Rückblick
Es gibt schon auch spannende Neuheiten, den Donkervoort P24 RS zum Beispiel, aber auch den Volvo EX60. Es gibt aber halt auch mehr so Dingers, da fragt man sich schon, was das ganz genau soll – beheizbare Gurten in der aufgefrischten S-Klasse von Mercedes, auch nur als Beispiel. Wie auch immer, wir beschreiben nun auch wieder die Neuheiten, ein paar wenige Sätze reichen ja meist aus.

Ebenfalls neu ist eine Rubrik mit dem doch einigermassen aussagekräftigen Titel Formel 1. Das dürfte etwas spannender werden als die Neuheiten, der Rennsport erzählt ja nun definitiv sehr schöne Geschichten. Beginnen wollen wir mit dem Lotus 98T von 1986, ein denkwürdiges Gerät aus einer sehr denkwürdigen Saison.

Was radical sicher auch lesenswert macht, das sind die Kommentare der geneigten Leserschaft – manchmal, so habe ich die «Befürchtung», sind sie noch besser als die Geschichte, die kommentiert wird. So geschehen nun wieder bei einer Betrachtung der aktuellen Situation bei Jaguar: Was ein paar Herren, an deren Kompetenz keinerlei Zweifel besteht, dazu geschrieben haben, das ist beste Unterhaltung. Gerne will ich mich auch auf diesem Weg dafür bedanken.

Auch viele Kommentare erhalten wir immer wieder zu den E-Automobilen, in diesem Fall zu unserem Dauertest des Renault 5 electric. Da können wir nicht alle Meinungen nachvollziehen, aber das müssen wir ja auch nicht. Der Renault, das sei hier aber auch noch geschrieben, überzeugt uns sehr, in noch so mancher Hinsicht. Problemzonen gibt es aber trotzdem.

radical zero: Dauertest Renault 5 electric (1)
Mehr so über unsere Facebook-Seite lief der Fiat-Abarth Monomille sehr gut. Auch dort findet sich erfreulich viel Kompetenz, da machen die Diskussionen teilweise viel Freud’. Und führen manchmal zu weiteren guten Geschichten. Also, Sie dürfen uns dort auch gerne folgen. Aber bitte als Follower, wir verstehen nicht ganz, weshalb manche Menschen jede zweite unserer Stories herzen, aber nicht folgen. Keine Angst, wir haben keine Möglichkeiten für irgendwelche Meta-Deals, aber mehr Follower würden uns auch mehr «Auslieferungen» bringen. Nicht so wichtig, hier der…

Wie üblich gibt es wieder zwei «neue» Ferrari F40, #73015 und #85336, dazu auch zwei Porsche 911 Carrera RS 2.7, #0287 und #0631. Aufgefrischt haben wir den Chevrolet Bel Air Impala von 1958, den Ferrari 750 Monza, die Lancia Aurelia und auch noch den Ford Thunderbird. Doch da sind noch mehr Amerikaner, da lassen wir uns nicht beirren, etwa:

Numbers: Pontiac Firebird Trans Am SD-455
Und sehr schön, weil so wunderbar schräg, komplett aus der Zeit gefallen:

Danach brauchen Sie jetzt unbedingt eine Stärkung, es geht also weiter mit Sake (dem Lachs) sowie Sake (dem Reiswein), beides Geschichten aus der japanischen Küche. Einfach, damit Sie schon einmal vorgewarnt sind: Da kommt jetzt dann bald mehr, viel mehr. Was ausserdem noch gekommen ist:

Und:

Rekorde bei Mecum in Kissimmee (sehr spannend – womit der Kreis nach oben dann wieder geschlossen wäre)
Bleiben Sie uns gewogen – und empfehlen Sie radical weiter. Obwohl ich es leider nicht zur Rétromobile geschafft habe, zeitlich. Und auch nicht auf ICE, dies aber deshalb nicht, weil ich persönlich das St. Moritzer Pelz-Treffen für die allerdümmste, mit Abstand dekadenteste Veranstaltung überhaupt halte; sie trägt aktuell ja auch den richtigen Namen.


