Phantasievoller
Stolze 24 Seiten widmete «auto, motor und sport» im Sommer 1974 einem Vergleichstest von Alfasud, Citroën GS, Fiat 128, Opel Kadett, Simca 1100 und dem damals ganz neuen Volkswagen Golf. Es muss dann irgendetwas falsch gelaufen sein auf der Redaktion, wahrscheinlich sprachen die Journalisten zu heftig dem französischen Rotwein zu, denn zur allgemeinen Überraschung (die bis heute anhält) gewann nicht das neue Wunderding aus Wolfsburg diesen Vergleich, sondern der Citroën (auf dem zweiten Platz folgte dann der Alfasud…). Es ist heute fast unvorstellbar, wie sehr die deutschen Tester den französischen Wagen rühmten, von hervorragendem Federungskomfort war zu lesen, von bequemen Sitzen und gutem Raumangebot und auch noch sehr hoher Fahrsicherheit. Dabei war der Citroën auch alles andere als eine Neuheit, stolze vier Jahre war er schon auf dem Markt – und er hatte gerade in Deutschland nicht den besten Ruf.

Doch beginnen wir von vorne. Weit zurück müsste man eigentlich blicken, schon Mitte der 50er Jahre war den Citroën bewusst gewesen, dass es zwischen 2CV und DS dringend noch ein Modell brauchte. Es kam dann zwar der wunderbare Ami6, doch der war zu nahe am 2CV, da war und blieb Raum. Mitte der 60er Jahre hatte man dann ein Fahrzeug, das Projet F, quasi fertig entwickelt, doch es wurde auch wieder verworfen, man begann vor vorne – und das in schwierigen Zeiten, das Geld war bei Citroën chronisch Mangelware, zudem hatte man sich mit Wankel-Motoren und der Übernahme von Panhard und dann auch noch Maserati zu sehr verzettelt. Dass der Wagen dann am 24. August 1970 tatsächlich vorgestellt werden konnte und von Anfang an eine sehr gute Figur machte, darf man als ein kleines Wunder bezeichnen. Apropos Figur: Das Design stammte von Robert Opron (wie auch schon jenes des SM). Zwar behauptete Leonardo Fioravanti gern, dass der GS (was übrigens für «grande série» steht) eine schlichte Kopie seines Entwurfs einer «Berlina Aerodinamica» sei, die er 1967 bei Pininfarina für British-Elend auf die Räder gestellt hatte – und ja, gewisse Einflüsse lassen sich sicher nicht verneinen. Aber es war ein grosser Wurf, der erste Eindruck von «Auto, Motor und Sport» zeigt dies deutlich: «Der GS wirkt ausgesprochen harmonisch – und höchst individuell dazu».
Wie auch immer: ein hübscher Wagen, auch heute noch. Der GS war moderner als alles, was es damals zu kaufen gab, denn damals dachten die meisten Designer noch in eckigen Boxen, die sie aneinanderfügten; der Citroën war aus einem Guss, elegant, aerodynamisch fortschrittlich als Fliessheck-Limousine mit steil abfallendem Heck. Das Raumangebot war bei immerhin 4,12 Metern Länge, 1,61 Meter Breite und nur gerade 1,35 Metern Höhe überragend, fünf Personen fanden bequem Platz, der Kofferraum war mit 465 Litern Fassungsvermögen mehr als üppig bemessen. Wohl aus Respekt vor dem Renault 16 verzichtete Citroën zu Beginn auf eine Heckklappe und abklappbare Rücksitze (die es dann bei späteren Modellen noch dazu gab), doch der Zugang war dank sehr tiefer Ladekante kein Problem. Auch der Arbeitsplatz war so ganz anderes als bei den langweiligen Konkurrenten, Einspeichen-Lenkrad, Tacho in Form einer Lupe (auch als «Glasauge» bezeichnet), ins Armaturenbrett integrierte Handbremse, um nur einige Beispiele zu nennen. Dieses «Glasauge», man hasste es oder liebte es, wie zum Beispiel «Der Spiegel»: «Hinter dem Volant freilich erinnert nur noch die in Form eines Hockeyschlägers geschwungene Lenkradstange an den armaturenüberladenen DS. Zur Flurbereinigung am Armaturenbrett gesellt sich, was die „FAZ“ schon als „Ei des Kolumbus“ würdigte: Der Tachometer zeigt, ähnlich wie die Bodenwaage im Badezimmer, hinter einem (stets beleuchteten) Lupenglas die jeweilige Geschwindigkeit in einer drei Zentimeter großen Zahl an». Doch der grösste Unterschied waren wohl die beiden Bedien-Satelliten neben dem Lenkrad, so etwas wie die Erfindung der Ergonomie im Automobil. Die Idee war, dass der Pilot seine Hände nicht vom Lenkrad nehmen musste, die notwendigen Schalter für Licht, Scheibenwischer, Blinker etc. waren schön in Gruppen drappiert, man nannte das PRN für «pluie, route, nuit» (Regen, Strasse, Nacht) – und war damit der Zeit wohl etwas zu weit voraus. Das Gestühl war so, wie es von Citroën auch heute wieder propagiert wird: breit, weich, bequem. Der Seitenhalt war gut, weil man tief in diese Sitze einsank.

