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Porsche Mission S

El Niño

Selbstverständlich ist so ein mittig eingebauter Achtzylinder-Boxer – den es bei Ruf ja schon gibt… – wahrscheinlich grossartig. Und Handschaltung, da tobt die liebe Gemeinde natürlich vor Begeisterung. Und dann auch noch ein Interieur wie früher – ja, man darf der Sportwagenschmiede35 definitiv zugestehen, dass sie der potenziellen Kundschaft die Wünsche von den Augen abliest, dass sie diese Wünsche mit der Mission S in einen sehr feuchten Traum für ihre Jünger umgesetzt hat.

Gehen wir aber zuerst zurück ins Jahr 2020. Da knallte Porsche aus dem Nichts ein Buch mit dem Titel «Porsche Unseen» raus. Darin versammelt einige interessante Fingerübungen aus der Design-Abteilung, die damals noch unter Michael Mauer wirkte. Spannende Sachen, fürwahr – und wenn man jetzt dieses Buch wieder zur Hand nimmt, dann sieht man, also, man kann sich gut vorstellen, dass auch die neue Mission S eigentlich schon in dieses damalige Werkverzeichnis gehört hätte. Gut, da ist viel passiert in den vergangenen sechs Jahren im «Umfeld» von Porsche, Ruf haben wir schon erwähnt, Singer ist da ganz wichtig, aber auch Kalmar, Tuthill, da gab es optisch schon auch sehr spannende Entwicklungen, Interpretationen. Und irgendwie werde ich persönlich das Gefühl nicht los, dass Stuttgart dies nun alles auf einmal verarbeiten will, die Mission S ist, meiner bescheidenen Meinung nach, ein etwas gar wilder Mix aus viel zu vielen Zitaten, nicht wirklich harmonisch. Aber halt das Brett, das sich die in den vergangenen Jahren wahrlich nicht verwöhnte Kundschaft wünscht (siehe oben).

Vor allem hat man in Stuttgart unter dem neuen Chef Michael Leiters erkannt, dass da halt auch richtig viel Kohle auf der Gasse liegt. Dass die Kundschaft gut und gern siebenstellig ausgibt für einen etwas spezielleren Porsche. Die Mission S ist denn auch mehr als ein Concept Car, sie ist die Ankündigung für eine Plattform für «dauerhaft verfügbare Supersportwagen». Was bedeutet: Porsche strebt in ein höheres Segment, über den 911, dorthin, wo etwa Ferrari seit Jahren Margen einfährt, von denen man in Stuttgart nicht einmal genau weiss, wie sich solche Zahlen aussprechen. Das ist selbstverständlich absolut legitim, mit elektrischen Macanen und Cayennen scheint sich einfach nicht genug Kohle scheffeln zu lassen.

Erstaunlich (oder mehr so: börsenrelevant) ist allenfalls, dass die Präsentation der Mission am gleichen Tag erfolgte, als die beiden bald abgehenden Herren Merz und Macron gemeinsam beschlossen haben, noch kurz das EU-Verbrenner-Aus für 2035 auf den Scheiterhaufen zu werfen (und am gleichen Tag, als Elon Musk einen elektrischen Roadster fliegen liess). Da muss kein Zusammenhang bestehen, aber es ist natürlich Balsam für die so sehr gebeutelten Porsche-Kunden, dass sie jetzt auch über 2035 hinaus noch Fossile, hey, geil, Achtzylinder-Boxer, 400 Gramm plus CO2-Emissionen, kaufen werden können (was sie ja bisher nicht mehr konnten, oder habe ich da etwas falsch verstanden?). Das sind die Zukunftsaussichten, die den 75jährigen Zahnwalt fröhlich stimmen.

Mehr Neuheiten haben wir im Archiv.

15 Kommentare

  1. Den Zahnwalt find ich geil. Habe ich so noch nicht gehört. Passt gut!

    • Rolf Rolf

      Ehrlich? Der Begriff kursiert seit Jahrzehnten und beschreibt die wohlhabenderen Harley-Fahrer, mit der dicksten und neuesten Maschine und im Outlaw-Outfit unterwegs, natürlich nagelneu und sauber, um so dem streng geregelten Alltag zu entfliehen. Gern wird hierzu die Outbreak genommen.

