Vorhanden
417) Chassis-Nummer: 4248
Motoren-Nummer: 30424
Auslieferungsdatum: 07.10.1969
Auslieferung an: Autoelite
Original-Farbe: Arancio Miura
Interieur: skay nero
erster Besitzer: –
weitere Besitzer: befindet sich in den USA, zuletzt gesehen 2016 auf dem Amelia Island Concours
Auktion: Gooding Christie’s, Amelia Islands 2026, Schätzpreis 2,1 bis 2,4 Millionen Dollar, mit diesen Angaben: «According to factory records, this Miura P400 S, chassis 4248, was completed in October 1969. Assigned Bertone production no. 417 with corresponding body no. 517, it was originally finished in the fashionable and highly desirable combination of Arancio Miura (Miura Orange) over black vinyl upholstery with beige cloth seat inserts. Consistent with its autumn 1969 build date, chassis 4248 benefits from the full suite of technical improvements introduced at the onset of P400 S production. These include the strengthened chassis frame, upgraded driveshafts, adjustable KONI shock absorbers, thicker anti-roll bars, and the latest generation of Pirelli Cinturato tires, all of which contributed to improved handling, durability, and refinement. Upon completion, 4248 was delivered new to official Lamborghini dealer Autoelite on Milan’s Viale Cenisio. While its earliest ownership history remains undocumented, by 1973 the Miura had relocated to Japan, where it was offered for sale by prominent exotic car dealer Elite Sport of Tokyo. In the mid-1970s, the car was featured in a Japanese automotive magazine and subsequently offered by Tomita Auto of Kyoto and Checker Motors of Tokyo. In the early 1980s, the Miura was exported to the US, settling in California, where it was refinished in red and registered on period blue-and-yellow plates bearing the number “1ASE345.” The Miura later migrated to the Midwest and, in 2002, was acquired by dedicated Lamborghini enthusiast Tim Mathile of Cincinnati, Ohio. Shortly thereafter, Mr. Mathile commissioned local specialist Quality Automotive to perform an extensive restoration. Conducted over a three-year period, the work included stripping the car to bare metal and refinishing in its original Arancio Miura livery, complemented by a beige leather interior. As the cosmetic elements were being addressed, mechanical work – including engine and gearbox rebuilds – was entrusted to Evans Automotive Repair Inc. of Columbus, Ohio, and NJB Automotive of Westerville, Ohio. The restoration is documented by an impressive file accompanying the car, which contains invoices, photographs, and correspondence. The completed Miura made its concours debut at the 2006 Ault Park Concours d’Elegance, earning Best in Class honors. Additional accolades include Best in Class at the 2009 Louisville Concours d’Elegance and the 2022 Cincinnati Concours d’Elegance, as well as a Children’s Choice Award at the 2014 Keeneland Concours. The car was also displayed at the 2016 Amelia Island Concours d’Elegance, in a class commemorating the Miura’s 50th anniversary, and achieved broader recognition through its appearance on Comedians in Cars Getting Coffee, hosted by Jerry Seinfeld with guest Chris Rock. Significantly, the engine, no. 30424, is the original, matching-numbers unit per factory records. The original Bertone body number, 517, is present in multiple locations, including the front bulkhead, both doors, as well as the front and tail sections.»
Besonderes: –
Alle, wirklich alle Miura haben wir: hier.


Schade, daß kaum ein Miura noch das originale Interieur aus Kunstleder mit Stoffeinsätzen hat, diese neumodische Noblesse des Lederinterieurs nimmt dem Wagen etwas von seiner etwas rauen Normalität.
Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten in den siebziger Jahren, als man ab und zu einen Miura, einen Espada oder einen Ferrari Daytona im normalen Straßenverkehr sah, mit dem in der Regel eher mäßigen Erstlack, der recht rustikalen Verarbeitung und oft mit verbeulten vorderen Nummernschildern, schmutzigen Felgen und deutlichen Gebrauchsspuren.
