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Neuheiten Oktober 2026

Allein, es fehlt die Phantasie

Es dürfte noch so einiges zu berichten geben im Oktober 2026, es findet ja auch noch ein Auto-Salon statt in Paris.

Mercedes-OMG GT SUV

Die Daten sind gut: Bis zu 710 kW maximale Ladegeschwindigkeit, bis zu 700 Kilometer Reichweite, 12 Minuten Ladedauer von 10 auf 80 Prozent (das wären dann im Schnitt stolze 448 kW…). Dann auch noch in der stärksten Version: 1170 PS, 2000 Nm maximales Drehmoment, in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 270 km/h Höchstgeschwindigkeit. Und ausserdem: 5,08 Meter lang, 1,96 Meter breit, 1,66 Meter hoch, 2,7 Tonnen schwer. Noch schwerer wiegt das Styling…

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Zur Mission S von Porsche gibt es etwas: hier.

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Opel STX Concept

Los jetzt, Opel, bauen! Genau so! Und am besten auf einer Leapmotor-Plattform…

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Peugeot E-T16 Concept

Es tönt jetzt wieder so negativ, aber ich bin dieses Aufwärmen einer glorreichen Vergangenheit nun wirklich leid. Klar, bei Renault hat das bestens funktioniert, insbesondere mit dem R5 (und dann auch mit R5 Turbo 3E), doch auch Renault hat den Bogen unterdessen überspannt, dieser R8 Gordini war nun wirklich nicht auch noch nötig, mit der Alpine A310 gibt man aber gleich noch einen drauf. Logisch, bei Stellantis muss etwas geschehen, Stellantis hat es wahrlich schwer, aber dass jetzt die Strategie von Renault derart schamlos kopiert wird (und im Konzern das Retro-Thema auch gnadenlos gefahren, siehe Citroën 2CV), das ist nicht wirklich ein Ausdruck von Kreativität. Logisch ist der Peugeot E-T16 sehr, sehr cool, Erinnerungen an die herrliche Gruppe B kommen hoch, doch das kann doch nicht die Lösung sein? Und klar, 816 Strom-PS sind ein hübsches Seelen-Pflästerchen, aber löst das irgendein Problem? Übrigens: Der ganz neue Peugeot 208 kommt schon im April 2027, der E-T16 gibt erste Hinweise. Ach ja, da ist noch mehr Löwen-Retro: RCZ. Nein, geht nicht in Serie…

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Citroën 2CV Concept

Als ewiger «Döschwo»-Fahrer müsste ich ja nun entzückt sein. Aber irgendwo dort unten im Bauch ist so ein Gefühl, schwer zu erklären. Also, zuerst einmal: 2028, bis dahin passiert bei Stellantis und vor allem Citroën noch viel, verheissungsvoll tönt das alles nicht. Dann: Unter einer Tonne. Das erscheint zwar verheissungsvoll, deutet aber meiner bescheidenen Ansicht nach darauf hin, dass die zukünftige Ente dann in die Fahrzeug-Kategorie L6e (also wie der Ami) oder, noch schwieriger, L7e fallen wird. Wie auch immer, so ein Lächeln hat mir der 3,73 Meter lange Franzose jetzt schon ins Gesicht gezaubert. Ach ja, da ist noch mehr Retro: CV Fourgonnette.

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Alfa Romeo Cuorerosso

Und dann müssen wir (Alfisti) uns jetzt alle tief bücken und auf Knien dankbar sein? Ohja, der Cuorerosso ist der schönste Alfa seit dem Junior (Typ 996). Aber er ist einfach eine Studie, mehr nicht. Zwar behaupten die Italiener, das «Rot-Herz», das sie jetzt auf dem Pariser Salon präsentieren, sei ein «Manifest für die Zukunft der Marke». Doch die vorläufige Zukunft der Marke ist ein kompaktes SUV, das im nächsten Jahr vorgestellt werden wird – und mit Ausnahme vielleicht der Farbe ganz sicher rein gar nichts mit diesem Concept-Car zu tun haben wird. Ankündigungen von Alfa Romeo sind seit Jahren den Text-Code nicht mehr wert, mit dem sie online angepriesen werden, dies Ding, 4,7 Meter lang und nur 1,3 Meter hoch, wird den gleichen Weg gehen wie schon so viele Ideen der Mailänder, die es nur direkt in die Schublade oder allenfalls in die Tiefgarage unter dem Museum schafften. Da können sie auch gerne behaupten, sie hätten den 2,9-Liter-V6 aus der Giulia elektrifiziert – wie genau, das verraten sie ja nicht. Denn dass der Quadrifoglio-Motor ein Auslaufmodell ist, das ist trotz seiner aktuellen Wiederbelebung definitiv kein Geheimnis. Nein, ich glaube Alfa Romeo kein Wort, solch eine Limousine kommt nie, nicht einmal als völlig überteuerte Kleinserie. Und darin liegt wohl die wahre Tragödie: Man muss schon sehr gutgläubig (oder mehr noch: realitätsfremd?) sein, um Alfa Romeo noch ein Comeback zuzutrauen (siehe auch: Lancia Gamma, weiter unten).

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Smart #2

Als der Smart Fortwo 1998 auf den Markt kam, war er genau 2,5 Meter lang. Ab 2007 gab es dann eine zweite Generation, die kam auf 2,7 Meter, war aber nicht besser, ab 2014 folgte dann die dritte Generation, 2,74 Meter lang und bis 2024 gebaut. Nun wollen es Geely und Mercedes noch einmal wissen, mit dem Smart #2 gibt es einen reinen Stromer (das war schon der erste Gedanke gewesen, damals, vor 1998…) in sehr grosser Ähnlichkeit, 2,76 Meter lang, 1140 Kilo, 82 PS, 36-kWh-Akku, maximale Ladegeschwindigkeit 65 kW, WLTP-Reichweite 290 Kilometer. In Deutschland ab 19’990 Euro, in der Schweiz ab 18’300 Franken. Danke.

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DS Automobiles F3VER

Die Zukunft von DS Automobiles erscheint doch eher ungewiss. Auf dem Pariser Salon darf das schicke Stellantis-Töchterchen aber noch einmal eine neue Designsprache zeigen. Die sehr an die noch junge Vergangenheit erinnert, den ersten DS3, der gerade als Racing ein feiner Wagen war. Wahrscheinlich werden wir den F3VER aber als Fiebertraum der Design-Abteilung in die Geschichtsbücher eingehen sehen.

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BYD Atto 8

Nun ja, der BYD Atto 8 sieht halt aus wie, eben. Aber er kann «Fast Charging», will seine doch mächtige 115-kWh-Batterie in nur 9 Minuten von 10 auf 97 Prozent laden können. Als Reichweite werden bei der schwächeren Version (nur 462 PS, Heckantrieb) werden 653 Kilometer angegeben, beim Topmodell (775 PS, Allradantrieb) dann noch 602 Kilometer. Bis zu sieben Personen finden im Atto 8 Platz, vorne gibt es einen Frunk mit 136 Litern Stauraum. Die Preise sind noch nicht bekannt, nach Europa kommt der 5,04 lange und 1,76 Meter hohe Chinese im ersten Quartal 2027.

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Alpine A310 Vision

Man staunt dann schon ein bisschen: Alpine kämpft doch eigentlich ums Überleben, alles hängt von der neuen A110 ab (die nicht nur rein elektrisch sein wird, wie so munkeln hört). Doch zu diesem so elementaren Thema gibt es auf dem Pariser Salon nicht viel G’scheites an News. Stattdessen zeigen die Franzosen noch ein Retro-Konzept…

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Fiat Multipla

Da suchen wir jetzt noch nach einer Erklärung. Ist aber eh unnötig, das wird nie gebaut.

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Jaguar Type 01

Da enthalte ich mich – vorerst – einer Meinung. Bloss die technischen Angaben: 118-kWh-Akku, 850-V-Architektur, maximale Ladegeschwindigkeit 350 kW, Reichweite gemäss WLTP bis zu 724 Kilometer. 5,2 Meter lang, über 2 Meter breit, Einstiegspreis ab 165’000 Euro. Machen Sie sich selber ein Bild, deshalb hat es auch so viele.