Klar, Frontantrieb. Einzelradaufhängung rundum, vorne an Dreiecksquerlenkern und hinten an Längsschwingen aufgehängt, dazu auch noch eine Niveau-Regulierung. Was sich von selber versteht, denn da war ja auch noch die Hydropneumatik – was ein Alleinstellungsmerkmal war in diesem Segment, Komfort aus der Oberklasse in der unteren Mittelklasse. Vier Scheibenbremsen, damals noch keine Selbstverständlichkeit. Zahnstangen-Lenkung, erstaunlicherweise ohne Servo, aber dafür erfreulich direkt und präzis. Natürlich konnte auch der GS zur Not auf drei Rädern fahren, doch wirklich überzeugend war das Fahrverhalten, zwar sehr komfortabel, aber durchaus auch sportlich – in Sachen Fahrwerk war der Citroën auch deutlich grösseren und viel teureren Fahrzeugen überlegen. Und nein, er neigt sich in Kurven nicht heftig zur Seite, das machen nur der 2CV und die von ihm abgeleiteten Derivate. Die Presse liebte den Citroën, obwohl es zwischen den Zeilen auch kritische Worte gab, wie dieses Fazit des Testberichts der Schweizer «Automobil Revue» aus dem Jahr 1970 aufzeigt: «Wie alle seine Schwester-Modelle wendet sich der GS an ausgesprochene Auto-Individualisten, die sich von ungewöhnlichen technischen Lösungen angesprochen fühlen. Er bietet den besten Fahrkomfort in seiner Wagenklasse, kommt aber wegen des kleinen Motors auf nur ausreichende Beschleunigungswerte. Die recht hohe Dauergeschwindigkeit verdankt er der eigenwilligen, strömungsgünstigen Karosserie. Viele Eigenschaften und Eigenheiten des GS sind gut durchdacht, doch gerade deswegen bedarf es noch weiterer Detailarbeit, vor allem an Motor, Getriebe, Heizung und Qualität der Verarbeitung, damit dieser vielversprechende Wurf auch in alltäglichen Dingen den Vergleich mit seinen weniger phantasievoll konstruierten Konkurrenten mit Erfolg besteht».
Der Antrieb des GS entstand auf einem weissen Blatt Papier. Es war von Anfang an klar gewesen, dass auch eine Variante mit Wankel-Motor gebaut werden würde, dass also ein kleines Motörchen vor der Vorderachse und dahinter angeflanschtem Getriebe eingebaut werden musste. Also wurde ein luftgekühlter Vierzylinder-Boxer mit zuerst 1015 cm3 Hubraum entwickelt, eine sehr moderne Maschine mit hemisphärischen Brennräumen und zwei obenliegenden Nockenwellen, komplett aus Leichtmetall. Die Leistungsausbeute war mit 55 PS nicht gerade wild (und das maximale Drehmoment von 72 Nm bei 3500/min auch nicht), doch es brauchte nicht mehr, der Wagen war knapp über 900 Kilo schwer und schaffte dank seiner hervorragenden Aerodynamik trotzdem eine Höchstgeschwindigkeit von über 150 km/h. Weil er nicht nach hohen Drehzahlen verlangte, versah er seine Arbeit auch ausgesprochen ruhig. Und war langlebig, Probleme mit dem Antrieb hatten die GS eigentlich nie. Auch dann nicht, als der Hubraum in verschiedenen Schritten auf 1129 und 1220 und schliesslich 1299 cm3 erhöht wurde und die Leistung auf bis zu 65 PS stieg. Geschaltet wurde zumeist manuell über vier Gänge, es gab aber auch einen 3-Gang-Automaten, C-Matic genannt, der den GS aber nicht wirklich sportlicher machte. Schön auch die Einschätzung von «Der Spiegel» bei der Vorstellung des Citroën: «Französischen Auto-Ingenieuren ist nunmehr gelungen, was ihren Wolfsburger Kollegen bislang versagt geblieben war — sie konstruierten einen luftgekühlten Motor, der wenig Lärm macht. Tatsächlich erzeugen die vier Zylinder des luftgekühlten Boxermotors weniger Krach als manches wassergekühlte Aggregat gleichen Hubraums. Zusätzlich dämpften die Citroen-Techniker die Geräuschentwicklung dadurch, daß sie anstelle des herkömmlichen Kettenantriebs für die ventilsteuernden Nockenwellen lärmfreie Zahnriemen verwendeten». Und weiter noch: «Etwas protzig mutet daneben ein großformatiger Drehzahlmesser an. Die Citroen-Ingenieure rechtfertigen die Installation des prestigefördernden Geräts mit der Notwendigkeit, die Drehzahl zu kontrollieren, weil der Motor so leise läuft».

