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Alfa Romeo 1900 «La Flèche»

Transatlantisch

Mitte der 50er Jahre blickten sogar die italienischen Meister-Designer gespannt über den grossen Teich, die Welle der amerikanischen Dream-Cars beeinflusste auch ihr Schaffen. Alfredo Vignale war zwar damals auf dem Höhepunkt seines Erfolgs, auch weil er Giovanni Michelotti engagiert hatte, doch der US-Markt wäre für die Italiener eine interessante Spielwiese gewesen, man hätte da gerne ein paar Kunden gewonnen. Mit dem Alfa Romeo 1900 Cabriolet, das Vignale auf den Namen «La Flèche» taufte und 1955 auf dem Turiner Salon ausstellte, wollte er ganz sicher amerikanische Kunden überzeugen, das Design trug dann auch auch die Bezeichnung «stile transatlantico». Und jede Menge Chrom. Noch kurz zur Bezeichnung: «La Flèche» ist in der französischen Sprache der Pfeil – oder aber eine Hühnerrasse.

Dieses Einzelstück wurde kurz nach dem Turiner Salon an eine Schifffahrtsgesellschaft in Rom verkauft, die Geschäfte mit Südafrika machte. 1983 kaufte ein italienisches Unternehmen, das Fahrzeuge an Film-Produktionen vermietete, den Alfa Romeo, er hatte in der Folge ein paar Auftritte in Filmen, die heute niemand mehr kennt. 1987 kaufte ein gewisser Emanuele Barlette den Cabrio-Pfeil, 2011 verkaufte er ihn an den legendären Sammler Corrado Lopresto, der ihn jetzt (Dezember 2024) über RM Sotheby’s, Private Sales, für 550’000 Euro loswerden will. Was uns ein bisschen erstaunt, aber was wissen wir schon über die Hintergründe.

Man kann dieses Fahrzeug nicht losgelöst von unserer sehr ausführlichen, sehr feinen Geschichte zu den Alfa Romeo 1900, «Millenove», betrachten. Dort sehen Sie auch, was alles möglich war auf Basis eines Alfa-Romeo-Modells. Mehr spannende Fahrzeuge haben wir im Archiv.

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