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VW ID.Tiguan

Als wundersam innovativ kann man den neuen VW ID.Tiguan jetzt nicht bezeichnen, es werden in erster Linie Fehler aus der Vergangenheit korrigiert (die da heissen: ID.4, ID.5, das Fehlen von physischen Tasten). Optisch gleicht sich der Stromer mehr dem Tiguan ohne Strom an, das sieht doch ganz passabel aus, nicht zu mondän, also wie ein richtiger Volkswagen, aber glücklicherweise auch nicht wie ein Staubsauger. Die technischen Daten wollen wir uns hier ersparen, es ist alles wie gehabt auf der MEB-Plattform. Ausgeliefert werden die ersten ID.Tiguan dann Anfang 2027.

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Lancia Gamma

Das Trauerspiel erhält eine Fortsetzung, die Tragödie wird immer grauenvoller: Ein wahrlich furchtbares SUV-Coupé wird in Zukunft den ehrenvollen Namen Lancia Gamma tragen. 50 Jahre nach dem Gamma und im 120. Jahr der Firmengeschichte straft uns die unnötigste aller Stellantis-Töchter mit noch einem Gedöns auf der STLA-Medium-Plattform, es kommt als schwächlicher Hybrid mit 145 PS, als Stromer mit Frontantrieb und 230/245 PS sowie als, jetzt Achtung: HF Integrale mit Allradantrieb und 375 Strom-PS. Man fragt sich dann schon, was sich die Marketing-Laubbläser dabei gedacht haben: Lancia-Fans, von denen es allerdings kaum mehr Überlebende gibt, werden sich mit Grausen abwenden, wenn sie sehen, was aus dem ewigen «HF Integrale» geworden ist. Jüngere Kunden, die nicht vergangenheitsverblendet sind, bringen mit «Integrale» aber wohl mehr so gesunde Nudeln in Verbindung – und sehen das Elefäntchen vielleicht als Andeutung für leichtes Übergewicht? Wie auch immer, in die Schweiz und nach Deutschland kommt der neue Gamma vorerst nicht, es fehlt das Geld für die Neupositionierung der Marke. Zum Glück.

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BMW 3er (2027)

Wenn ein ganz neuer Dreier-BMW vorgestellt wird, dann ist das wichtig. Wir sind nun in der achten Generation, 18 Millionen Exemplare wurden vom 3er schon verkauft, auch der neue G50 wird das wichtigste Modell der Münchner bleiben. Oder allenfalls das zweitwichtigste hinter seinem schon bekannten Bruder, dem rein elektrischen i3. Nein, sie sind nicht gleich, der «klassische» 3er hat eine längere Motorhaube, dafür einen kürzeren Radstand, zudem ist er etwas flacher. Von vorne: gut, endlich mal wieder. Von hinten, tja. Er ist 4765 Millimeter lang, 1850 Millimeter breit, 1455 Millimeter hoch. Und er kommt zwar ohne Diesel, aber dafür weiterhin mit sechs Zylinder, der M350 XDrive tritt mit happigen 443 PS an. Und ja, es kommt dann auch noch ein M3, die wird dann wohl etwa 4x so stark wie die Einstiegsversion 318 mit ihren 156 PS.

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Renault E-Space

Da haben wir erst kürzlich noch geschimpft ein bisschen geschimpft, dass Renault etwas gar heftig auf der Retro-Welle surft, da bedienen sich die Franzosen wieder eines «alten» Namens, interpretieren ihnen als E-Space aber völlig neu. Viel weiss man noch nicht von diesem Konzept, aber ja, bitte, unbedingt.

Mehr Neuheiten haben wir im Archiv.

75 Kommentare

  1. Ickebana Ickebana

    Mhhm…
    Man soll ja immer mit was positivem Beginnen:
    Ich finde es gut und mutig, dass der Wagen immer noch wie eine Studie aussieht, besonders innen auf das wesentliche reduziert und gar nicht mal so geschmacklos (nur was soll der gelbe Fleck auf den Kopfstützen bedeuten?). Löblich finde ich auch den Verzicht auf einen riesigen Mittelscreen. Hier scheint das Fahren im Mittelpunkt zu stehen.

    Nun aber zur Kehrseite, die alles überwiegt:
    Das Ding sieht aus wie ein skulpturgewordener Machtbeweis, ein moderner Klotz mit Anleihen der Dekadenz aus den 30ern und 50ern. Da fehlt mir irgendwie die Eleganz und Emotionalität der Marke. Kraft und Stärke wird zur Dominanz herhoben – das scheint mir für Narzissten gedacht. Viel zu groß und schwer, harte Kanten für harte Zeiten, das Teil schneidet durch den Verkehr wie ein warmes Messer durch kalte Butter.
    Irgendwie spüre ich Abneigung gegen dieses Automobil…

    • Hömal Hömal

      Ich finde es konsequent, die Heckscheibe gleich ganz wegzulassen. Die Sehschlitze, die in heutigen Autos hinten verbaut sind, sind ohnehin kaum noch geeignet, um wahrnehmen zu können, was sich hinter einem abspielt.

      Ansonsten geb ich ihnen Recht: Die Front ist Audi x Rolls Royce. Die Seitenansicht ist Audi R8 x gechoppter Ami. Und das Lamellenheck hatten wir auch schon aus Italien. Ich tu mir sehr schwer, da irgendwas eigenständiges zu erkennen.

      Jaguar, wie es einmal war, als Hersteller eleganter, schneller Oberklasse-Limousinen, existiert nicht mehr. Es wurde ersetzt durch den maximal unesthätischen Brutalismus des heutigen Autodesigns, wo es ausschließlich darum geht, maximales „Überholprestige“ zu generieren. Frei nach dem Motto: Schleich dich aus meiner Spur, armseliges Gsindl, weil jetzt komm ICH ICH ICH ICH ICH!

      • Hömal Hömal

        Eigentlich müsste es heißen: Seitenansicht = Audi R8 x Chrysler 300C x gechoppter Ami.

  2. Rolf Rolf

    Jaguar:
    Ganz ehrlich, ich habe mir das Titelbild angesehen und gerätselt, was das ist? Am ehesten sah der „Kühler“ noch nach Audi aus.
    Innen extrem reduziert, aber das kennen wir schon von Tesla.
    Jeden Tag, wenn ich mit einem unserer „normalen“ Autos fahre, frage ich mich, warum man etwas so herrlich unkompliziertes wie ein paar Schalter und Drehknöpfe für die Heizung und einige wichtige Funktionen plötzlich weglässt und einen zwingt in Menüs herumzufuhrwerken??????

    Ein Autojournalist sagte es mal ganz anschaulich:
    Das ist, als würde man vor dem Waschbecken stehen und um das Wasser laufen zu lassen, muss man auf den Spiegel tippen und durch Untermenüs die Wärme vorwählen und das Wasser einschalten, statt einfach nur den Wasserhahn aufzudrehen.

    BMW:
    Sowohl i3 wie auch jetzt 3er, haben die Chance verpasst, wieder kompakte Maße anzunehmen und die alten Tugenden aufleben zu lassen. Der hier ist knapp so groß wie vor ein paar Jahren ein 7er. Das Lenkrad ist absolut overstyled und hässlich.
    Ganz interessant finde ich das Armaturenkonzept mit diesem Displaystreifen unter der Frontscheibe. Peugeot hat ja auch die Armaturen übers Lenkrad gesetzt, da sah es aber immer klobig aus. Zumindest ersetzt das ein HUD, welches ich persönlich als extrem störend und irritierend empfinde und immer abschalte, sobald mir eines begegnet.

    Espace:
    Der sieht mal wieder grandios aus! Kann man nur hoffen, dass er nicht knapp 5 Meter lang und 2 Meter breit ist.

    Mittlerweile irritierend auf der Straße finde ich diese Überbeleuchtung der Kühler.
    Da kommt der Coca-Cola-Weihnachtstruck auf einen zu.

    Wie mein Vorredner schreibt, man soll positiv anfangen. Geht nicht, Was uns heute so angeboten wird, ist einfach alles overoverover.
    Wann traut sich endlich einer, wieder ein Auto kompakt und ohne Firlefanz, dafür benutzerfreundlich zu bauen? Darf auch elektrisch sein.

