Umwege
So ganz dunkel mag ich mich noch erinnern an den Genfer Salon von 2012, also, damals, als es noch eine Auto-Messe gab in Genf, da stand auf dem Stand von Zagato ein etwas spezielles Gefährt, angeschrieben als AC 378 GT. AC Cars, schon damals der älteste, immer wieder existierende englische Auto-Hersteller, erlebte mit diesem Fahrzeug wieder einmal ein Comeback (Cobras in irgendwelchen Formen gab es immer), dies mit einem Umweg über Südafrika. Dort war 2009 der Perana Z-One entstanden, ebenfalls gezeichnet von Zagato, aufgebaut auf einer Corvette C6. Damals plante man, 999 Exemplare zu bauen, dies zum Preis von weniger als 50’000 Euro. Zwei Jahre später hatte sich der Preis schon verdoppelt, die Produktion war aber noch nicht angelaufen. Ein Jahr später hiess das gleiche Fahrzeug dann AC 378 GT, war gut 300 Kilo schwerer (1465 Kilo) als der Perana, aber nun wirklich bereit für eine Serienproduktion.





















Die 378 wies auf den Hubraum hin, 378 cubic inch, also 6,2 Liter. 437 PS wurden über ein manuelles 6-Gang-Getriebe an die Hinterräder gewuchtet, irgendwelche elektronischen Helferlein gab es nicht. Von 0 auf 100 wollte der AC in weniger als 4 Sekunden rennen, gegen oben war erst über 300 km/h Schluss. 10 Vorserien-Fahrzeuge wurden anscheinend gebaut, eines davon steht jetzt (November 2024) bei sbxcars.com zur Versteigerung. Zagato hatte übrigens schon einmal einen AC eingekleidet, 1957, doch dieser Ace blieb ein Einzelstück.

Es ist dies eine Geschichte aus unserer Sammlung von «erfolglosen» Hyper/Supercars. Im Archiv gibt es weitere schöne Stories. Eine Ahnenreihe der AC Cars haben wir auch noch, hier.


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