1971 kam der Kombi dazu, genannt Break und gesegnet mit über 700 Litern Kofferraumvolumen. Das grosse Facelift fand dann 1979 statt, aus dem GS wurde der GSA (A für «athlète», was vielleicht etwas geschmäcklerisch war), es gab eine Heckklappe, andere Rückleuchten, mehr Plastik und ein erneuertes Armaturenbrett. Und es gab reichlich unterschiedliche Modelle, Basis war der Spécial, etwas besser ausgestattet war der Club (u.a.: Fünfgang-Getriebe), es gab den Pallas mit den ganz feisten Sitzen, den X1 als abgespeckte Sportversion (ohne «Glasauge», aber nicht mit mehr Leistung) und den X3 als wieder aufgespeckte abgespeckte Sport-Variante (unter anderem zu erkennen an der Kartenleselampe). Gebaut wurden die GS zumeist in Rennes und das bis 1986 (zumindest als Break, bei der Limousine war schon 1985 Schluss), es entstanden fast 2,5 Millionen Exemplare. Die Citroën leider auch nicht vor dem Konkurs retteten – und von denen man leider nur noch erstaunlich wenige auf der Strasse sieht, auch in Frankreich nicht; Rost war eines der Probleme, mangelnde Liebe ein zweites, wahrscheinlich grösseres. Und ja, Reparaturen waren kompliziert und folglich teuer (was wiederum eine Erklärung für die mangelnde Liebe sein könnte). Gute GS haben heute ihren Preis, doch sie sind günstiger zu haben als gute 2CV.
Der Berichterstatter hat zum GS ein besonderes Verhältnis, er verbrachte einen schönen Teil seiner Jugend in einem zahnbelagsbeigen 1220 Club mit einem Innenleben aus moosgrünem Velours. Bei einer kürzlichen Ausfahrt mit einem GSA X3 kamen da auch wieder ganz viele Erinnerungen hoch, das so typische Geräusch des Vierzylinder-Boxers war allein schon eine Reise in die Vergangenheit. Der X3 ist jetzt nicht das GS-Modell, das man unbedingt haben will, denn er verfügt über ein sehr eigenartiges Armaturenbrett mit komischen Instrumenten. Und einen kürzer übersetzten fünften Gang, der so ziemlich gar nichts bringt ausser mehr Lärm bei Geschwindigkeiten über 100 km/h. Es war uns aber trotzdem eine Ehre: der GS ist mehr als 50 Jahre nach seiner Präsentation ein weiterhin sehr adrettes Fahrzeug. Und auch nach heutigen Massstäben noch sehr komfortabel, die Hydropneumatik schluckt halt schon quasi alles weg, was die Strasse an Unebenheiten zu bieten hat; es war wieder einmal der Zeitpunkt, sich die Frage zu stellen, warum Citroën diese Fahrwerks-Technik aufgegeben hat. Ohne dass wir zu einer vernünftigen Antwort gekommen wären. Er geht gut bis so etwa 130 km/h, danach passiert ausser mehr Lärm nicht mehr viel, doch auf kurvigen Landstrassen und bei fleissigem Gebrauch des erfreulich präzisen 5-Gang-Getriebes kann man da schon auch deutlich modernere Fahrzeuge erschrecken. Einverstanden, das Überholen ist dann etwas schwieriger, es fehlt der Saft, doch es gibt ja Volksgruppen, die sind schon massiv verärgert, wenn man sich mit weniger als 600 PS hinten anhängt. Ja, da ist sehr viel Plastik nicht immer sehr schön verarbeitet, doch Plastik galt einst als Heilsbringer, da muss man die Zeichen der Zeit erkennen. Doch wir lieben die Sitze. Und die tiefe Sitzposition. Und diesen Komfort. Und dieses Motorengeräusch. Und die Platzverhältnisse. Und das Design. Also, eigentlich: alles. Am meisten lieben wir, dass dieses Fahrzeug auch heute noch phantasievoller ist als fast alles, was man derzeit kaufen kann.

