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Ford Standard Station Wagon, 1940

SUV, aber so richtig

Oh doch, wir können durchaus auch Freude haben an SUV. Dann nämlich, wenn sie ernsthaft sind, also mehr so: Geländewagen. Arbeitstiere. Und auch noch eine schöne Geschichte haben. Dieser Ford Standard Station Wagon ist eigentlich ein ganz klassischer Kombinationskraftwagen (mehr davon haben wir: hier), wie er Ende der 30er Jahre zu Tausenden auf die Strasse kam; auch die Holzbeplankung war damals üblich. Speziell macht ihn, dass er 1940 von Marmon-Herrington überarbeitet wurde – und das ziemlich heftig. Er erhielt nämlich einen zuschaltbaren Allradantrieb, ein Lastwagen-Getriebe sowie grobstollige 15-Räder, was den Ford im Gelände ziemlich unschlagbar machte. Marmon kennen wir schon aus einem anderen Zusammenhang, Marmon-Herrington hatte 1931 in der alten Duesenberg-Fabrik in Indianapolis mit der Produktion von 4×4- und 6×6-Lastern für die Armee begonnen, die Produktion dann später auch auf zivile Fahrzeuge ausgebaut. Die Technik war sehr robust – und teuer, dieses Fahrzeug kostet neu mit 1805 Dollar mehr als doppelt so viel wie ein braver Ford Standard Station Wagen. Für die Reifen kamen noch einmal zwischen 175 und 230 Dollar dazu. Wie viele dieser Ford-Kombi mit Allradantrieb gebaut wurden, ist heute unbekannt, aber mehr als Dutzend waren es wohl kaum. Was wahrscheinlich dann auch erklärt, warum RM Sotheby’s für dieses Fahrzeug, das am 18. Januar in Arizona unter den Hammer kommt, einen Schätzpreis von 250’000 bis 300’000 Dollar angibt. Aber irgendwie: wenn SUV, dann – so.

(Es ist dies der Beginn einer Serie, wir wollen sie #fordmonday nennen. Was bedeutet, dass wir jeden Montag jeweils einen Ford auf unserer Instagram-Seite publizieren. Und dazu gibt es dann allenfalls auch eine Story hier; nicht immer, aber manchmal. Mehr Ford haben wir alleweil in unserem Archiv.)

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