Rückblick
Die Nachricht vom Tod von Ercole Spada hat mich tief betroffen. Der Italiener, unter anderem Schöpfer des so grossartigen TZ von Alfa Romeo, war wie ein väterlicher Freund für mich, es war mir eine Ehre und immer wieder ein grosses Vergnügen, ihm zuhören zu dürfen. radical wird diesen feinen Menschen und sein herausragendes Werk noch würdigen. Grazie, Ercole, für noch so vieles.

Hoffentlich haben Sie es bemerkt: In den letzten Wochen haben wir wieder vermehrt Test- und Fahrberichte von aktuellen Modellen veröffentlicht. Das gehört auch dazu, wir müssen ja wissen, wie der Stand der Technik so ist – und was die Erklärung dafür sein könnte, weshalb der Neuwagen-Markt, insbesondere in der Schweiz, derart schwächelt. Und noch manch eine dieser Ausfahrten hat dann bestätigt, was wir schon länger vermuten: Es ist sicher auch das Wischi-Waschi der Politikerinnen, mal so, dann wieder anders, oder auch gar nicht, das die potenziellen Kunden verunsichert in der Frage, ob jetzt E oder bald E oder niE, es ist sicher auch der komplette (w)irre Potus, der die Arbeitsplätze von ganz vielen Europäern gefährdet und so natürlich deren Kauflust massiv einbremst. Doch der Fehler liegt auch bei den Herstellern, denn bei noch so vielen aktuellen Produkten kommt uns jetzt nicht viel in den Sinn, was für einen Kauf sprechen würde. Da geht es nicht einmal so sehr um die Frage des Antriebs, sondern um Design, Qualitätsanmutung, Fahrfreude, Charakter, das «Haben-Wollen» – ganz vielen Produkten fehlt all dies. Dafür werden unverschämte Preise aufgerufen. Zum Beispiel:

Fahrbericht Range Rover Sport SV

Fahrbericht Mercedes-Benz CLE 450 Cabriolet
Natürlich geht es auch anders, der Alpine A290 sieht gut aus, macht Freude beim Fahren, hat einen eigenwilligen Charakter; da sind doch schon einmal ein paar Punkte erfüllt. Ganz günstig ist er allerdings nicht. Und etwas mehr Reichweite würde ihm auch guttun.

Ziemlich heftig ist die Diskussion auf unserer Facebook-Seite um den Test des Dacia Bigster. Es fühlt sich fast ein bisschen an wie im Marken-Forum, gnadenlos wurden uns Schwächen des Rumänen um die Ohren gehauen, über die wir nichts geschrieben hatten. Das darf auch so sein, dafür ist social media ja auch da, Interaktion, Austausch, Schwarmwissen. radical findet ihn trotzdem gut.

Natürlich gehören auch die Hypercar zu den aktuellen Modellen. In der obersten Liga konnten wir wieder einmal ein paar Pagani zu unserer schon sehr ausführlichen Sammlung hinzufügen, mit dem Garagisti GP1 stellen wir einen neuen Player vor. Und in einen ähnlichen Topf gehören die unterdessen auch schon fast zahllosen Porsche-911-Restomod und -Umbauten. Ruf Automobile sind selbstverständlich etwas anderes:

Ruf Automobile – die Übersicht
Und dazu folgende Ergänzung:

Aber so ein Lanzante-Porsche 911 TAG Turbo ist schon ziemlich schräg. Das gilt sicher auch für dieses Unternehmen aus Kalifornien:

Wer mehr die echten Porsche 911 schätzt, also nicht die vollkommen überteuerten, viel zu feisten aktuellen Modelle, sondern die Klassiker, die den Ruf der Stuttgarter begründeten, der hat sicher Freud an unseren Carrera RS 2.7, da haben wir schon reichlich, neu auch noch #9113600302, #9113600545 und #9113601181 (more to come). Doch wir gehen noch weiter zurück, erzählen detailliert die Geschichte, wie alles anfing mit den 911 für den Rennsport:

Und weil da ja auch noch eine Serie von seltenen 911ern haben, auch noch dies:

Porsche 911 Carrera 4 Leichtbau
Und sicher einer der Höhepunkte von radical: Porsche 959. Da haben wir die ganze Entstehungsgeschichte, einen Fahrbericht – und eine sehr ausführliche Sammlung. Die lassen wir kommende Woche noch offen, dann gibt es das nur noch im Abo.

Porsche 959 – Fahrbericht/Sammlung
Also, das Abo gibt es hier, falls gewünscht auch nur digital. Was Sie bislang verpassen ohne Abo: So quasi der ganze Inhalt von radical#3, die Ferrari F40, 275 GTB Short Nose und Long Nose, die Fiat 8V, die Übersicht über die Lamborghini Miura (einzelne gibt es weiterhin, frisch etwa #3739); wir werden jetzt pro Woche sicher drei Stories «schützen», als nächstes dann die Maserati A6G/54 und die Ferrari 365 GTS/4. Doch es bleibt ja noch reichlich, etwa:

Und auch noch:

Und diverse schöne Sachen unter Numbers, unserer Sammlung der seltenen US-Cars, da hatten wir gerade ein Einzelstück, den Chrysler California Ghia. Und erzählen auch noch die schöne Geschichte des Küchenbauers Bob Carnes. Es ist uns auch ganz klar, dass solch aussergewöhnlichen Fahrzeuge (und ihre Macher) ein nicht sonderlich breites Publikum begeistern können, deshalb haben wir hier zum Schluss noch dies:

Bleiben Sie uns gewogen, empfehlen Sie radical – bitte – weiter.


Ja genau, was wollte man denn neues kaufen? Gute Frage! Bin übers Wochenende meinen 2005er Jaguar XJR (nahezu Neuzustand). Knapp 400PS auf 1700kg, ein Genuss an Agilität und dazu richtig schön. Einmal mehr kam ich ins grübeln wo der Fortschritt der letzten 20 Jahre sein soll. Sogar Radartempomat und Lenkradheizung sind da schon verbaut, mehr Schnickschnack braucht kein Mensch.
Aber, aber Herr Häner,
lese ich da gar ketzerisches Gedankengut aus Ihren Zeilen? Wo doch heute alles so toll ist, mit Multimedia, Infotainment, Headup-Irgendwas, Bevormundungs- und Überwachungshelferlein, Sprachsteuerung (reden Sie den nicht mit Ihrem Auto?), Autonomes Fahren (früher war Autonom eher nicht so beliebt….).
Im Ernst, ich verstehe Sie nur zu gut und kann Ihre Sicht der Dinge nachvollziehen.
Nein, es sind nicht die „Anderen“ oder die „Politiker“ – wir haben uns selbst entmündigt und verzwergt. Wir reden nicht mehr wie wir gelernt haben zu reden, wir schämen uns für einen Bezinverbauch von zweistellig/100km obwohl es Spass macht, wir sagen nicht mehr unsere Meinung und stehen dazu.
Die Autos, die wir vorgesetzt kriegen sind ein Spiegelbild unseres Lebens und unserer Lebensweise und wir haben freiwillig daraufhin gearbeitet.
Genießen Sie Ihren Jaguar in vollen Zügen!!! Besser wird`s jetzt für einige Zeit nimmer. Später dann vielleicht….