Mehr Citroën haben wir in unserem Archiv. Und wir haben auch eine Übersicht über alle Stories im Zusammenhang mit «100 Jahre Citroën».


Ich kann mich gut erinnern wie ein X3 auf der Autobahn mit Heimweh, Rückenwind und leichtem Gefälle im Lupentacho über 180 anzeigte. Wo genau verschweigen wir, aber Rasergesetze gab es jedenfalls noch nicht – muss ca. 1988 gewesen sein.
ich brachte den Cactus erste Generation auch auf über 200. davon gibt es sogar noch ein Bild. irgendwo.
180km/h-Jugentorheiten im GSA:
Brennerautobahn bergab im Windschatten einer S-Klasse.
Vor den Kurven musste ich immer lupfen, um nicht auf das wild krängende Schiff vor mir aufzulaufen.
Zuhause dann in die Werkstatt, weil sich bei dieser und ähnlichen Aktionen das Fett aus den Antriebswellenlagern (?) verflüchtigt hatte.
Danke für diesen wertschätzenden Artikel über das wohl meistunterschätzte Modell der Automobilgeschichte.
Woran erkennt man eine Ode von Peter Ruch an einen vergangenen Automobilschatz? Du suchst bei Mobile und Autoscout ob es nicht doch noch Einen gibt in der Nähe. Vielen Dank
Hallo Froupe,
„Nähe“ ist relativ, aber falls Dir Mitteleuropa nicht zu weit ist, dann gäbe es hier ein Exemplar in aussergewöhnlichem, echten Neuwagenzustand zu erwerben.
Nicht auf Mobile, nicht auf Autoscout, nicht billig.
prospekte@gmx.net
wunderbares «Lob», danke.
Gehören die federungs spheren nicht grün zu sein?
Der kleine CX, ein wunderbares Auto mit dem legendären Bremsknopf.
Kann mich gut an dieses Auto erinnern. Wir hatten zwei davon, zuerst einen blassgelben, was ihm natürlich den passenden Übernamen „Zitrönler“ einbrachte. Später einen silbergrauen, auf welchem ich Autofahren lernte. Als ich dann den „Brief“ hatte und mit dem Auto in den Ausgang fuhr, staunten alle Kollege über den Innenraum – noch nie hatten sie so etwas in einem Auto gesehen.
„…es muss dann irgendetwas falsch gelaufen sein…“
Oh Nein! Es ist dann ganz was anderes abgelaufen. In der Folge „wendete“ sich die Berichterstattung deutlich.
Die Italiener rosteten und hatten eine miese Verarbeitung.
Die Franzosen rosteten, hatten eiene miese Verarbeitung und ganz unlogische Bedienelemete.
Die Briten eine miese Verarbeitung und waren sowieso schrullig.
Die Amis konnten nur schnell gerade aus und waren Säufer.
Der Ostblock war hinter dem eiserenen Vorhang eingesperrt und damit keine Gefahr.
Nur die „deutschen“ Autos waren gut. Allen voran der VW Golf, der eigentlich nur mittelmäßig war, da vom Fiat 128 abgekupfert. Der rostete zwar genauso schnell aber die „VW-Propaganda“ schaffte es, diese Mittelmäßigkeit zur Norm zu erheben. Alles was nicht so war wie der Golf war schlecht und verlor ab diesem Zeitpunkt die Vergelichstests.
Als dann die Japaner auf der Bildfläche erschienen, versuchte man es mit den gleichen Mitteln, nur die Japaner waren besser und taten den deutschen Autotestern nicht den Gefallen und lernten schnell und gründlich. Ab diesem Zeitpunkt gab es auch keine Vergleichstets mehr mit „ausländischer“, vor allem japanischer Konkurenz.