  2. Martin G aus W. Martin G aus W.

    Der Kunde aus dem gleichen Klischee wie der Marketing-Plan und der Entwurf. Wir haben ja alle gerade ganz viel Zukunftsangst. Die Monitore wurden schon entsorgt und durch das magnetisierte I-Phone ersetzt. Was wir Zielgruppe schön kennen, weil wir so unsere Klassiker navigieren.

    Darf ich vorschlagen, dass noch eine Mission „W 2“ gebaut wird?

    Nicht, was Ihr jetzt denkt.

    Nur echt mit den Weber Doppelvergasern statt Einspritzung. Der neue Super Sportwagen, komplett frei von Elektronik!

    Dazu muss man den Singer 911 nur mit dem Overlanding Truck kreuzen, der beim gleichen Zahnwalt nicht mehr in die Doppelgarage passt und daher in der Halle mit den Oldies auf den Knall wartet, den großen.

    Aber vielleicht ist der ja auch nur aus heißer Musk – Luft.

  3. Max Max

    Na na, die jüngsten Boomer sind knapp 60, denen kann man noch mindestens Zehn Jahre lang gut klingende Autos verkaufen, ggf. mit etwas Unterstützung beim fahren.

    Und die jüngeren werden mit BEVs versorgt, die aber noch ein klein wenig aufregender werden müssten.

  4. Rolf Rolf

    Mission Impossible?

    Vielleicht steht hinter „Sportwagenschmiede35“, dass die 2035 endgültig zusperren und bis dahin so viel Kohle reinholen, wie möglich.

  5. Matthias Matthias

    Endlich! Endlich hat nach langen Jahren jemand erkannt, dass elektrisch säuselnde Kita-Taxi-SUV’s und optisch schmerzhaft flachgedrückte viertürige Luxuslimousinen Porsche nicht die Rettung bringen. Die Flucht nach oben ins Höchstpreis-Premium-Universum mutet da wie eine gut kalkulierte Verzweiflungstat an. Aber warum sollte der Plan nicht aufgehen? Er muss. Einen anderen gibt es nicht. Die gezeigten Concept-Cars weisen in die richtige Richtung. Dass sie, in Serie realisiert, sogar für einen Teil der wenig preissensiblen Stammkundschaft unerreichbar sein werden, wen kümmert’s? Erkennbar ist der Versuch, die Porsche-DNA zu retten, koste es, was es wolle. Das zählt. Lieber ein paar hyper-avantgardistische Autos – ja, auch wenn das Design polarisiert – als die x-te Retro-Repro-Version des Elfers. Und es hat ja niemand behauptet, dass Sportwagen für alle erschwinglich sein müssen…

  6. Christian Christian

    Wenn wir es ganz nüchtern, idiologiefrei und neutral betrachten, dann wäre es doch nicht verwerflich, wenn man solche Autos baut, verkauft und betreibt. Das sind Nischenmodelle die nur für sehr wenige Kunden gebaut werden, die nur wenige Kilometer pro Jahr bewegt werden, oder wie man an der F40-Samlung hier sieht, meißtens sich nur die Reifen eckig stehen.
    Das gleiche Phänomen kann man ja auch bei den Oldtimern beobachten. Auch hier wird in regelmäßigen Abständen von selbsternannten „Umweltwächtern“ (Koranwächter?!?) immer wieder versucht, diese wenig bewegten Autos als „Dreckschleudern“ verbieten wollen.

    Ich habe es schon beim Ferrari Lutsche geschrieben, alle diese Marken brauchen m. E. als Verbindung für Ihre Geschichte mit der Zukunft solche Autos.
    Entschuldigung, aber ich muss es so drastisch überspitzt sagen, das E-Auto ist technisch gesehen über kurz oder lang ein langweiliger Einheitsbrei und so sehen die Autos auch aus. Wo soll die notwendige Unterscheidung herkommen? Von der Akkugröße? Das wird nicht reichen.

    Auch wenn ich Porsche nicht mag, aber es ist der erste Schritt, seine Verbindung zu den Wurzeln nicht gänzlich zu kappen und dann logischerweise zu krepieren – passiert jeder Pflanze so.
    Es muss und wird, so die Idiologie zur Seite geschoben wird, auch ein Nebeneinander von Verbrenner und E-Auto geben. Sicher haben die Hersteller gezockt, und zumindest die europäischen haben verloren.

