Lieber Herr Ruch, vielen Dank für die wunderbaren Artikel, die einen immer wieder zum intensiven nachschauen über die einzelnen Modelle anregen.
Was ich allerdings nicht so richtig verstehe ist, warum Sie den doch in einer relativ gr0ßen Serie gebauten F40 immer wieder einzeln mit Geschichte vorstellen, anhand der meist nicht vorhandene Kommentare, scheint es zu diesem Modell kein wirkliches Interesse zu geben, ausnahmen natürlich die Sondermodelle, oder schräge Besitzverhältnisse.
Bitte nehemn Sie dies nicht als Kritik, sondern ein wenig Neugier auf. Grüße aus Wiesbaden und ein schönes Wochenende.
Lieber Herr Dr. Günther, ich denke, daß Sie und ich nicht die Zielgruppe der F40-Sammlung sind.
Der F40 ist zwar in der Tat der erste Ferrari, den ich selber fahren durfte, die Nachbarn meiner Eltern hatten immer das neueste, teuerste Ferrari-Modell vor ihrem Haus stehen, aber mich hat der F40 nie angesprochen.
Was aber nichts heißt.
Ich verstehe schon, daß der F40 eine Ikone ist, daß genau dieses Modell für nicht nur eine ganze Generation DER Traum-Ferrari ist, ebenso wie der aus meiner Sicht ziemlich furchtbare Testarossa der achtziger Jahre, hier kumulieren Mythos, Leistung, Kompromißlosigkeit und die Tatsache, daß es der letzte von Enzo Ferrari selbst abgesegnete Straßensportwagen der Marke ist.
Was mich allerdings bei der Lektüre der F40-Beiträge erschüttert, ist die Tatsache, daß ein Großteil dieser Autos gar nicht gefahren wurden und werden!
Wozu kaufe ich mir einen Supersportwagen, wenn ich ihn nicht fahre???
Zum Betrachten? Reicht ein Coffee-Table-Book, außerdem ist er dafür eh‘ nicht schön genug.
Zum Spekulieren? Sollte man sich eine Aktie kaufen, oder ein Start-Up. Mit Autos, Rennpferden und Kunst spekuliert man nicht!
Zum Angeben? Muß man entweder ständig zur Eisdiele fahren oder aber andauernd Leute in seine Garage einladen.
Nein, so ein Auto gehört gefahren, schnell und weit und durchaus hart, über Autobahnen, Paßstraßen, Küstenstraßen, es muß heiß werden, schmutzig werden, es darf auch mal eine Schramme bekommen, es muß nach einer Tagesreise von Zürich nach Südtirol vor dem Laurin in Bozen knisternd abkühlen, mit Felgen voll von Bremsstaub, der Eigner muß auf der Terrasse beim Apéro erschöpft auszitternd auf den Ferrari blicken und sich auf den nächsten Tag freuen, auf die Fahrt über den Sella-Paß, weiter hinein ins richtige Italien!
Lieber Herr Ruch, vielen Dank für die wunderbaren Artikel, die einen immer wieder zum intensiven nachschauen über die einzelnen Modelle anregen.
Was ich allerdings nicht so richtig verstehe ist, warum Sie den doch in einer relativ gr0ßen Serie gebauten F40 immer wieder einzeln mit Geschichte vorstellen, anhand der meist nicht vorhandene Kommentare, scheint es zu diesem Modell kein wirkliches Interesse zu geben, ausnahmen natürlich die Sondermodelle, oder schräge Besitzverhältnisse.
Bitte nehemn Sie dies nicht als Kritik, sondern ein wenig Neugier auf. Grüße aus Wiesbaden und ein schönes Wochenende.
Ulrich Günther
Lieber Herr Dr. Günther, ich denke, daß Sie und ich nicht die Zielgruppe der F40-Sammlung sind.
Der F40 ist zwar in der Tat der erste Ferrari, den ich selber fahren durfte, die Nachbarn meiner Eltern hatten immer das neueste, teuerste Ferrari-Modell vor ihrem Haus stehen, aber mich hat der F40 nie angesprochen.
Was aber nichts heißt.
Ich verstehe schon, daß der F40 eine Ikone ist, daß genau dieses Modell für nicht nur eine ganze Generation DER Traum-Ferrari ist, ebenso wie der aus meiner Sicht ziemlich furchtbare Testarossa der achtziger Jahre, hier kumulieren Mythos, Leistung, Kompromißlosigkeit und die Tatsache, daß es der letzte von Enzo Ferrari selbst abgesegnete Straßensportwagen der Marke ist.
Was mich allerdings bei der Lektüre der F40-Beiträge erschüttert, ist die Tatsache, daß ein Großteil dieser Autos gar nicht gefahren wurden und werden!
Wozu kaufe ich mir einen Supersportwagen, wenn ich ihn nicht fahre???
Zum Betrachten? Reicht ein Coffee-Table-Book, außerdem ist er dafür eh‘ nicht schön genug.
Zum Spekulieren? Sollte man sich eine Aktie kaufen, oder ein Start-Up. Mit Autos, Rennpferden und Kunst spekuliert man nicht!
Zum Angeben? Muß man entweder ständig zur Eisdiele fahren oder aber andauernd Leute in seine Garage einladen.
Nein, so ein Auto gehört gefahren, schnell und weit und durchaus hart, über Autobahnen, Paßstraßen, Küstenstraßen, es muß heiß werden, schmutzig werden, es darf auch mal eine Schramme bekommen, es muß nach einer Tagesreise von Zürich nach Südtirol vor dem Laurin in Bozen knisternd abkühlen, mit Felgen voll von Bremsstaub, der Eigner muß auf der Terrasse beim Apéro erschöpft auszitternd auf den Ferrari blicken und sich auf den nächsten Tag freuen, auf die Fahrt über den Sella-Paß, weiter hinein ins richtige Italien!