Ja, und dann kam das Märchen von den Spaltmassen, der schöneren Struktur des Plastiks und der ach so tollen Verarbeitung der deutschen Autos. Dagegen konnten (durften) die „ausländischen“ Marken natürlich nicht mithalten. Allerdings habe ich seit dieser Zeit auch keine deutschen Autozeitschriften mehr gelesen. Die Stereotypischen Abwertungen der „ausländischen“ Marken und die Lobhudeleien für die deutschen Marken, allen voran VW, haben aber aus heutiger Sicht mehr geschadet denn genutzt.
Mein Lebensmotto, „Leben und leben lassen – fair und objektiv sein2, wurde durch diese Art der Berichterstattung massiv gestört. Entschuldigung, aber das musste raus.
Citroen mag ich besonders, seit ich drei Jahre lang einen XM mit V6 fahren durfte. Das war damals ein wahnsinnig tolles, bequemes Auto für lange Strecken. Und zuverlässig war der auch! Nur ein Marder konnte ihn stoppen 😉
Das erste Auto meiner Frau war eine Ente und die träumt heute noch davon, obwohl das Auto eher langsam war. Aber eben supr praktisch, bequem und billig Und so schwelgen wir manchmal bei einem Glas Rosè in Erinnerungen an die „guten, alten Zitronen“…
Nenene, nicht so schimpfen auf die deutschen Autos.
Ja, die ersten Golf 1 rosteten weg wie nix, das wurde aber relativ flott behoben.
Ja, der Golf „wackelt“ seltsam, wenn man hin und her lenkt (außer der GTI).
Und es gab auch inländische Konkurrenz in Form des Kadett D, später E. Zum Golf 1 waren die vor allem innen größer, die Heckklappe ging bis zur Stoßstange und sie wackelten nicht, waren aber etwas härter.
Wirklich richtig überlegen war der Golf bei den Motoren. Beim Golf 1 war der 75 PS 1,6 Liter dem Kadett D mit 75 PS und 1,3 Liter meilenweit überlegen, fuhr sich nahe dem GTI.
Die ersten Japaner protzten zwar mit viel besserer Ausstattung, weil halt ein individueller Bau in Japan plus der lange Transport damals nicht so einfach waren, aber sie waren teilweise beim Fahren schon richtig brummig und bockig. Da fuhr der Golf richtig erwachsen dagegen. Und das macht, meiner Meinung nach, seinen Erfolg aus.
Aus einem Mittelklasseauto auf den Golf umsteigen war kein großer Verlust, andere fühlten sich wie Kleinwagen an.
Da hat man doch gern für den Zigarettenanzünder, die heizbare Heckscheibe, den rechten Außenspiegel und womöglich grüne Scheiben extra bezahlt.
Heute ist das obsolet, weil alle Autos ziemlich gut sind.
Die Begeisterung der Autojournalisten und wohl auch die konstruktive Brillanz des Fahrzeugs schlugen bis in die Autoquartetts durch. Wir hatten als Kinder eines, das hiess ‚Autotest‘ und vegab Schulnoten von sehr gut bis ungenügend für glaube ich sechs oder sieben Kategorien wir Innenraum, Motor, Fahrverhalten, Wirtschaftlichkeit etc.
Der Citroen GS hatte fast nur sehr gut und ein gut – d.h. das beste Testergebnis aller Fahrzeuge im Schnitt. Fand ich damals als deutschautomobil sozialisierter Junge reichlich merkwürdig – klar Citroen mochte man wegen der DS, die durch jeden französischen Film fuhr und einfach cool (wie sagen damals glaube ich ’superklasse‘ dazu) war. Aber die anderen Citroens??? Nichts was auch nur der Erwähnung wert war – aus Sicht von Autoexperten im Grundschulalter.. Dieses Spitzenergebnis eines 55 PS Autos in dem erwähnten Quartett überraschte mich und ich merkte mir diesen GS.
Mit freundlichen Grüßen
DeHavilland
AUTOCOEUR For the PEOPLE!
Zuerst einmal, ich der mögliche Kunde, zu allen Zeiten muss begeistert werden.
Was Auto-journalisten bis hoch zu den inFluenzzadeppen wollen, inkl der bornierten
Marketingabteilung eines noch borniertern KOnzerns ( Audi–ein Beispiel wie man
immer daneben haut, aber weiss, das der Audi-fan genau so in seiner Bubble lebt wie
der tesla-Todel, der erst merkt wenn es zum Unfall kommt, dass er für eine Lüge halt
geopfert wird.. interssant imer wenn man dieses Reizwort tesla bring, wie viel sofort
( marketing?) aus dem Busch scpringen um zu biegen..egal)
Trau keinem Test, den du nicht selber gemacht hast.