    Und den Umweltwächtern sei dringend geraten, die Nischenbereiche Sportwagen und Oldtimer in Ruhe zu lassen. Da diese Leute wenig bis gar nicht autofahren, weil sie in der Großstadt leben oder herumkutschiert werden, sollten sich einmal die Realität auf unseren Straßen ansehen. Eine katastrophal überforderte Bahn, eine sprunghafte, exponentielle Zunahme des LKW-Verkehrs mit entsprechenden Folgen und andererseites eine verrückt, dämliche Verweigerungshaltung gegenüber dringend notwendigen Aus- und Neubauten von Strecken. Der Zulauf zum Brenner kommt 20 Jahre !!! zu spät und bei der vorherrschenden Denkart vielleicht nie mit der Folge, eines täglichen LKW Staus von München bis Kufstein und zurück. Die gleiche Entwicklung bahnt sich Richtung Schweiz an. Der LKW-Verkehr auf der Autobahn München-Lindau hat nicht nur gefühlt sondern messbar zugenommen und nimmt weiter zu. Wir haben hier mittlerweile Konvois wie man sie früher nur aus den USA kannte.
    Also, der LKW-Verkehr nimmt zu und bei den gefahrenen Kilometern muss hier angesetzt werden und nicht bei irgendwelchen Nischen.
    Allerdings müssen die Hersteller es schaffen, diesen Spagat zu meistern und ich befürchte, dass das mit den vorherrschenen Strukturen (narzisstische Depperle-Chefs & korrupte Gerwerkschaftstrottel) nicht zu schaffen ist. Aber man kann ja mal positiv gestimmt sein, nicht zuviel erwarten um dann am Ende vielleicht doch positiv Überrascht zu werden.

    • Hömal Hömal

      Beim Elektroauto muss ich ihnen was Design und Fahrfreude betrifft entschieden widersprechen.

      Wenn ich zurückdenke an die entsetzlich uninspirierten Autodesigns der 1980er und 90er, als die Aerodynamik einen furchtbar langweiligen Einheitsbrei glattgelutschter Designs hervorbrachte, war das nichts anderes. Erst Jahre später waren die Designer so weit, individuelle aerodynamische Designs zu entwerfen.

      Auch ich finde den eckig-kastigen Look der versammelten Elektro-SUVs öde. Aber daneben gibts trotzdem Renault, die frische E-Autos rausbringen, die sogar ein wenig Fahrspaß zurückbringen. Ich habe schon viele Phasen des Autodesigns erlebt, die aktuelle Elektromode wird genauso vorübergehen.

      Klar muss die Batterietechnik noch deutlich weiter kommen und die Akkus leichter werden. Aber das wird schon kommen. Reichweitenangst ist im echten Leben, also jenseits der Hardcore-Elektrohasser, ja auch kein echtes Thema mehr. Ein Freund von mir ist Außendienstler mit 60tkm im Jahr, der fährt seit Jahren Tesla und spart sich so einen Haufen Geld. Genauso werden auch die Batterien über die Jahre Schritt für Schritt leichter werden und damit die Fahrfreude zurückbringen.

      Ich finde es spannend, was sich gerade bei der Bahn tut: Dort laufen die Dieseltriebwagen aus und werden sukzessive durch batterieelektrische Garnituren ersetzt, weil die über die Lebensdauer billiger und zuverlässiger sind. Auch im Vergleich zu Wasserstoffbetriebenen.

      Genauso wird der Verbrenner beim Auto immer mehr in der Nische verschwinden. Weil er beim Fahren so viel komfortabler ist. Weil er viel weniger Wartung braucht und viel langlebiger ist.

      Und was die Umweltschäden bei der Lithiumgewinnung (so unerfreulich sie auch sind) ein Fliegenschiss sind sind im Vergleich zu dem Dreck, den die Erdölindustrie in den letzten 100 Jahren auf dem Globus hinterlassen hat. Und da reden wir noch nicht von dem gewaltigen Energieverbrauch für Gewinnung, Raffinierung und Transport von Erdöl und Treibstoffen. Nein, Strom kommt nicht aus der Steckdose. Blöderweise kommt Benzin aber auch nicht aus der Zapfsäule.