    • Rolf Rolf

      PS:
      Was beim Jaguar noch auffällt, ist die wohl so beliebte vegane Ausstattung.
      Man muss sich das mal zu Gemüte führen. Hat man, ja!, früher Autos praktisch gebaut, nämlich man sitzt auf Stoff, der sich in der Sonne nicht aufheizt und atmungsaktiv ist und die Sitzrückseiten sind mit Kunstleder bezogen, wenn die Kids mit den Füßen dagegen kommen, leicht abwischbar.
      Jetzt dreht man es um. Hinten der empfindlichere Stoff, vorn sitzt man auf Gummi in seiner eigenen Schweisspfütze.
      Hauptsache anders!

      • Hömal Hömal

        Spannend in dem Zusammenhang: Ledersitze waren in der guten alten Zeit die Sitze für’s Fußvolk. Wer etwas auf sich hielt, saß auf Velours. Was auch 10 Mal gescheiter ist. Leder ist im Winter kalt und im Sommer schwitzt man drauf. Guter Velours (gar aus Wolle wie im Toyota Century) ist dagegen immer angenehm. Warum heute alle so auf Ledesitze abfahren verstehe wer will.

    • Christian Christian

      Ja Rolf, ich kann deinen Ausführungen nur zustimmen. Wir Jüngeren aus der „guten, alten Zeit“ werden das nicht mehr lernen, dass man sich nicht durch irgendwelche Menus „werkelt“ sondern man hat mit dem Gefährt zu sprechen! So wurde mir das kürzlich erklärt. Ich bin also praktisch zu dumm, die Technik richtig zu nutzen.

      Und ja, auch bei den Toiletten, Waschbecken und Badewannen beginnt jetzt die „neue“ Zeit und wir sollen mit dem WC, dem Waschtisch usw. sprechen. Als weitere Steigerung erkennt dann das Bad durch die KI, welcher Axxch gerade auf dem Topf sitzt und lässt dann schonmal das Bad mit der passenden Temeperatur und Schäumung ein…
      Man sieht ja heute schon Leute, die praktisch permanent mit rigendeinem Gerät sprechen nur nicht mehr mit anderen Menschen.

      Achso, ja, der 3er ist zu groß und der Jag weit weg von Grace, Pace and Value for the Money.

      Eigentlich alles ganz normal in einer Welt, die z.Zt. Orientierung sucht und nicht findet.

      • Rolf Rolf

        „Der mit dem Wolf tanzt“. Teil 2: „Der mir dem Auto spricht.“

        • Rolf Rolf

          Oder besser: „Der mit dem Golf spricht.“

          (Einfach schade, dass man die Beiträge nicht editieren kann.)

          • Peter Ruch Peter Ruch

            sorry ) man muss zu seinen Fehlern stehen…

  3. Es ist wahrscheinlich einfach der Zeitgeist. In den 90er Jahren gabs doch mal so einen Audi Avus. Alles rundgelutscht und hässlich und jetzt der Audi Nuvolari. Alles eckig und Kante und auch hässlich. Und der Jaguar erinnert mich an diesen Audi.
    Am Ende wird der Markt entscheiden. Mich hat Jaguar (nicht nur Jaguar) als Neuwagenkunden verloren. Und viele (um nicht Alle zu schreiben) in meinem Umfeld sehen das so. Aber das sind halt auch alles weisse Männer ü50.
    Vermutlich müssen wir auch endlich verstehen, dass Westeuropa nur noch ein Nebenschauplatz ist. In fast jeder Hinsicht.

  4. Nick Nick

    Bei all der vorauseilenden Kritik… der Type 01 ist ein sehr schönes Elektroauto. Elegant proportioniert, außergewöhnlich und höchstwahrscheinlich sehr hochwertig gemacht.
    Einen Jaguar sehe ich da nicht. Das ist auch gut so.
    Meiner Meinung nach hätte man die ohnehin fast tote Marke in Würde zu Grabe tragen können. Und dann, ein richtiger Relaunch: Daimler, Vanden Plas, da denkt niemand an Ford Mondeo oder ramschige Leasingangebote. So eine Marke hätte man genau so mit Leben füllen können, ganz ohne Retrokitsch.

    • Peter Ruch Peter Ruch

      elegant ist jetzt so ungefähr das letzte wort, das mir bei diesem fahrzeug in den sinn kommt. im vergleich zu einem leopard 2 vielleicht, ok…

  5. Manfred Manfred

    BMW:

    Die für meine Empfindung völlig grundlose Konstruktionsaggressivität des Lenkrads würde mir komplett die Seelenruhe rauben.

    Man muss sich ja mittlerweile von vielen Herstellern einiges gefallen lassen aber seit den letzten Modellen bin ich echt froh, mit BMW nichts am Hut zu haben.

    Renault: Naja, bitteschön. Feiner Name!

    Jaguar: Which jaguar?

    • Hömal Hömal

      Es ist sehr zu hoffen, dass die Mode des „innovativen Lenkraddesigns“ genauso zügig vorübergeht wie die Mode der restlos eliminierten haptischen Bedienungselemente, wo Tesla sogar den Blinkerhebel gestrichen hat.

      • Rolf Rolf

        Hatte. Es stand eine Weile sogar extra im Konfigurator „mit Blinkerhebel“.
        Das fand ich nun als Motorradfahrer gar nicht so wild und als Fahrer älterer BMW-Boxer schon gar nicht. Da musste man für links und rechts auch am jeweiligen Lenkerende drücken.
        Und Ferrari hat das auch schon gemacht mit den Blinkerknöpfen im Lenkrad.

        Viel schlimmer fand ich dieses oben offene Lenkdings (ein Rad ist es ja nicht), wo man beim Rangieren ins Leere greift.

        Aber sogar der ehemals extrem bedienungsfreundliche Mercedes hat zu viele Tasten aufs Lenkrad bekommen und später diese dann, statt knackiger Drücker, als Sensor“tasten“, die während der Fahrt kaum zu bedienen waren.

        Muss man es machen wie meine Frau, die hat noch nie eine Lenkradtaste angefasst.

        • Rolf Rolf

          PS: Der Jaguar hat ja praktisch gar kein Lenkraddesign. Und unter der Fläche, wo normal die Hupe sitzt, hängt da ein Subwoofer? Hupt der nach innen?

  6. Jono Jono

    Gratulation zum gelungenen Relaunch von Jaguar. Ein spannendes Produkt, das in der anvisierten Zielgruppe (Luxury, nicht Premium) sicher Anklang findet. Und ja, er ist auch elegant.

    Ironisch auch, dass ablenkungsfreie Innenräume (Jaguar) und normale Türgriffe (Torcal) mittlerweile Luxus-Features sind.

    • Manfred Manfred

      Ablenkungsfreie Innenräume sind sicher sehr ablenkungsfrei solange man nichts einstellen muss/will. Finster wird es wenn man wider Erwarten doch mal was einstellen muss/will.

  7. hugoservatius hugoservatius

    Zum Jaguar –
    ich bin ein bißchen ratlos.
    Vorausgeschickt sei, daß ich seit Kindesbeinen Autos dieser Marke liebe, vom XK über den wunderbaren Mark II, den E-Type und natürlich den XJ, die für mich eleganteste Limousine aller Zeiten.

    Auch weiß ich wohl, daß die Brüche zur DNA von Jaguar gehören, der zwischen dem SS100 zum XK120, der zwischen dem XK150 zum E-Type und der zwischen dem E-Type zum XJ-S und natürlich auch dem vom X350 zum X351.
    Klar ist auch, daß sich Jaguar neu erfinden mußte, die Idee des eleganten, rollenden, holzgetäfelten Herrenzimmers ist einfach nicht mehr kompatibel mit einer sich auflösenden bürgerlichen Gesellschaft.
    Auch gut finde ich die Idee eines vollelektrischen Jaguars, die konsequente Fortsetzung des flüsternden V12 aus dem XJ Series III.

