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Neuheiten 24/2024

Jetzt geht’s los!

Fiat Grande Panda
Es war zu erwarten gewesen – und doch ist es ein schöne Überraschung: Fiat zeigt erste Bilder zum Grande Panda. Nun, so «grande» ist er gar nicht, 3,99 Meter, aber halt schon deutlich massiver, massiger als der aktuelle Panda (der noch bis mindestens 2026 gebaut wird), im Vergleich zu Ur-Panda ist er ein Panzer. Und doch nimmt er einiges mit von der «fliegenden Kiste» von einst, das kantige Design in erster Linie. Unter dem hübschen Blech steckt dann aber bekannte Technik, auch wenn Stellantis das jetzt neu als «STLA Smart»-Plattform bezeichnet: Wie beim mit dem Grande Panda weitgehend baugleichen Citroën e-C3 handelt es sich hierbei um einen Weiterentwicklung der e-CMP-Plattform. Die man aber so smart abgespeckt hat, dass man die Basispreise viel tiefer ansetzen kann. Wie den Franzosen wird es auch den Italiener rein elektrisch mit 113 PS sowie als Hybrid mit 136 PS. Wie er innen aussieht, wann er auf den Markt kommt und zu welchem Preis, das wissen wir dann vielleicht im Juli.

Alpine A290
Gut, man wusste, dass es so kommt. Und ja, wenn es einen rein elektrischen R5 gibt, dann hat eine Alpine-Version durchaus Tradition. Und trotzdem: Jetzt wird also auch die einstige Sportwagen-Marke Alpine zum Stromerproduzenten, das ist schon ein Stich ins Herz. Und auch wenn das ganz nett aussieht, optisch, so richtig vom Stuhl zerrt uns das jetzt nicht. Er mag ja zwar schön kompakt sein mit 3,99 Metern Länge, 1,82 Metern Breite und 1,52 Metern Höhe, doch ein Leichtgewicht wird er trotz relativ bescheidener 52-kWh-Batterie sicher nicht sein. Und da sind die 180 oder 220 PS und 300 Nm maximales Drehmoment nicht wirklich wild. Auch wenn 6,4 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h auf dem Papier ein guter Wert sind. 380 Kilometer Reichweite versprechen die Franzosen, geladen werden kann mit maximal 100 kW. Preise gibt es noch keine, die Produktion läuft eh erst Ende Jahr an.

Ford Mustang GTD
Ab heute, dem 13. Juni um 13 Uhr, kann man in Europa den Ford Mustang GTD bestellen. Man sollte dann 325’000+ Dollar als Spaziergeld haben, einen ausgezeichneten Leumund und wohl auch etwas Geduld: Man weiss nicht so genau, wie viele GTD nach Europa kommen. Und aus den USA/Kanada liegen schon mehr als 7500 Bestellungen vor. Vor allem aber braucht es wohl auch ziemlich viel cojones, denn was da Ford bringt, dürfte ein Brett werden. Der aufgeblasene 5,2-Liter-V8 kommt auf über 800 PS. Was es möglich machen soll, die Nordschleife unter sieben Minuten zu knacken, sprich: Man will auf Höhe des Porsche 911 GT3 RS sein. Und irgendwie ist der Mustang mit der Bezeichnung eines alten VW Golf halt so richtig, sorry, geil, riesige Schaltwippen aus Titanium, ein Schaufenster auf der nicht vorhandenen Rückbank mit Blick auf Pushrod und Kühler, auf Wunsch ein sehr grobes Performance-Package mit reichlich Splittern und Spoilern.

Mehr Neuheiten haben wir im Archiv.

2 Kommentare

  1. Beat Walti Beat Walti

    Na ja…. schön ist anders und irgendwie Sinn machen muss das Ganze wahrscheinlich ja auch nicht….
    Für 325’000 wüsste ich interessantere Autos!

  2. Matthias Matthias

    Ssssst – zisch- klong – peng! Meist blieben die Hot-Wheels-Modelle der Kindheit, durch Schwerkraft oder Katapulte brachial beschleunigt, nicht in den schalen Spuren der grellbunten Plastikpisten, sondern wurden quer durch das Kinderzimmer geschossen. Wir machten uns einen Spass daraus, zu testen, wer seinen Chevy oder Mustang am spektakulärsten abfliegen lässt. Ein während dieser vorpubertären Geschwindigkeitsorgien mit unbekanntem Ziel verschollenes Modell fand sich Wochen später in einem Pflanzenkübel wieder…

    Dann kamen Weihnachten und die Carrerabahn mit Ferrari Dino und Porsche 906 und alle waren am Drücker (wäre dieser ewige Klassiker nicht mal ein Thema für radicalmag – Generationen von Autofahrern wurden damit elektrisch mobilitäts-sozialisiert!). Dann, und ja dann kamen die Mädchen und Hot Wheels und Carrera hatten dagegen keine Chance, denn das Adrenalin strömte lebhaft in eine andere Richtung. Die Racer wurden auf den Estrich geschickt zum ewigen Boxenstopp. Und wenn ich heute so einen Mustang sehe wie diesen hier, metallisch glänzend von den Rädern bis zum Dach, dann kribbeln meine Finger und alle Erinnerungen an die Rennen der späten Sechzigerjahre kommen subito zurück. So, genau so sahen unsere Hot-Wheels-Favoriten aus!

    Dieser Hyper-Mustang ist herrlich politically incorrect, prollig, protzig , potent. Es sagt laut und deutlich „Leck mich!“ zu allen Klima-Eiferern und taugt optimal zum Feindbild erster Güte für alle Zeitgenossen, die sich auf das verbrennergetriebene Automobil als Ursache aller zeitgenössischen Kalamitäten eingeschossen haben . Dieser Mustang ist einer von den letzten Vertretern einer aussterbenden Art. Caroll Shelby hätte seine Freude daran. Man kann in Autos wie diesen das Mädchen von damals ja auf einen Ritt mitnehmen. Fahrer und Begleitung sind mittlerweile deutlich 60 plus und in Würde gereift. Ich denke, man muss das Potenzial solcher „Kraft“-Wagen gar nicht mehr ausreizen. Alleine ein Auto dieser Art zu besitzen und sich an einer solchen Zeitmaschine zu freuen ist das Geld mehr als wert.

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