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Lamborghini Miura P400SV – #4974

Zufälle…

Die SV sind der Gipfel unter den Miura. Einmal abgesehen vom sowohl legendären wie auch mysteriösen Jota. Der Jota verfügt unter anderem über eine Trockensumpfschmierung, und ob es je einen SV mit ebendieser gab, darüber gehen die Meinungen auseinander. Aber: wahrscheinlich nicht. Sicher ist hingegen, dass noch manch ein SV zu einem späteren Zeitpunkt diese Trockensumpfschmierung im Werk erhielt, genaue Zahlen sind aber unbekannt. Das hier vorgestellte Fahrzeug mit der Chassisnummer #4974 ist nun einer dieser «mit». Und das kam so.

#4974 wurde am 10. Dezember 1971 fertiggestellt und war in Miura-Grün lackiert. Er wurde an einen Mr. Stel in Udine ausgeliefert, der ihn seinerseits bald an den Lamborghini-Händler in Padua verkaufte. Dort fand ihn Claudio Zampolli, einst Ingenieur bei Lamborghini und später Händler in den USA, der den Miura an einen in Kalifornien ansässigen Kunden namens Dennis Christianssen vermittelte; gleichzeitig wurde der Wagen auch rot lackiert. 1977 verkaufte Christianssen #4974 wieder an Zampolli, der den SV unbedingt mit einer Trockensumpfschmierung versehen wollte. Doch als der Lamborghini komplett auseinander war, wurde der Motor gestohlen. Nun hatte Zampolli ja aber ausgezeichnete Beziehungen zum Werk, also bestellte er in Sant’Agata einfach einen neuen SV-Motor und alles, was es für den «up-grade» brauchte – und fertig war ein aussergewöhnlicher Miura. Der die vergangenen 40 Jahre in der gleichen Sammlung verbrachte – und am 16./17. Januar 2020 bei der Versteigerung von RM Sotheby’s in Arizona unter den Hammer kommt. Einen Schätzpreis gibt es noch nicht.

683) Chassis-Nummer: 4974.

Motoren-Nummer: 30687 (aktuell: -)

Auslieferungsdatum: 10.12.1971

Farbe: Verde Miura

Interieur: Nero

Erstbesitzer: Achilli Stel

Weitere Besitzer: Claudio Zampolli; Dennis Chrisianssen

Auktion: RM Sotheby’s, Arizona 2020, verkauft für 1’391’000 Dollar.

Ach ja, kurz vor der Auktion gab es auch noch ein paar bessere Bilder:

Alle unsere bislang gesammelten Miura gibt es – hier. Und die Geschichte des faszinierenden Fahrzeugs: hier.

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