    Aber:
    Dieser Jaguar ist nicht nur kein Jaguar, auch kein moderner Jaguar, er ist ganz einfach nicht schön, egal was für ein Markenzeichen er tragen würde.
    Die Front ist furchtbar klobig, protzig und fast schon brutal, die Seitenlinie ist unelegant und viel zu massig, das Heck ist belanglos wie eine chinesische Wurlitzer-Kopie.
    Ganz schlimm jedoch finde ich den Verzicht auf eine Heckscheibe, ikonographisch könnte man daraus dem Design eine bösartige Rücksichtslosigkeit attestieren.
    Allerdings:
    Innen finde ich ihn ziemlich gut, das cleane Design á la Bang & Olufson der siebziger Jahre gefällt mir gut, schon den für die damalige Zeit revolutionären Innenraum des Aston-Martin Lagonda fand ich großartig.
    Überhaupt, der Lagonda war ein ähnlicher Bruch zum damaligen Aston-Martin Design wie der Type 01 es zum klassischen Jaguar-Design darstellt, nur war der Lagonda einfach viel, viel besser gestaltet!
    Insofern:
    Quiet nice attempt, but try it again.
    Das Auto ist weder als Jaguar der Zukunft zu erkennen, das Auto ist weder typisch Britisch, das Auto ist einfach nur ziemlich unansehnlich und schlichtweg nicht gelungen.
    Ein Lucid Air, ein Fisker Karma, selbst ein Tesla Model S sieht besser, weniger bemüht und selbstverständlicher aus.
    Selbstverständlich, das ist vielleicht genau der Begriff, der einen modernen Jaguar auszeichnen sollte.
    Und das ist der 01 überhaupt nicht.

    Schluß, Ende, Aus, ich gehe jetzt meinen XJ Series III putzen!

    • CHN CHN

      Wird sich genauso Gut verkaufen wie alle anderen Autos von Jaguar der letzten 20 Jahre auch. So gut wie Gar nicht. Die Altkundschaft liegt mehr und mehr im Holz unter der Erde und Junge Kunden weit und breit nicht in Sicht.

      • hugoservatius hugoservatius

        >> Wird sich genauso Gut verkaufen wie alle anderen Autos von Jaguar der letzten 20 Jahre auch. So gut wie Gar nicht. Die Altkundschaft liegt mehr und mehr im Holz unter der Erde und Junge Kunden weit und breit nicht in Sicht. <<

        Ich habe nicht vor, in den nächsten 20 Jahren abzutreten, insofern bleibt der Marke wenigstens noch ein Liebhaber…
        Und richtig ist Ihre Aussage auch nicht.
        Vor zwanzig Jahren verkauften sich der XJ X350 nicht schlecht und der XK8 und sein Nachfolger sogar ziemlich gut.
        Und auch die von mir ungeliebten ungeliebten XF, XE und F-Type hatten veritable Zulassungszahlen, genauso wie der durchaus sehr interessante X351.
        Irgendwann ging es dann leider bergab, auch weil die Marke mit albernen SUV's verwässert wurde

    • Rolf Rolf

      Man könnte auch sagen, der 01 ist eine konsequente, zeitgeistige Weiterentwicklung des X351 (der mir übrigens ausnehmend gut gefällt).
      Irgend ein Marketing müsste doch Reaktionen auf den 00 getestet haben? Waren scheinbar positiv?

      • Max Max

        Bei ams scheiden sich die Geister ca. 50/50.

        Da stimmen aber keine Chinesen ab.

        🆎 Ich denke die 10.000 avisierte Stückzahl werden Sie schon los.

  8. Matthias Matthias

    Der Jaguar zeigt eine klare Form ohne Schnörkel, innen wie aussen. Für mich kommen in der Seitenansicht Dreissigerjahre-Vibes rüber, vor allem durch die massiven, hohen Flanken und die schmalen Fensterbänder. Dem Auto ist eine gewisse Bedrohlichkeit der Wirkung zu eigen. Es wirkt protzig, einschüchternd und optisch so schwer, wie es vermutlich auch ist. Retro kann mag mögen, innovativ ist diese Form des Panzerschrank-Designs aber nicht. Spontane Sympathien dürften diesem Wagen nicht entrgegenschlagen. Diesem Auto würde in einem Science-Fiction-Film entweder der Bad Guy oder der Retter der Guten entsteigen.

  9. DeHavilland DeHavilland

    Ich mache es mal kurz:
    165.000 Euro – aber kein Geld für eine Heckscheibe,
    5,25 m lang – aber hinten Sitze und Platz wie in einem Golf,
    Luxuslimousine – aber keine Armaturen, kein Holz, kein Alu, kein Carbon.
    Hommage an die Berliner Mauer, die sich längs sinnfrei und platzraubend durch Auto zieht (geht die auch im Kofferraum weiter – zuzutrauen wäre es denen?)
    Und nirgendwo ein Designer, der diesen verstrahlten Anglo-Indern erklärt hätte, wo bei einem Auto vorne und hinten ist und wie diese beiden Enden der Fahrzeugs nach gängigen asthetischen Formen unterscheiden kann.
    Na, ja – man würde ja wegen Jaguars Historie vielleicht ‚Viel Glück‘ wünschen, aber so viel Glück wie das Ding bräuchte gibt es im ganzen Universum nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    DeHavilland

    • Max Max

      Die Heckscheibe kannst du zur Not selber rein schnitzen lassen beim Modder.

      Das ändert den Preis auch nicht groß!

  10. Daimler Century Daimler Century

    Und dann stellt sich die Frage aller Fragen: Wie will Jaguar mit diesem Auto und den kolportierten 2 weiteren Modellen (grosse Limousine – wo ist der Unterschied zum 01 – und ein SUV) profitabel werden?
    Radown Glover sagt in einem Interview mit CAR Magazine:
    In our previous iteration, we were in around 120 markets – pretty much everywhere,’ says Glover. ‘Now, though, we’ll be in far fewer markets – maybe around eight or nine.’

    As for how many Glover wants to sell? ‘We’ll be dealing in the tens of thousands of cars,’ he tells CAR – pointing to the luxury market ‘topping out at around 15,000 cars’ and the premium segment ‘dealing in hundreds of thousands. North America will be our biggest market,’ adds Glover, ‘then I think initially it’ll be the UK and Germany after that. China will come on stream in a couple of years.’
    Zum Vergleich, Bentley hat 2025 rund 10.000 Autos verkauft.
    Jaguar hegt somit sehr ambitionierte Gedanken mit „tens of thousands“ bei stark reduzierter Marktpräsenz und einem polarisierenden und teuren Erstmodell. Eine grosse Limousine als nächstes Modell ist ebenfalls gewagt bei sinkenden Verkaufszahlen in diesem Segment. Eine weitere Hürde ist der Aufstieg in die Luxusklasse zu Bentley u.a.. Jaguar war nie Teil dieses Clubs. Für diesen Schritt braucht man einen langen Atem, geschicktes Marketing und exzellente, permanente Qualitätsbeweise.
    Möge es gelingen, aber Skepsis über die Qualität des Business Plans, den ich gerne mal sehen würde, ist angebracht. Time will tell.

  11. Carl Carl

    Zum Jaguar wurde alles gesagt, zum BMW-Lenkrad seit der Premiere des iX3 auch.

    Die Vorstellung des Lancia durch Herrn Ruch beschreibt hervorragend meine Gedanken dazu. Das ist nur noch die Karikatur dieser Marke.
    Alfa hat ja für den Pariser Salon den Cuorerosso als Konzept angekündigt, ich habe mich gedanklich auf den nächsten STLA-Zombie eingestellt. Scheint aber wohl was anderes zu werden. Schauen wir mal.

  12. Rolf Rolf

    Ja, seht ihr das denn nicht?
    Der Lancia ist der Lutsche für Lutscher …. äh, für Arme.

    Lustig die Mittelkonsolen/Armlehnen von VW und Jaguar. Die waren schon vor 12 Jahren so im W205 verbaut.

  13. Max Max

    Mittelalte Autofirmen Weisheit, nicht nur bei Alfa: Sex ähm SUV sells. Leider.

    Aber erfreulicherweise gibt es auf dem Salon Auch anderes, zB das Opel Kombi Konzept. Bitte bauen!

  14. Christian Christian

    Zidröhn 2CV als E-Auto ist sicher erfrischend und der Alfa eigentlich ganau das Auto!