Die absolute Perfektion der restaurierten – und vermutlich in den seltensten Fällen artgerecht gefahrenen – Fahrzeuge macht sie so unnahbar und aseptisch.
Und statt mit einem Miura im Spätsommer von München über die Alpenpässe bis Neapel zu fahren, werden die Autos dann in geschlossenen Anhängern nach St. Moritz gebracht, um dann durch die Salzlake zum Suvretta-House zum Angeben und später auf den zugefrorenen See zum Wichtigmachen gefahren zu werden…
Guten Abend, hugoservatius,
da bin ich ganz bei Ihnen: Dieser Auto-Missbrauch gehört bestraft. Genau wie die Protzerei bei anderen Gelegenheiten. Viele Richard-Mille-Träger ziehen ihre teuren Chronometer nur an, wenn sie zu Anlässen gehen, wo man bewundert werden will.
Man kann solche Typen nicht davon abhalten, ihr Unwesen zu treiben. Aber man kann es anders machen. Und Veranstaltungen, wo sie auftreten, einfach meiden. Dann muss man sich auch nicht ärgern. Und man kann seine eigene Art kultivieren, mit schönen Dingen umzugehen, indem sie in den Alltag integriert werden. Indem man zum Beispiel einen alltagstauglichen und gepflegten Youngtimer fährt. Da bekommen Sie pro Tankfüllung mehr nach oben gereckte Daumen zu sehen als jeder Lambo-Pilot.
Ich bin jetzt übrigens nicht sicher, welcher Miura mir mehr leid tun soll: Der gelbe, der sich im Hochregallager des Luzerner Verkehrshauses die Pneus platt steht oder der von Ihnen beschriebene Lambo in der Salzlake…
Lieber Matthias,
Richard wer???
Kleiner Scherz, ich habe mich schlau gemacht und festgestellt, daß ich tatsächlich keine dieser Uhren haben möchte, und obwohl ich schöne Uhren sehr liebe, verberge ich sie in der Regel unter meiner Umschlagmanschette, mir reicht es, wenn ich sie selber sehe…
Und ich gebe Ihnen völlig Recht, solche – wie die allermeisten „Autoveranstaltungen“ – sollte man unbedingt meiden, insbesondere in den letzten Jahren wurde mir aus allem zu sehr ein „Event“ gemacht und das Auto ausschließlich zur Selbstdarstellung und nicht aus Leidenschaft gekauft und ab und an benutzt.
Ganz grundsätzlich bin ich der Meinung, daß ein Auto ein Fortbewegungsmittel ist, welches auch als solches genutzt werden sollte, ich benutze meine Fahrzeuge ganz normal, sie müssen auch im fortgeschrittenen Alter weite Strecken zügig zurücklegen können, sie werden auch mal naß und schmutzig, natürlich werden sie liebevoll gepflegt und nicht bei Schnee und Salz bewegt, aber sie müssen in erster Linie als Auto dienen, nicht als Sammlerstücke.
Autos zu sammeln hat etwas enorm spießiges, finde ich, was dem LBS-Bausparer seine Briefmarkensammlung, ist dem Krypto-Spekulanten inzwischen seine Autosammlung.
Und das mit dem nach oben gereckten Daumen ist in der Tat so, jedenfalls solange ich mit meinem über 40 Jahre alten VW Käfer oder meinem Mini-Cooper durch die Stadt fahre, bei den etwas nobleren Fabrikaten wird man hier in Berlin eher zum Sozialneidempfänger, unabhängig vom Alter des Fahrzeugs…
Und hätte ich einen Miura – was unwahrscheinlich ist, denn ich hätte mir von der guten Fee dann eher einen Aston Martin DB5 oder einen Jaguar D-Type gewünscht, dann würde solch ein Auto ebenfalls viel und zügig benutzt werden, allerdings nicht auf zugefrorenen Seen oder zweckentfremdeten Golfplätzen!