Allein, es fehlt die Phantasie
Es dürfte noch so einiges zu berichten geben im Oktober 2026, es findet ja auch noch ein Auto-Salon statt in Paris. Doch dominiert wird das alles sicher vom:
Jaguar Type 01




































Da enthalte ich mich – vorerst – einer Meinung. Bloss die technischen Angaben: 118-kWh-Akku, 850-V-Architektur, maximale Ladegeschwindigkeit 350 kW, Reichweite gemäss WLTP bis zu 724 Kilometer. 5,2 Meter lang, über 2 Meter breit, Einstiegspreis ab 165’000 Euro. Machen Sie sich selber ein Bild, deshalb hat es auch so viele.
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BMW 3er (2027)











Wenn ein ganz neuer Dreier-BMW vorgestellt wird, dann ist das wichtig. Wir sind nun in der achten Generation, 18 Millionen Exemplare wurden vom 3er schon verkauft, auch der neue G50 wird das wichtigste Modell der Münchner bleiben. Oder allenfalls das zweitwichtigste hinter seinem schon bekannten Bruder, dem rein elektrischen i3. Nein, sie sind nicht gleich, der «klassische» 3er hat eine längere Motorhaube, dafür einen kürzeren Radstand, zudem ist er etwas flacher. Von vorne: gut, endlich mal wieder. Von hinten, tja. Er ist 4765 Millimeter lang, 1850 Millimeter breit, 1455 Millimeter hoch. Und er kommt zwar ohne Diesel, aber dafür weiterhin mit sechs Zylinder, der M350 XDrive tritt mit happigen 443 PS an. Und ja, es kommt dann auch noch ein M3, die wird dann wohl etwa 4x so stark wie die Einstiegsversion 318 mit ihren 156 PS.
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Renault E-Space

Da haben wir erst kürzlich noch geschimpft ein bisschen geschimpft, dass Renault etwas gar heftig auf der Retro-Welle surft, da bedienen sich die Franzosen wieder eines «alten» Namens, interpretieren ihnen als E-Space aber völlig neu. Viel weiss man noch nicht von diesem Konzept, aber ja, bitte, unbedingt.
Mehr Neuheiten haben wir im Archiv.


Mhhm…
Man soll ja immer mit was positivem Beginnen:
Ich finde es gut und mutig, dass der Wagen immer noch wie eine Studie aussieht, besonders innen auf das wesentliche reduziert und gar nicht mal so geschmacklos (nur was soll der gelbe Fleck auf den Kopfstützen bedeuten?). Löblich finde ich auch den Verzicht auf einen riesigen Mittelscreen. Hier scheint das Fahren im Mittelpunkt zu stehen.
Nun aber zur Kehrseite, die alles überwiegt:
Das Ding sieht aus wie ein skulpturgewordener Machtbeweis, ein moderner Klotz mit Anleihen der Dekadenz aus den 30ern und 50ern. Da fehlt mir irgendwie die Eleganz und Emotionalität der Marke. Kraft und Stärke wird zur Dominanz herhoben – das scheint mir für Narzissten gedacht. Viel zu groß und schwer, harte Kanten für harte Zeiten, das Teil schneidet durch den Verkehr wie ein warmes Messer durch kalte Butter.
Irgendwie spüre ich Abneigung gegen dieses Automobil…
Jaguar:
Ganz ehrlich, ich habe mir das Titelbild angesehen und gerätselt, was das ist? Am ehesten sah der „Kühler“ noch nach Audi aus.
Innen extrem reduziert, aber das kennen wir schon von Tesla.
Jeden Tag, wenn ich mit einem unserer „normalen“ Autos fahre, frage ich mich, warum man etwas so herrlich unkompliziertes wie ein paar Schalter und Drehknöpfe für die Heizung und einige wichtige Funktionen plötzlich weglässt und einen zwingt in Menüs herumzufuhrwerken??????
Ein Autojournalist sagte es mal ganz anschaulich:
Das ist, als würde man vor dem Waschbecken stehen und um das Wasser laufen zu lassen, muss man auf den Spiegel tippen und durch Untermenüs die Wärme vorwählen und das Wasser einschalten, statt einfach nur den Wasserhahn aufzudrehen.
BMW:
Sowohl i3 wie auch jetzt 3er, haben die Chance verpasst, wieder kompakte Maße anzunehmen und die alten Tugenden aufleben zu lassen. Der hier ist knapp so groß wie vor ein paar Jahren ein 7er. Das Lenkrad ist absolut overstyled und hässlich.
Ganz interessant finde ich das Armaturenkonzept mit diesem Displaystreifen unter der Frontscheibe. Peugeot hat ja auch die Armaturen übers Lenkrad gesetzt, da sah es aber immer klobig aus. Zumindest ersetzt das ein HUD, welches ich persönlich als extrem störend und irritierend empfinde und immer abschalte, sobald mir eines begegnet.
Espace:
Der sieht mal wieder grandios aus! Kann man nur hoffen, dass er nicht knapp 5 Meter lang und 2 Meter breit ist.
Mittlerweile irritierend auf der Straße finde ich diese Überbeleuchtung der Kühler.
Da kommt der Coca-Cola-Weihnachtstruck auf einen zu.
Wie mein Vorredner schreibt, man soll positiv anfangen. Geht nicht, Was uns heute so angeboten wird, ist einfach alles overoverover.
Wann traut sich endlich einer, wieder ein Auto kompakt und ohne Firlefanz, dafür benutzerfreundlich zu bauen? Darf auch elektrisch sein.
PS:
Was beim Jaguar noch auffällt, ist die wohl so beliebte vegane Ausstattung.
Man muss sich das mal zu Gemüte führen. Hat man, ja!, früher Autos praktisch gebaut, nämlich man sitzt auf Stoff, der sich in der Sonne nicht aufheizt und atmungsaktiv ist und die Sitzrückseiten sind mit Kunstleder bezogen, wenn die Kids mit den Füßen dagegen kommen, leicht abwischbar.
Jetzt dreht man es um. Hinten der empfindlichere Stoff, vorn sitzt man auf Gummi in seiner eigenen Schweisspfütze.
Hauptsache anders!
Es ist wahrscheinlich einfach der Zeitgeist. In den 90er Jahren gabs doch mal so einen Audi Avus. Alles rundgelutscht und hässlich und jetzt der Audi Nuvolari. Alles eckig und Kante und auch hässlich. Und der Jaguar erinnert mich an diesen Audi.
Am Ende wird der Markt entscheiden. Mich hat Jaguar (nicht nur Jaguar) als Neuwagenkunden verloren. Und viele (um nicht Alle zu schreiben) in meinem Umfeld sehen das so. Aber das sind halt auch alles weisse Männer ü50.
Vermutlich müssen wir auch endlich verstehen, dass Westeuropa nur noch ein Nebenschauplatz ist. In fast jeder Hinsicht.