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Numbers: Mercury Turnpike Cruiser, 1957

Der Eigenartige

Besonders selten sind diese Mercury Turnpike Cruiser nicht, im ersten Modelljahr 1957 konnten immerhin 16’681 Exemplare abgesetzt werden. Ein Jahr später waren es noch 6407, dann wurde der Turnpike auch schon wieder ersatzlos gestrichen. Erhältlich waren sie mit zwei oder vier Türen, 1957 gab es ganz selten auch noch ein Cabriolet. Die Turnpike Cruiser waren die Top-Modelle von Mercury, sie erhielten auch alles, was der Ford-Konzern damals zu bieten hatte. 19957 mussten sie noch mit einem 290 PS starken 6-Liter-V8 auskommen, 1958 gab es dann aber die so genannten «Marauder»-Motoren, als Basis ein 6,3-Liter mit 330 PS, dazu ein 7-Liter mit 360 PS – und schliesslich noch den «Super Marauder», ebenfalls 7 Liter Hubraum, aber mit drei Doppelvergasern und dann stolzen 400 PS, als erster US-Car überhaupt. Eine weiitere technische Besonderheit war die «Merc-O-Matic», ein 3-Gang-Automat, der über Knöpfe am Armaturenbrett bedient werden konnte.

Doch auffällig ist natürlich vor allem die Optik. Das Design ging auf ein Concept Car mit dem Namen XM Turnpike Cruiser zurück, das 1956 vorgestellt worden war. Die Serien-Fahrzeuge waren dann 5,36 Meter lang, über 2 Meter breit. Es gab nicht nur eine gewölbte Frontscheibe, sondern erstmals auch eine versenkbare Heckscheibe, als «Breezeway» bezeichnet. Und eine Frühform eines Trip-Computers. Über der Windschutzscheibe befanden sich Lufthutzen- und Antennen-Attrappen, die Ausbuchtungen der hinteren Kotflügel wurden gülden lackiert. Vielleicht war das alles auch einfach zu viel. Viele Turnpike Cruiser scheinen nicht überlebt zu haben, besonders gesucht sind sie auch nicht.

Mehr spannende US-Cars gibt es unter: Numbers.

2 Kommentare

  1. Rolf Rolf

    Huiuiui, dagegen ist ja ein Multipla richtig hübsch.
    Danke fürs Zeigen, interessant ist der/das schon.

  2. Christian Christian

    Fährt der noch oder fliegt der schon?
    Im Ernst, Hochachtung – man muss sich schon trauen, so ein Design tatsächlich zu bauen und auch von Fahrer/Fahrerin wird wohl eine Portion Selbstvertrauen gefordert.
    Aber in den 50ern, vor allem in den USA, mit Raketendesign usw. war so ein Auto eher normal.
    Aber besser so, als das Designeinerlei von heute – deshalb, wieder einmal, Danke für den Artikel!

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