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Fiat Abarth 1000 SP (SE04)

Der ewige Kampf

Natürlich sah auch Carlo Abarth, dass gerade bei Sport- und vor allem Rennwagen die mittig eingebauten Motoren ihre Vorteile hatten. Cooper hatte schon Mitte der 50er Jahre damit experimentiert, ab Anfang der 60er Jahre konnte man in der Formel 1 nur noch mit einer solchen Mittelmotor-Konstruktion gewinnen. Doch Abarth wollte – im Gegensatz etwa zu Enzo Ferrari, der ein eiserner Verfechter der vorne eingebauten Maschinen war – einfach nicht von seinem geliebten Heckmotoren abkommen, obwohl er mit seinem Chef-Konstrukteur Mario Colucci jenen Mann an Bord hatte, der ihm immer wieder das Gegenteil bewies.

Auch der Fiat Abarth 1000 SP (SE04) war auch 1966 noch ein Meisterwerk ganz im Sinne von Colucci, der Nachfolger des Spider Sport verfügte nun aber über eine Polyesterkarosserie und musste gemäss Reglement auch mit Lampen, Frontscheibe, Scheibenwischer und Reserverad ausgerüstet werden. Zwar steig die Leistung des 1-Liter-Motors auf 104 PS, doch der Wagen war mit 480 Kilo auch deutlich schwerer. Doch gerade für Privatfahrer war der SE04 ein ausgezeichnetes Sportgerät, mit einem Preis von 5’500’000 Lire auch nicht übermässig teuer. Es entstanden wahrscheinlich über 70 Exemplare – die sehr erfolgreich waren. Und weil weiterhin «Fiat» auf den Fahrzeugen stand, Abarth mit jedem Sieg auch reichlich Geld einbrachten.

Doch dann kam 1967 der SE04L (Lungo) mit dem 2-Liter-Motor – im Heck. Vorausgegangen waren viele Testfahrten mit den unterschiedlichsten Anordnungen des Antriebes und auch unterschiedlichen Längen des Radstands (2,20 und 2,26 Meter). Doch es heisst, dass sich Carlo Abarth schon vor all diesen Versuchen für sein bevorzugtes Modell entschieden hatte, obwohl auch nicht alle seine Fahrer seine Meinung teilten. Und bald merkte man, dass der Radstand für einen Heckmotor zu lang war. Es wurde noch der SE04FB (für: fuori bordo) mit einem Radstand von nur 2,085 Metern gebaut.

Eine Übersicht über unsere Abarth-Stories: hier.

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