    1,30m hoch (endlich kein SUFF) und es ist nicht verwerflich den Brera und den 33Stradale zu zitieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern hat man ja genug Fundus.
    Den E-Krempel können sie sich sparen, genauso wie die Turbolader. Einen geschmeidigen Busso-V6 ohne Brüll- und Furztüte mit gleichmäßigen Drehmomentverlauf und die Welt ist wieder in Ordnung.

    Allerdings werden unsere EU-Tugendwächter genau das alles abtöten und nur Menschen, die außerhalb der EU leben, werden diesem Alfa genißen dürfen – wenn er dann noch gebaut wird….

    Chapeau Citroen und Alfa!

  15. arno arno

    warum muss ich bei den Stellantis-Sachen grad an Dany Bahars fibrige Lotus-Träume denken?

    • Peter Ruch Peter Ruch

      ohja, stimmt )

  16. Rolf Rolf

    Nun parkte gerade ein „echter“ R4 neben mir.
    Ebenso schlecht wie dieser, lässt sich die Ente heute nachbauen. Das Minimalstkonzept funktioniert heute nicht mehr, schon aus Gründen der Fahrzeugsicherheit und was dann rauskommt, sehen wir ja am elektrischen R4.

    Ich denke, so einige Fahrzeuge, einschließlich Luce, sollten vielleicht SUVan genannt werden, so weit haben sie sich vom Geländewagen entfernt und vom Urgedanken des SUV (Jeep Wagoneer, Range Classic).

    Nochmal zu elektrisch:
    Am Freitag fuhr ich 340 km zu einem Termin, dann wieder zurück.
    Davon knapp 200 km Autobahn pro Strecke, zwischen 160 und 190 km/h.
    Aufenthalt eine Stunde, kein Schnelllader weit und breit.
    Auf der Rückfahrt 10 Minuten in der Herberge zum goldenen M eingekehrt, auch da kein Lader. Bei 10 Minuten eh sinnlos.
    Tanken musste ich nicht, obwohl meine Frau aus dem vollen Tank vorher schon 100 km „entnommen“ hatte. Danke Rudolf!

  17. 404 C, Injection 404 C, Injection

    Nun. Ich halte Studien wie den Jaguar (ich weiss, ist keine Studie.), den Alfa, den Alpine, den/die Peugeot usw. nur noch für die letzten Zuckungen einer aussterbenden Welt. Es ist die Welt der Automobil-Besitzer/innen wie sie jetzt seit rund 100 Jahren existierte. Das Automobil wird in der Tat und endgültig zu dem, was man auch hätte darunter verstehen können – ein selbstfahrendes Fahrzeug, das dann und dort fährt, wo es will. Ohne Lenker. Selbstfahrend von A nach B. Den Weg selbst wählend. Wir werden gefahren werden und sitzen drin, als wär es ein Taxi. Private Automobilbesitzer/innen wird es nur noch wenige geben – ob es ihnen erlaubt sein wird, jederzeit und überall die Strassen und Wege zu benutzen, die von der eigentlichen Automobilität besetzt ist, halte ich zumindest für fraglich.
    Eine Epoche wird enden. Neue Zeiten kommen und ob es bisherige Hersteller schaffen werden, ihre Produkte für die neue Automobilität fit zu bekommen, halte ich ebenso für fraglich.
    Alles ist vergänglich, so auch wir Enthusiasten.
    Zur Illustration meiner Gedanken: (aus der NZZ über den weltweit tätigen Immobilienentwickler Klauspeter Nüesch)
    « Nüesch vergleicht die gegenwärtige Entwicklung mit der Verbreitung des Mobiltelefons. «Vom ersten iPhone 2007 bis zur kompletten Integration des Smartphones in den Alltag dauerte es nur zehn Jahre», sagt er. Mit den selbstfahrenden Autos werde sich das wiederholen. «Das heutige Auto wird ersetzt, wie einmal das Pferd durch das Auto ersetzt wurde.»

    • Rolf Rolf

      Da glaube ich nicht dran. Nicht so schnell.
      Beim Smartphone wurde den Menschen etwas neues, ja sensationelles, gegeben.
      Beim Auto würde ihnen etwas genommen.

      • 404 C Injection 404 C Injection

        Es ist eine Frage der Zeit. Das Lenkrad und das Gaspedal selbst betätigen, wird nur noch wenigen vorbehalten sein. Die grosse Masse wird per App ein Fahrzeug bestellen, das dann zum vereinbarten Zeitpunkt da steht. Bestellt man es zwei Wochen vorher, ist es viel günstiger als wenn es express da zu sein hat. Plant man eine längere Fahrt von A nach B (> 100 km) und stresst einem eine Mitfahrer/in nicht, wird es selbstverständlich einen Sharing-Tarif geben. Werden die Fahrzeuge nicht gebraucht, stapeln sie sich am Rand der urbanen Zone in einem Silo. Gleichzeitig werden sie geladen, gewartet, gereinigt (während sie warten). Vielleicht wird es als Luxusvariante noch Taxis mit Chauffeur geben – doch da bin ich mir nicht so sicher.

        • Irgendwie witzig. Von den 50er (Automobil Revue Katalog 1959) bis in die 80er Jahre (Back to the future 2) hat man sich die Zukunft des Alltagsautos für das 21. Jahrhundert immer fliegend vorgestellt. Was sich aber wirklich massiv geändert hat in den letzten 50 Jahren sind alles Sachen, woran fast niemand gedacht hat. Darum wäre ich sehr vorsichtig mit Zukunftsaussichten.

          • Max Max

            Es wird in absehbarer Zeit Personen-Drohnen geben, die sind aber kein Auto.

        • Rolf Rolf

          Sie sprechen da von einer echten Mobilitätswende.
          Nun gibt es heute schon im großstädtischen Bereich junge Leute, die komplett aufs eigene Auto verzichten, diese überall herumstehenden App-Autos nutzen, in Hamburg den App-Moja-Elektrobus nutzen oder sonstigen ÖPNV.

          In den Urlaub wird eh geflogen oder Mutige nutzen die Bahn.
          (Luca di Montezemolo bringt uns ja bald eine rote Rakete, die mit viel Komfort und mit 300 km/h durchs Land düsen soll. Kein Ferrari, ein Italo.)

          Aber Deutschland ist, im Gegensatz zu anderen Ländern, stark zersiedelt. Der größte Abstand zwischen zwei bewohnten Häusern beträgt 6,4 km!
          Auf dem Land wird es noch sehr lange dauern, bis sich etwas ändert.

          Und auch in der Stadt gibt es Momente, wo man gern sein eigenes Auto hat, nämlich wenn man ordentlich einkauft, auch Lebensmittel und Getränke und dies nicht gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln transportieren will.

          Einerseits wäre es richtig, die Innenstädte für Autos zu sperren, andererseits ist das Interesse der Ladengeschäfte zu berücksichtigen, die eh schon vom Internet geplagt werden.

          Schnell wird sich da nichts ändern, zudem das eigene Auto kein Vernunft/Unvernunft-Objekt ist, sondern für die Mehrheit immer noch ganz emotional Freiheit bedeutet.

          • Christian Christian

            „Überhaupt hat der Fortschritt das an sich, daß er viel größer ausschaut, als er wirklich ist.“ gesagt von Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862)

            Gilt heut auch noch oder sogar noch mehr, das ja heue die Werbung kräftig mitmischt.

  18. Rolf Rolf

    Herr Ruch, ihr Retro-„Geschimpfe“ macht mich nachdenklich.
    Klar sieht der Peugeot oben einem 205 ähnlich, die Alpine einer A310.
    Aber sie sehen doch ganz anders aus, viel moderner.

    Und werden neue Autos nicht immer so gebaut, dass man den Vorgänger noch erkennen kann?

    Abweichend sind nur diese ganzen rundgelutschten SUVs, die man nicht unterscheiden kann. Drum steht der Name auch immer übergroß drauf.

    Sind nun alle Autos, die man wieder erkennt und die dadurch irgendwie wieder markenspezifisch sind, gleich retro?

    Dann baut BMW nur Retroautos. (Sind zwar hässlich geworden und groß, aber als BMW und sogar als Baureihe erkennbar.)