      • Rolf Rolf

        „Außendienstler mit 60 TKM“.
        Da gibts gewaltige Unterschiede.
        Ein Kollege bei derselben Firma, der aber für ein völlig anderes Produkt zuständig war, kam auf die gleichen Kilometer wie ich.
        Er hatte aber ein komplett anderes Fahrprofil. Er fuhr fünf Tage die Woche immer gewisse „Runden“, viel Landstraße, ich dagegen ein bis dreimal pro Woche Langstrecke, vorwiegend Autobahn.

        60 TKM sind bei 220 Arbeitstagen pro Tag etwas über 270 km.
        So gefahren, kein Thema mit dem E-Auto. Wenn er nachts auch noch Zuhause laden kann, dann ist er auf der Sonnenseite.

        Ich fuhr zwischen 500 und 1100 km an einem Tag, oft in der Pampa endend beim Termin. Siehe auch meine Tourenbeschreibung unter News vor ein paar Tagen.

  7. hugoservatius hugoservatius

    Mich läßt der Mission S relativ kalt, ein weiterer Supersportwagen, sicher irre schnell, bestimmt technisch perfekt, aber irgendwie reicht reizlos, auch wenn er wieder auf analoge Instrumente und ein manuelles Getriebe setzt.
    Aber mich haben die Spitzenmodelle nie so richtig begeistert, ein Dino war mir immer lieber als ein Berlinetta Boxer, ein Uracco lieber als ein Countach und ein in normaler Carrera 3,2 lieber als ein Turbo.
    Aber er wird seine Käufer finden und sollte er die Firma irgendwie retten, dann soll‘s mir Recht sein.

    • Eugen Eugen

      seh ich genauso, „reizlos“ bringt es einfach auf den Punkt. Wobei, ich hab das sowieso noch nie verstanden, warum ein Auto, bei dem man den Motor mehr oder weniger hinter der Hinterachse (!) montiert hat und der seine Wurzeln in der Nazi-Zeit hat, so dermassen hochschätzt. ((Der 911er mit seinem (zuerst) luftgekühltem Heckmotor geht ja direkt auf den Käfer zurück, welcher in den 1930er-Jahren von Ferdinand Porsche im Auftrag von Adolf Hitler als „Kraft-durch-Freude-Wagen“ (KdF-Wagen) entwickelt wurde)). Also, eine durchwachsene Vergangenheit, aufgrund der Physik ein eher unfahrbarer Krapfen, (vor allem die ersten Jahrgänge), inzwischen ziemlich schwer, voller Elektronik, um diese Fehlkonstruktion halbwegs einzufangen und sauteuer.

      • hugoservatius hugoservatius

        >> Wobei, ich hab das sowieso noch nie verstanden, warum ein Auto, bei dem man den Motor mehr oder weniger hinter der Hinterachse (!) montiert hat und der seine Wurzeln in der Nazi-Zeit hat, so dermassen hochschätzt. ((Der 911er mit seinem (zuerst) luftgekühltem Heckmotor geht ja direkt auf den Käfer zurück, welcher in den 1930er-Jahren von Ferdinand Porsche im Auftrag von Adolf Hitler als „Kraft-durch-Freude-Wagen“ (KdF-Wagen) entwickelt wurde)). <<

        Ja, ich stimme zu und widerspreche doch unmittelbar!
        Das mit den Wurzeln in der Nazi-Zeit und mit dem KdF-Wagen war in meiner Familie immer Doktrin, ebenso, daß ein Mercedes das Auto der Gestapo und des Führers war.
        Allerdings muß man sagen, daß die finstere Vergangenheit des Käfers immer weiter in Vergessenheit geriet, je mehr das Auto zum Symbol der Liberalen und Intellektuellen in den USA wurde – damals gab es die ja noch…
        Der Käfer hat dieses Image des Nazi-Autos abgeschüttelt durch eine liebenswerte, freundliche Aura, zumal er ja erst nach dem Krieg tatsächlich an die Menschen geliefert wurde, für die er gedacht war.

