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Spania GTA Spano

«state of the art», damals

Domingo Ochoa hatte seine Wurzeln im Rennsport. Als er 1994 in Valencia sein Unternehmen Spania GTA gründete, träumte er davon, Spanien auf die Landkarte der Supersportwagen-Hersteller zurückzubringen (man darf nie, nie vergessen: Pegaso). Es sollte aber bis 2007 dauern, bis er das Geld zusammen hatte, 2009 gab es einen ersten Prototypen, auf dem Genfer Salon 2011 wurde dann das Serienmodell vorgestellt. Und 2013 gleich nochmals.

Der Spano, wie das Fahrzeug getauft wurde, hatte alles, was damals «state of the art», viel Karbon und Kevlar, das Monocoque wog nur gerade 80 Kilo, das Leergewicht lag bei 1450 Kilo. Das ist ein guter Wert, denn vor der Hinterachse arbeitete ein mächtiges Trumm, dessen Basis der 7,9-Liter-V10 aus der ersten Generation des Dodge Viper war. Die Ingenieure von Ilmor verpassten dieser Maschine allerdings eine Trockensumpfschmierung und vor allem zwei Turbolader, was die Leistung auf bis zu 925 PS brachte. Geschaltet wurde über eine 7-Gang-Automatik von Cima aus Italien, die gewaltigen Bremsen (vorne 380 Millimeter) stammten von AP Racing. Spania behauptete, dass der Spano in 2,9 Sekunden auf 100 und über 370 km/h schnell rennen konnte.

99 Stück sollten gebaut werden, doch es wurden, maximal, 12. Mindestens drei Exemplare gingen für Crash-Tests drauf, einige erhielten einen frei saugenden 8,3-Liter-V10, wieder andere einen 8,4-Liter-V10 mit nur einem Turbo, es war alles etwas chaotisch. Das Fahrzeug, das wir hier zeigen und das am 13. Februar 2021  von RM Sotheby’s in Paris versteigert werden wird, ist der einzige Wagen der zweiten Serie. Spania GTA existiert noch, macht auch die Servicearbeiten an den wenigen verkauften Exemplaren.

Der Spania GTA Spano gehört unbedingt auch in unsere neue Reihe «erfolglose Hyper/Super-Cars» – und zu «Die Aussergewöhnlichen». Noch mehr interessante Fahrzeuge gibt es selbstverständlich in unserem Archiv.

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