    • Peter Ruch Peter Ruch

      da seh ich jetzt aber schon noch ein paar Unterschiede. bei einem 3er oder einer C-Klasse, sogar noch einem E-Space, da ist das ja alles eine Folge, die gibt es schon länger, die wurden immer weiter entwickelt. und ein aktueller 3er nimmt nicht wirklich Bezug auf den E21, abgesehen von Nierchen. wenn man aber ein längst ausgelaufenes Modell einhernimmt, einen A310 etwa, den es nun seit Jahrzehnten nicht mehr gibt, dann ist das schon etwas anderes, vor allem dann, wenn optisch auch noch die Nähe gesucht wird, wenn die längst verflossene Vergangenheit zudem als Inspiration herhalten muss. klar, hätte Alpine das Ding A486 genannt, dann hätten Kleingeister wie ich darin trotzdem einen modernisierten A310 gesehen. weil man ihn nun aber A310 (oder R5, 2CV, Smart #2, Gamma, Multipla…) nennt, kann man sich ein paar Marketing-Taler für die Einführung und Erklärung eines ganz neuen Modells sparen.

      • Rolf Rolf

        Das stimmt, mit dem Überspringen der Generationen, sehe ich genauso.
        Aber die Menschen scheinen aufs Gewohnte zu vertrauen und dem Neuen gegenüber skeptisch zu sein.
        Auch VW geht ja weg von eigenständigem ID Design und Benamsung, zurück zu altbewährtem Design und Bezeichnungen, wie ID Polo und ID Tiguan.
        (Das VW Phänomen ist mir eh ein Rätsel. Völlig nichtssagende Autos, werden aber gekauft wie verrückt???)
        Und BMW zitiert an der Front die guten alten 503/507 bei den neuen 3ern und X3.
        Und Marketing ….. gibts das noch …. es scheint eher wirr alles Mögliche ausprobiert zu werden.

  19. Nick Nick

    Der Smart 451 war nicht besser, als sein Vorgänger?
    Da empfehle ich dringend eine ausgedehnte Vergleichsfahrt 😉
    451 Turbo Mopf, das war der Höhepunkt der Entwicklung. Danach wurde gespart. Der 450? Naja, klassischer Jürgen Hubbert. Die letzten Exemplare mit 700 ccm, Schraubenfedern und ESP waren Serienreif, alles davor war Erprobung am Kunden. Ich hatte damals selbst einen.

  20. Christian Christian

    Solche Conceptautos oder Studien sollen zeigen, was sein könnte. Das die nicht immer genauso dann auch gebaut werden ist ja klar. Manche Studien sind schon ganz nah am späteren Serienmodell gewesen, andere haben sich dann doch sehr davon entfernt, wie z. B. der Alfa Brera.
    Aber es ist doch schön, wenn das SUV-Einerlei etwas aufgelockert wird. Leider macht es heute die KI den „Designern“ schon leicht, aus einem „alten“ Auto ein „neues“ Auto zu machen und die Werbeabteilung verkauft das dann als „Retro“.
    Letztlich fehlt aber den Herren der Plüschetagen komplett der Mut und die Bereitschaft neue Ansätze zu entwickeln. Nur Abzocke und den nächsten Boom-Markt abzugrasen geht vielleicht kurzfristig, dann aber wird`s dunkel und genau in das Loch fahren die europäischen Hersteller gerade hinein.
    Vielleicht ist der Alfa ja auch nur ein Streichholz in der Dunkelheit oder man hat die „Braut nur für den Verkauf hübsch gemacht“… wer weiß.

  21. DeHavilland DeHavilland

    Mal noch mal was zu der irrwitzigen Mode der rechteckigen Lenkgestelle:

    Im Deutschen gibt es die Redewendung: ‚du musst das Rad nicht neu erfinden‘
    was ausdrückt, dass vorhandene Konzepte, die funktionieren und bewährt sind, nicht zwanghaft neu gedacht werden müssen.

    Warum die Redewendung das Rad als Anschauungsobjekt genommen hat, scheint mir eindeutig: das Rad ist für den gedachten Zweck optimal, es kann nicht verbessert werden, man kann allenfalls alle möglichen Konzepte durchprobieren und landet dann wieder beim kreisförmigen Rad.

    Das LenkRAD kann daher nicht verbessert werden – und wenn ich mir diese Peugeot Wii-Paddel anschaue, dann weiss ich, dass ich erst dann wieder einen Peugeot kaufen würde, wenn sie in zwei Modellgenerationen die absolute Neuigkeit und sensationelle Verbesserung herausgebracht haben:
    Das rund Lenkrad ohne Knöpfe!!!

  22. hugoservatius hugoservatius

    Zum neuen 2CV:

    Ich bin ein großer Freund des ursprünglichen 2CV, insofern habe ich natürlich für die „neue“ Ente eine gewisse Zuneigung, aber irgendwie schaut mir die Studie ein bißchen zu sehr wie ein Matchbox-Auto aus. Mal abwarten, wie die Serienversion dann aussieht.
    Deutlich kreativer fand ich das Citroen-Design ja schon, als sie den großartigen C4 Cactus entworfen hatten…

    Zur Zukunft der Mobilität:

    Ich glaube nicht, daß diese sich so entwickeln wird, wie es 404 C Injection beschreibt.
    In den Innenstädten mag es durchaus eine Veränderung der Mobilität geben, so wie es ja auch eine eklatante, sehr negative Entwicklung der Innenstädte gibt.
    Vielleicht sind irgendwann nur noch elektrische Fahrzeuge in den Städten zugelassen, vielleicht wird es auch sogenannte Robotaxis geben, aber für weitere Strecken oder für das Leben in ländlichen Regionen wird das klassische Automobil, ob elektrisch oder anders betrieben, so schnell nicht zu ersetzen sein.

    Zu der neuen Retrowelle:

    Ganz grundsätzlich sind die sogenannten Retroautos eigentlich ein Armutszeugnis der die Kreativität der Unternehmen und der Designer, sie sind ein Symbol für die Visionslosigkeit unserer Gesellschaft.
    Und ich muß Herrn Ruch Recht geben:
    Ein „neuer“ A310, auch die Rekreation des 2CV, der „New Beetle“, der aktuelle Fiat 500, R4 und R5, der neue Twingo, das sind alles solche Symbole der Orientierungslosigkeit, auch wenn ich selbst einen solchen Cinquecento mein Eigen nenne.
    Anders ist es für mich beim E-Space, übrigens ein ziemlich genialer Name – auch beim ersten „New Mini“ und auch beim neuen 3er-BMW, da sehe ich schon die klassische Fortentwicklung der ursprünglichen Baureihen.
    Und erstaunlicherweise finde ich, daß der neue ID-Polo eines der mit Abstand bestgestalteten Fahrzeuge im Reigen der Neuheiten ist!
    Und tatsächlich ist der Alfa Cuorerosso saucool, das hätte ich diesem seltsamen Stellantis-Konzern nicht zugetraut – so sollte, von der Lenkeinrichtung einmal abgesehen, eine moderne Interpretation einer klassischen Marke aussehen, daran sollten sich die Herren bei Jaguar mal orientieren!

    Zum Smart:

    In unserer Garage stehen zwei Smarts, ein Brabus-Smart der Baureihe 450, der Urtyp dieses genialen Konzepts, mit Abstand am kleinsten, eher nicht so wahnsinnig gut zu fahren, aber dafür umso besser zu parken.
    Und ein Smart Cabrio der Baureihe 451, er ist zwar etwas gewachsen, aber durchaus noch klein genug, fährt um Klassen besser als das Urmodell, hat im Innenraum nicht den etwas skurillen Charme des Vorgängers, ist dafür aber für mich der bestgestaltete Smart.
    Schlimm war dann der Nachfolger, der letzte „richtige“ Smart, viel zu breit und die Knubbelnase hat mir auch nie gefallen.
    Was ich vom neuen China-Smart halten soll, daß kann ich noch nicht so richtig sagen, ich möchte ihn auf jeden Fall baldmöglichst anschauen und probefahren.
    Auf jeden Fall gut, daß es wieder einen richtigen Smart gibt.