Was ja sehr traurig ist, aber..
Das Auto. Hat meine Grossvater gehabt.
( der war urfrankophieeeel.. why not..)
Und der hatte eine Fabrik.
Also gibg sich auch der Aston oder ein Iso Griffo aus.
Mein Grossvater, mit dem herlichen ENZZO FERRAI Spruch abgewandelt..
“ Sag mal, was galubst, was diese teuren Karren kosten? Das kann und will ich mir
nicht leisten. Im übrigen fahre ich im Städtle, ( Tempo 50 ) 3 km bis in meine Fabrik.
Und wie wären meine Mitarbeiter motiviert, wen ich eine Geschichte drücke, und
Ich gehe mit teurem Beispiel vorann? Na also.. Von Nix kommt nix..“
Das war damals. Den Wagen gibt es immer noch.
Original Patina.
Steht neben einem Mini1 1967-68, einem neunen, alten POrsche 912, renoviert.
Jetzt mit schicken 110 Ps, innen original 1970 Stoff.. ( das grün weisse Karo zu Schwarz)
Und anderen.
Ein neuese E-auto von Nissan sieht dagegen schon wie eine LKW aus.
und?
Danaks wussten die noch nicht was kommen könnte und haben halt eine, open
World gehabt.
Heute, eingeklemmt zwischen Auflagen ( die man kompakter und leichter bauen kann, aber nicht will) Grössenwahn der Hersteller und Kunden, die nun merken, das
eine Paypal auf Pump welt so schön schnell 60.000 Euro für etwas raus haut, das eh
keine 15.000 wert ist. Die können gar net anders.
Mein Grossvater zu einer S-klasse, die er auch hatte .
“ Den bekomme ich net in meine 1948er Park-hütte ( Carpot)“
Also stand der Staats wagen in der Fabrik und nur wenn es mal wichtig wurde, natürlich mit ´Schaufööööhr, wurde zu den Messen nach Paris oder Frankfort oder
Wie gefahren.
Einmal sogar nach Bern.
Was wäre also so verkehrt, wenn man wieder mal anfinge am KUnden für den Kunden zu bauen.
Und warum soll man das alle 3 Jahre tauschen?
Weil Nachfolger noch hässlicher, üppiger und debieler ist?
eben. Olo
ps die Fabrik wurde von 3 Brüdern gewandelt, heute hitec mini Bautzeile für Computer. Das, was keiner kann, will oder machen will.
2026 expandiren wir bald auf 3000 Mitarbeiter.
Alles begann in einer Weberei.. vor 300 jahren. out
ps.. sorry.. geschriebn im Stau zw. 2 Ampeln auf Smartphone..
Bin auch schon zu alt für das.. für 120 Meter 3 Minuten.. ggg
im braven elektro-Opel..
( der macht relativ brauchbar– Wunder oft.. gestern Firmen Skoda..
nö..der wird out ges. zum vergessen, wenn es ums..egal..) Ampel grün
„……… zahnbelagsbeigen 1220 Club mit einem Innenleben aus moosgrünem Velours“
Aaaah, da hätte innen aber Hornhautumbra besser gepasst.
Der GS war für mich einer der elegantesten, sinnvollsten und feinsten Wagen der unteren Mittelklasse.
Eine extrem aerodynamische und hinreißend gestaltete Karosserie, eine vernünftige Motorisierung, ein extrem großzügiges Platzangebot, dazu der Charme und milde Luxus eines sehr Französischen Fahrzeugs, das seine nationale Identität klar formuliert, absolut perfekt wäre er mit dem leise sirrenden Wankelmotor unter der Haube gewesen, ein GS Birotor steht für mich auf einer Stufe des Begehrens mit einem Ferrari 400 GT, einem Dino 246 oder einem Citroen SM.
Man stelle sich vor, Citroen würde einen modernisierten GS Electrique bauen, mit 130 PS, einer realistischen Reichweite von mindestens 600 km, dem Platzangebot, der Windschlüpfrigkeit und dem intellektuellen Anspruch des Originals, auf schmalen, eleganten Leichtmetallrädern, mit dem wunderbaren Einspeichenlenkrad, mit zeitgemäßen Sicherheits- und Assistenzsystemen, DAS wäre ein Auto mit Zukunft!