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Daus Prototyp

Ei der…

Wie noch so mancher der (deutschen) Kleinstwagen-Konstrukteure kam auch Otto Daus aus der Flugzeug-Industrie. Er hatte schon vor dem Ersten Weltkrieg eigene Flugzeuge entwickelt, gebaut und auch geflogen. Nach dem Krieg wollte er aber nicht mehr fliegen, er sagte, er habe zu viel gesehen. Berühmt wurde Daus aber als Chef-Konstrukteur für die Hamburger Tempo-Werke (Vidal + Sohn), wo er zwischen 1929 und 1947 wirkte – und verantwortlich zeigte für den grossen Erfolg der Dreiräder. Sein Meisterwerk war sicher der Geländewagen G1200 von 1936.

Nach seiner Pensionierung machte sich Otto Daus selbständig. Und konstruierte weiterhin kleine und leichte Fahrzeuge, die teilweise auch in kleiner Serie gebaut wurden, etwa ein (vierrädriger) Transporter, der seinen Tempo-Konstruktionen sehr ähnlich sah. Sein Traum war aber ein Kleinstwagen, der anständig motorisiert war, zuverlässig und doch günstig. Über wahrscheinlich nur einen Prototypen hinaus kam er allerdings nicht, auch wenn der hübsche Wagen aus dem Jahr 1954 mit seinem 0,2-Liter-1-Zylinder mit 9,5 PS ziemlich flott vorwärts kam. Apropos flott: die kleine Maschine liess sich 16 Minuten aus- und wieder einbauen. Aussergewöhnlich war das elektrisch betätigte Vorwählgetriebe mit je drei Vorwärts- und Rückwärtsgängen.

Der Daus Prototyp von 1954 gehörte einst zur Sammlung Weiner-Microcar-Sammlung und wurde von RM Sotheby’s 2013 für 32’200 Dollar versteigert. Mehr Microcars haben wir: hier.

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