    Zu den eckigen Lenkeinrichtungen:

    Was für ein Blödsinn!
    Schon das eckige Lenkrad beim seligen Austin Allegro war eine Lachnummer, die ganzen Neuheiten, die weiter oben vorgestellt werden, haben ja Lenkeinrichtungen, die irgendwo zwischen Formel-1-Lenkrad und Boeing-Steuerknüppel angesiedelt sind, Ich kann darüber nur milde lächeln.
    Und ausgerechnet der scheußliche Jaguar, der hat noch ein richtiges Lenkrad, das ist schon etwas absurd…
    Ich freue mich jedenfalls darauf, gleich in meinen „Old-Beetle“ zu steigen, der hat seit über 40 jahren ein herrliches Nardi-Classico-Holzlenkrad, das ist ganz rund und faßt sich bestens an!

    • Rolf Rolf

      Die Retrowelle um die Jahrtausendwende, die ein paar kurzzeitige Modelle (PT Cruiser, Prowler, T-Bird) sowie einige längerfristige (Fiat 500, Beetle, Mini) brachte, sehe ich doch anders, als die jetzige.

      Damals war das ein zusätzliches Nischenangebot, das schon gern angenommen wurde. Man hätte es aber nicht nötig gehabt, das Autogeschäft lief, der Turbodiesel war in Höchstform in allen Klassen.

      Jetzt wirkt es in der Tat ein wenig hilflos.

      • Rolf Rolf

        PS:
        Da mit dem ID Polo verstehe ich nicht.
        Ich habe ihn gesehen, ich saß drin.
        Das beste, was ich über ihn sagen kann ist: Er stört nicht. VW halt.

        Er ist 1,82 m breit. Ein Polo!
        Und er erinnert mich irgendwie an den VW Fox, vielleicht, weil er so hoch ist.

  23. Max Max

    Und Elon stiehlt allen die Show und das gar nicht auf dem Salon

    • Rolf Rolf

      Ja, er ist ein echter Visionär, wie es nicht viele gibt.
      Lieber wäre mir gewesen, er hätte ein schickes Model 2 gezeigt, mit einem neuen, viel leichteren Batteriekonzept und sparsameren Motoren den Markt revolutioniert und das E-Auto endgültig als Erstauto alltagstauglich gemacht.

  24. Max Max

    OMG im Namen drückt ja schon alles aus, aber könnten die Hersteller nicht mal auf einen beliebigen Studenten im Transportation Design zeigen der würde ein besseres Design hinkriegen!

  25. Rolf Rolf

    Der OMG ist lustig.
    Die Rücklichter sollen wohl den Mercedes-Stern darstellen, sehen aber aus, wie diese „Achtung Atommüll“ Zeichen. Auf einer gelben Tonne, passt ja.

    • Max Max

      Mal sehen, der neue Chef hat jedenfalls großes vor. Godspeed!

      Das Gesamtziel für AMG: Der neue AMG-Chef Stefan Weckbach steht unter dem strategischen Druck, den weltweiten Absatz von Mercedes-AMG bis zum Jahr 2030 auf 200.000 Fahrzeuge zu steigern. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 erzielte AMG mit 145.000 ausgelieferten Fahrzeugen eines der besten Ergebnisse seiner Geschichte. Das neue Elektro-SUV soll maßgeblich dazu beitragen, die Lücke zu den Kern-Wettbewerbern BMW M (knapp 214.000 Einheiten) und Porsche (279.000 Einheiten) zu schließen.

  26. Manfred Manfred

    Alfa macht mich teils müde, teils kommt der Bitzel in mir hoch (als ehemaliger 11 Jahre Alfa-Fahrer): Tolle Studien, keine ansprechenden Echt-Autos mehr.

    In Wahrheit hat sich Alfa nur verkleidet und heißt jetzt Cupra. Hätte Alfa deren Design-Ambition, Marken-Stringenz und ein ähnliches Preisniveau, gerne auch ein bisserl darüber, sie würden echt mal Autos verkaufen. Hat aber anscheinend keine Priorität.

    • Carl Carl

      Puh, das sehe ich total anders. Davon abgesehen, dass ich der Designsprache von Cupra absolut nichts abgewinnen kann (persönlicher Geschmack – Aggressives, prolliges Bling Bling, wer mehr Kanten und Sicken hat, gewinnt), hat die Margenmaximierte Massenmarke Cupra wenig mit der Tradition, Geschichte und Design eines Herstellers wie Alfa Romeo zu tun – mag man zur aktuellen Modellpalette stehen, wie man will. Die gefällt mir bis auf die Giulia auch nicht. Ein Cupra ist ein künstlich sportlich getrimmtes Marketingobjekt, steril, ohne jede Leidenschaft. Wenn das der Markt einfordert, ok, aber dann sind die Zeiten von Alfa besser vorbei.

      • hugoservatius hugoservatius

        Carl, da stimme ich Ihnen zu 100% zu!
        Die Cupras sind auch für mich seltsam uninspirierte, aus ihren Klappenausüffen knallende Marketing-Ausgeburten ohne „Heritage“, ohne Stil und ohne Seele.
        Ein Alfa, also ein richtiger Alfa, ist für mich etwas ganz anderes.
        Und, ja, bevor aus Alfa so etwas wie Cupra wird, sollte die Marke besser sterben!

        Irgendwann wollte Ferdinand Piech ja Alfa Romeo kaufen, das hätte die Marke vielleicht gerettet, aber im Stellantis-Konzern sehe ich keine Zukunft für Alfa.

        • Manfred Manfred

          Man kann zu Cupra stehen wie man will, ich persönlich sehe dort meinen Geschmack auch nicht wiedergegeben. Sie haben es aber definitiv geschafft, aus dem Nichts eine durchgängige Geschichte zu erzählen, mit zugegeben etwas spitzem, teils überspektakulärem Design. Das aber bei jüngeren Käufer- oder Leaserschichten gut ankommt.

          Das Ganze gekonnt mit Stil und Italianita auf Alfa Romeo übertragen könnte durchaus eine interessante Sache sein. Etwas „Masse“ wird es so oder so brauchen wenn Alfa nicht komplett über die Klippe fallen will.

          Ich sehe Alfa auch bei jüngeren Generationen und in einem leistbaren Preissegment. Alfa, wie schon mal der Plan war, in Preis und Anmutung Richtung Maserati zu heben wird nicht funktionieren. Bei Maserati ja auch nicht, so nebenbei.

          Ob es jemals wieder einen „echten“ oder „richtigen“ Alfa geben wird ist ohnehin fraglich. Hier wäre es spannend, welche Typen aus der Historie überhaupt darunter fallen. (Bitte alle mit Vergaser weglassen und auch den 75er, dessen Glorie ich bis heute nicht verstehen kann.)

          Im Grunde wäre es so simpel: „Baut ein gutes und schönes Auto und ich kaufe es!“ Und es ist unglaublich, wie viele Autos der letzten Jahre das eine oder das andere oder beides nicht erfüllen.

          • Carl Carl

            „Das Ganze gekonnt mit Stil und Italianita auf Alfa Romeo übertragen könnte durchaus eine interessante Sache sein. Etwas „Masse“ wird es so oder so brauchen wenn Alfa nicht komplett über die Klippe fallen will.“

            Ja, das würde ich unterschreiben.
            Ich schiebe aber den Erfolg von Cupra größtenteils auf die Zugehörigkeit zu Volkswagen, denen ja zeitweise alles aus den Händen gerissen wurde weil man mit dem Konzern irgendwas besonderes, premiumhaftes wasauchimmer verbunden hatte. Den Nimbus hat Stellantis schon einmal nicht. Der letzte Satz von @hugoservatius fasst das eigentlich vollumfänglich zusammen:
            „Irgendwann wollte Ferdinand Piech ja Alfa Romeo kaufen, das hätte die Marke vielleicht gerettet, aber im Stellantis-Konzern sehe ich keine Zukunft für Alfa.“

      • Rolf Rolf

        Das stimmt. Ich kann die gar nicht unterscheiden.
        Alle, die hier rumfahren, sind in demselben Blau mit viel Kupferfarbe, auch an den Felgen. Ganz schlimm.

