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Bizzarrini GT America 2+2

Fussnote

Was, ein 2+2-Sitzer von Bizzarrini? Tatsächlich, der Prototyp wurde 1968 auf dem Salon in Paris vorgestellt, doch da war Bizzarrini schon am Ende, im einzigen wichtigen Buch zur Marke ist dazu zu lesen: «The chassis tubing had only been tacked together for the show and not fully welded up». Wem genau das Design des schon damals in Champagner lackierten Fahrzeugs zuzuschreiben ist, darüber kann nur gerätselt werden – es gab sicher schönere Entwürfe. Es wäre auch spannend zu wissen, um wieviele Zentimeter der Radstand verlängert wurde, damit die zweite Sitzreihe Platz fand; sitzen konnte dort eh niemand. Was man noch weiss: Der 5,4-Liter-Corvette-Motor trug die Nummer JES010 VOT9HD, geschaltet wurde manuell über ein Borg-Warner-4-Gang-Getriebe T10-7D.

Bei der berühmten Versteigerung der Bizzarrini-Überreste am 15. Oktober 1970 kaufte sich Mauro Chigotti den Prototypen (er besass schon weitere Bizzarrini), bezahlte 1 Million Lire dafür (also quasi nichts). 1971 befindet sich das Fahrzeug, anscheinend in fahrbarem Zustand, in Südafrika wieder, bleibt bei verschiedenen Besitzern auch dort, kommt 2008 nach Italien zur Restauration bei Reali. Irgendwann erhielt der Prototyp dann sogar eine Chassis-Nummer: IGM0593VT, und kommt 2017 in die USA. Nun wird dieses aussergewöhnliche Einzelstück von Broad Arrow in Audrain 2026 versteigert, erwartet werden 400’000 bis 500’000 Dollar.

Mehr interessante Klassiker gibt es im Archiv.

Ein Kommentar

  1. Rolf Rolf

    Man nehme Maserati Bora hinten und Indy vorn und die Silhouette des Iso Grifo und fertig ist obiger. Nicht wahnsinnig schön, aber auch nicht richtig schlecht.

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