        Beim Porsche sehe ich natürlich auch die Entwicklung durch den Ingenieur des Führers, allerdings hat er für mich keine so dunkle Vergangenheit wie der KdF-Wagen aus dem Werk in der Stadt, die bezeichnenderweise WOLFsburg hieß.
        Und die frühen 356er Porsches in ihren herrlichen Farben, Porzellanblau, Hellelfenbein, Irischgrün, hatten etwas wunderbar harmloses, stilreines, der 911 wurde dann über die Jahre und Modellserien zu der kompromißlosen Fahrmaschine, der Höhepunkt war für mich der 3,2 Carrera der achtziger Jahre, ohne Chrom, mit einer enormen Präzision und immer noch einem freundlichen Gesicht wie ein fröhlicher Frosch.
        Dabei haben die Porsches nie ihre Sozialverträglichkeit verloren, ein Porsche hatte immer eine gewisse anspruchsvolle Bürgerlichkeit, anders als ein Ferrari, ein Maserati oder ein Lamborghini, er verleugnete nie seine Wurzeln aus dem Volkswagen und hatte nie die Arroganz eines Jaguar E-Types.
        Jedenfalls bis zum 997, in den letzten Jahren hat sich das leider sehr verändert, so wie die Klientel.

        Daß der etwas senile Wolfgang Porsche sich nunmehr darüber mokiert, "daß ja jede Apothekergattin mittlerweile einen 911 fährt", ist Ausweis seines Unverständnisses der Arbeit seines Vaters und seines Bruders "Butzi" Porsche. Aber wenn man sich seine derzeitige Frau anschaut, wundert man sich nicht…
        Insofern halte ich persönlich den Schritt nach ganz oben für falsch, ich hätte mir eher einen deutlich schlankeren, leichteren, bodenständigeren, möglichst analogen 911 mit ca. 300 bis 350 PS gewünscht, aber wer bin ich denn, daß ich dem hochqualifizierten Management einen Rat geben könnte, schließlich bin ich ein Porsche-Liebhaber aus dem letzten Jahrhundert, der seinen Wagen mit Autofahrerhandschuhen und Sportjackett bewegt und dem 230 PS völlig ausreichen, um über die Alpen bis nach Venedig zu fahren.

        Und wahrscheinlich ist das eben die Zukunft, flacher, schneller, breiter, mit PS-Zahlen wie eine 19-Meter-Motoryacht und vergleichbaren Kaufpreisen, Super- oder gar Hypercars, die in klimatisierten Wohngaragen auf- und ausgestellt, nie bewegt und nie genossen werden, weite Reisen macht diese Klientel ja wahrscheinlich sowieso mit dem NetJets-Abo, der klassische Road-Trip ist nur noch etwas für Nostalgiker und außerdem fährt man dabei mal eben schnell mehr als 2000 km auf den Tacho und ruiniert dadurch das Investment, außerdem könnte das Auto naß und schmutzig werden oder sogar Steinschläge abbekommen.

        Ach ja, ich werde alt und gehe jetzt lieber meinen Käfer putzen, nächste Woche erreicht er die 295.000-km-Marke.

    • Hömal Hömal

      Ich kann ehrlich gesagt mit dem Mission S deutlich mehr anfangen als mit den ganzen außen und noch viel mehr innen grotesk überdesignten Hypercars – siehe Bugatti Tourbillon oder die versammelten Panganis. Ferrari ist ja fast schon dezent daneben. Hinter dem Mission S stehen wenigstens Geschichte und Tradition. Auch was Höchstleistungs-Sondermodelle angeht, da hat Porsche seit dem allerersten 911 Turbo ja auch immer wieder Aufsehenerregendes abgeliefert.

  8. Rolf Rolf

    Eigentlich ist Porsche doch weit „unter“ Ferrari.
    Von den Autos her, vom Image, von den Preisen.
    Einfach so ganz oben einsteigen, klappt das?
    VW und Phaeton …….
    Oder ist es dem frischgebackenen Multimillionär im dreistelligen Bereich wurscht und er kauft einfach alles zusammen, was selten und teuer ist?
    Die zweistelligen Millionäre, die ich kenne, die sind preisbewusst, vielleicht sind sie deshalb so reich?

    • Christian Christian

      Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Mein ehemaliger Chef hatte ein eigenes zweimotoriges Flugzeug. Die Wartung eines Motors kostete (vor 15 Jahren) so um die 40 000 Euro pro Motor. Bei seinem Auto fuhr er aber aus Sparsamkeitsgründen die Reifen runter bis sie fast Slicks waren – irgendwo muss man ja sparen 😉

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