        Erstaunlicherweise gibt es bei E-Autos scheinbar keine Markentreue mehr.
        Da wird ein noch einwandfreier 3er Kombi gegen einen Cupra eingetauscht????
        Nicht nur ein Fall.

        Vielleicht liegt es daran, dass die Hersteller es einfach nicht schaffen, die über Jahrzehnte aufgebaute Markenidentität aufs E-Auto zu übertragen?

        Also wird irgendwas gekauft, halt billiger als von BMW oder Mercedes, Hauptsache Elektro.

  27. Christian Christian

    „Irgendwann wollte Ferdinand Piech ja Alfa Romeo kaufen, das hätte die Marke vielleicht gerettet, aber im Stellantis-Konzern sehe ich keine Zukunft für Alfa.“

    Das sehe ich anders. Alfa wäre eine interne Konkurrenz zu Audi gewesen und genauso wie Lamborghini im Audi/VW Einheitsbrei auf- und später draufgegangen.

    So, und jetzt zur Gretchenfrage: Was ist ein „echter Alfa oder“ besser, was macht einen echten Alfa aus? Der Diskussionsstrang könnte lang werden, und man könnte diese Frage mit jeder Marke stellen. Mir gefällt die Studie und sollte sie nicht wahr werden, so war es schön zu sehen, was möglich wäre.
    Letztlich sind bei der Bildung des Fiat-Crysler-Konzerns und später bei der „Überführung“ in den Stallantismoloch alle italienischen Marke gestorben. Es wabern halt nur noch die Namen herum.
    Wenn`s ganz schlimm kommt, steht irgendwann auf einem chinesichen Allerweltsauto der Marke XYZ als Bezeichnung für die Ausstattungslinie „Alfa“… oder „Mercedes“…. oder, oder.

    • Peter Ruch Peter Ruch

      Der Kellner, also Mesonero, war ja Cupra-Designer, bevor er zu Alfa wechselte. Da kommen die Dinge schon zusammen.

      • Christian Christian

        Die Herren Walter da Silva und Wolfgang Egger zum Beispiel gingen von Alfa zu VW und der Herr Egger jetzt scheibar zu irgendeinem Chinesen. Auch die Designerwelt ist klein…und man trifft sich immer wieder.

        • Gefühlt gingen eigentlich alle, ausser Ian Callum, durch die italienische Schule

  28. Etienne+Petitpierre Etienne+Petitpierre

    Bin ich eigentlich der Einzige, dem das Leistungswettrüsten Angst macht? Mir graut schlicht davor, dass mir nun Sonntagsfahrer mit über 1000 PS und 2.5 Tonnen auf dem Bergpass auf meiner Strassenseite entgegenkommen, weil sie hoffnungslos die Kontrolle über ihren rasendenden, aber leider weder bremsenden noch einlenkenden Koloss verloren haben.

    • Manfred Manfred

      Für die Hauptstraße in Marbella wird es schon passen.

    • Christian Christian

      Das ist eine „uralte“ Frage, die besonders bei stark motorisierten Fahrzeugen schon immer gestellt wurde und auf die es keine allgemeingültige Antwort gibt.
      Sieht man sich die Profirennfahrer und deren Reaktionsvermögen an, dann spielen diese Leute sicher in einer anderen Liga als der Normal- oder gar Sonntagsfahrer. Zudem fahren die auf Rennstrecken wo es in den seltensten Fällen Gegenverkehr gibt und die entsprechende Schutzräume haben. Auch ist die ganze Sicherheitstechnik dieser Fahrzeuge, das Fahrwerk, die Reifen, etc. komplett anders als bei den Serienautos. – 5 Sterne im Chrashtest hin oder her.
      Ich denke da an den irren Tschechen, der auf der „normalen“ deutschen Autobahn mit über 400 Km/h dahinraste und ich bezweifle sehr stark, dass dieser Idiot sich auch nur eine Sekunde darüber Gedanken gemacht hat, wie er die Fuhre einfangen soll (so er überhaupt über die notwenige Reaktionsschnelle verfügt) wenn es z.B. durch eine Fuge oder Querrille seine Karre aus der Stabilität bringt. Von der Situation, wenn ein anderer Fahrer, der die Geschwindigkeit im Rückspiegel falsch einschätzt und mit 100 km/h hinter einem LKW auf die Überholspur wechselt, möchte ich auch nicht wissen, wie er, Carbonbremsen hin oder her, den Geschwindigkeitsüberschuss sicher abbauen will.

      Angst habe ich jetzt nicht. Meiner Beobachtung nach wird das „fahrerische Können“ drastisch weniger, je größer die Autos werden, wenn es E-Autos sind und je mehr Assis (Assistenzsysteme) verbaut sind. Erst wenn die „Autos“ ganz groß sind (LKW) ist das Können der Fahrer wieder gut.

    • hugoservatius hugoservatius

      Nein, Sie sind nicht er Einzige, der diese Eskalation der PS-Zahlen kritisch sieht.
      Ich auch.
      Ich fahre, seit ich den Führerschein habe, durchaus schnelle Autos, die Vmax war beim Quattroporte V und beim Phaeton W12 die höchste, beide hatten irgendetwas um die 400 PS, aber auch einige der anderen Autos waren (und sind) durchaus ziemlich schnell.
      Seit einiger Zeit gibt es in der Familie einen Alpina B3 GT, dieses Auto, ebenso wie der Porsche 991 GT3 Touring, den ich unlängst bewegen durfte, machen mir Angst.
      Obwohl ich das zügige Fahren durchaus gewöhnt bin und auch durchaus, solange ich mich wach und konzentriert genug fühle und es hell, trocken und die Strecke frei ist, auch praktiziere, sind diese beiden Autos mir schlicht und ergreifend zu schnell.

      Autos mit 1000 PS und mehr halte ich schlicht für sinnbefreit, es sei denn ein erfahrener Rennfahrer fährt damit die lange Gerade in LeMans.
      In den achtziger Jahren gab es doch mal die freiwillige Selbstbeschränkung auf 250 km/h Höchstgeschwindigkeit, eigentlich sollte es so etwas auch für die PS-Leistung und vielleicht sogar für die Beschleunigung geben.
      Sagt ein ausgewiesener Benzinkopf, der Gesetze und Vorschriften oftmals ein Einschränkung der persönlichen Freiheit empfindet…

  29. Max Max

    Bei ebensolchen Beispielen. wie dem Tschechen wäre eine KI, die intelligenter als der Fahrer ist schon angebracht. Die Geschwindigkeit ab der die sich unwohl fühlt ist wahrscheinlich die angemessene, und die reagiert sicher schneller als der Fahrer. Und jetzt bitte nicht mit Intuition kommen.

    Auch die angeblichen Könner am Steuer mit 35 Tonnen dran rauschen jeden Tag in ein Stauende. Das würde der KI auch nicht so oft passieren.

    „Auf deutschen Autobahnen passieren etwa 4 Lkw-Unfälle pro Tag, von denen rund ein Drittel (ca. 30 %) an einem Stauende stattfindet. Das entspricht knapp 1.500 bis über 2.000 Lkw-Unfällen jährlich auf Autobahnen, wovon schätzungsweise über 450 bis 500 Unfälle direkt an einem Stauende geschehen
    „

    • Christian Christian

      Max, da hast Du schon recht, mir gings beim „fahrerischen Können“ mehr um die Handhabung des Fahrzeugs auf engen und kurvigen Strecken oder das Rangieren.
      Ein sehr großes Problem für die Fahrer scheint mit den heutigen modernen Autos das Rückwärtsfahren und das rechts fahren zu sein. Das hängt wohl mit der mangelhaften Sicht nach hinten und mit den immer breiter werdenen Fahrzeugen zusammen. Die Menschen, die solche Autos fahren sind meißtens schon mit klassischen Kleinwagen an der Grenze und mit den „Panzerkreuzern“ gänzlich überfordert. Und wie bei den Kleidern, die über Nacht enger werden gibt`S wohl auch Heinzelmännchen die über Nacht die Parkhäuser und Parkplätze enger bauen 😉

      • Max Max

        Ja die Verfettung der Autos ist wirklich furchtbar, Zumal man innen gar nicht mehr Platz generiert nur dicke Türen und monströse Mitteltunnel.

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