waren. VW hat es viel gekostet, dass Nordhoff die beiden Typen noch durchgedrückt hat statt in den ausgehenden 1960ern auf zeitgemäßere Konzepte zu setzen.
Warum alle so auf dem K70 herumhacken verstehe ich nicht. Klar, kein Alfa, aber in meinen Augen eigentlich ganz hübsch für so ein Brot-und-Butter-Auto.
Habe mich beim Lesen sehr amüsiert. Über das Auto freue ich mich trotzdem. Ich hätte zwar gerne einen 911er, der wieder so klein ist, wie er mal war (und das trotz meiner 1,89!) aber ich freue mich auf jeden nicht-turboaufgeladenen Sportwagen. Weniger Bauteile, weniger Komplexität.
Gerade Du als Auskenner bei den Raritäten solltest doch den Kopf schütteln zu diesem S/C. Da bezahlten ernsthafte Sammler doch einen mächtigen Aufpreis für den (Speedster und) S/T – und jetzt kommt das alles unlimitiert, wird profan.
Bei dem Bild des „Nasenbären“ und der Überschrift „Neuheiten April 2026“ dachte ich zuerst, dass der Nasenbär wieder aufgelegt wird und dann in dem Zusammenhang dass Herr Ruch einen Aprilscherzartikel geschrieben hat. War schon voller Vorfreude –
dann aber, nach dem lesen der ersten Zeilen, Ernüchterung. Ach, 911er, ist gut, kannst gleich zu den Kommentaren scrollen 😉 ist unterhaltsamer!
ID3 Neo:
Ja, der Hugoservatius wird mich wieder beschimpfen, aber mir geht es ähnlich wie Herrn Ruch.
Anfangs fand ich den ID3 gruselig, mittlerweile, hier laufen einige, finde ich ihn relativ gut. Golfgröße, nur etwas höher, recht glattes und auch (ein wenig) markantes und relativ glattes Design.
Man erkennt ihn sofort. Das ist beinahe ein Alleinstellungsmerkmal.
Sogar beim gemopften Model Y ist es schwierig geworden, ihn von vorn von „den anderen“ zu unterscheiden.
Der Neo scheint dezent, aber gut gemopft zu sein.
PS: Was zeigt eigentlich der „Drehzahlmesser“ an?
Das ist der Reichweiten Angst Anzeiger. Je Höherer der steht, desto höher die Angst.
Fällt eigentlich nur mir die Knopforgie von gleichen Tasten ohne Haptik am Lenkrad?
Nicht beschimpfen, lieber Rolf, nur ermahnen, an einem meiner Geschmacksbildungsseminare teilzunehmen!!!
Der ID3 ist furchtbar proportioniert, aber durch das Facelift wird das etwas kaschiert.
Dennoch bleibt es Heidedesign at its worst!
Dabei konnten und können sie es ja in Wolfsburg – die letzten Gölfe waren allesamt sehr ansehnlich und den ID Buzz finde ich ganz wunderbar, das ist ein sehr schönes Fahrzeug, vor allem mit der Zweifarbenlackierung!
Noch schlimmer als beschimpfen …… Seminar …….
Ich habe nie gesagt, dass er mir gefällt. Es ist pure Dankbarkeit für das Weglassen von fiesen Dellen und den Wiedererkennungswert im allgemeinen Einerlei.
Ich verstehe die Firma Porsche nicht mehr.
Die Autos werden immer monströser, immer sinnbefreiter, immer häßlicher.
Dazu kommt die Flut an Sondereditionen, deren zum Teil schöne Details und Farbgebungen nicht darüber hinweg helfen, daß man den 911 von hinten nicht mehr angucken kann, schon der 991 war mir zu groß, hatte aber noch ein sauberes Design, beim 992 ist alles außer Rand und Band geraten, am absurdesten sind die aktuellen GT3 mit dem Riesenflügel und den schwarzen Applikationen.
Und ein GT3 Touring Cabrio ist dann die Überhöhung des Unsinns, kein Mensch braucht ein Cabrio mit Rennsportgenen und -motor.
Generell sieht der 992 als Cabrio offen aus wie ein rasender Whirlpool, in dem zwei viel zu kleine Menschen sitzen, deren Köpfe mal so gerade über den Wannenrand gucken können…
Hm. Das Beitragsbild ist rätselhaft.
Soll der 412 ein verdeckter Hinweis darauf sein, dass VW wieder auf einem falschen (überholten?) Weg in die Zukunft zu kommen versucht?
Ich glaube, das soll der Teaser von Porsche für den neuen Shooting Cake sein.