Also Herr Ruch, warum denn so despektierlich ob der unglaublichen Innovationen der frisch gemopften S-Klasse.
Da sitzt man in vorn und hinten beheizten Sitzen, Front- und Heckscheibe sind beheizt, die Seitenscheiben isolierverglast, die Türverkleidungen und die Mittelkonsole sind beheizt, das Lenkrad sowieso und dann soll man einen eiskalten Sicherheitsgurt greifen. Nein, das war bisher eine echte Zumutung.
Für die nächste Generation denkt man in Stuttgart bereits über beheizte Lenkstockhebel nach.
Damit der Schock nach dem Verlassen des Wagens nicht allzu groß ist, empfehle ich noch beheizte Gürtel und Krawatten. Ein flaches Akkupack passt locker in die Innentasche des Sakkos. Beheizte Skistiefel, Einlegesohlen und Kniestrümpfe gibt es ja schon lang.
beheizte Alu-Hüte vielleicht noch?
Ob Herr Ruch tatsächlich eine Krawatte besitzt und sie womöglich sogar trägt, ist für mich heute die Sonntagsfrage!
Und:
Eben war ich mit dem unfaßbar schmutzigen Smart von Frau Servatius bei -7• in der Waschanlage, nach dem Trockenwischen der Türausschnitte und der Heckpartie hätte ich mir nicht nur eine Sitzheizung, sondern auch beheizte Gurte und ein beheiztes Lenkrad sehr gewünscht – fast kam ich mir ein bißchen so vor wie die neureichen Aufschneider auf dem zugefrorenen See im Engadin…
Zuletzt trug ich eine Krawatte am 16. August 2003, Chairman’s Dinner in Pebble Beach. Ob ich sie noch besitze, möglicherweise ja, irgendwo in den Untiefen einer Schublade. Nein, ich erinnere mich jetzt, sie war ausgeliehen, ich besass damals schon länger keine eigene mehr.
Alles andere hätte mich auch irgendwie verunsichert.
Andererseits:
Jetzt, wo die Herren in den Entscheideretagen glauben, daß sie ohne Krawatte näher am Zeitgeist sein würden, wäre eine schöne Wollkrawatte mit Tartanmuster schon wieder ein Statement…
Da leider, immer wenn einer so eine enorme „Innovation“ gebracht hat, die Konkurrenz mindestens mitzieht, besser aber noch einen drauf setzt, vermute ich, dass BMW demnächst bei, von der Bordelektronik erkannter, aggressiver Fahrweise, schon mal die Airbags vorheizt, damit es einen nicht kalt erwischt.
Elektrische Gurtheizung – genau, das ist wichtig. Wieder ein Posten in der ABO-Aufpreisliste – und jederzeit abschaltbar, wenn der Kunde, der ja nicht mehr König ist, nicht schnell genung dafür löhnt. Wer`s braucht…
Wie wär`s mit einem Stern, der dem Fahrer auf`s Hirn gelasert wird während der Fahrt. Dann weis jeder, was für eine Kiste man fährt. Oder für die OMG Anhänger einen Tattoo-Automat für die Sitzflächen – dann darf der OMG nur mit nackigem A. gefahren werden. Ich lass schon sein.
Aber irgendwas Komisches muss heute an den Auos und deren Fahrern schon sein. Ich beobachte immer mehr moderne Autos mit jungen Fahrern und Fahrerinnen, die während der Fahrt dicke Jacken, Mäntel und dicke Mützen, teilweise Skihandschuhe tragen. Dazu sind meißtens Innen die Scheiben angelaufen und dafür bei Nebel oder schlechter Sicht kein Licht eingeschaltet. Überforderung? Unfähigkeit? Oder Abo nicht bezahlt? Oder doch bloss verweichlicht? Wer weiß?
Noch mal zu den echten News.
Mercedes hat bei der gemopften S-Klasse den Kühlergrill vergrößert und beleuchtet. Das Armaturenbrett sieht jetzt ähnlich wie der Hyperscreen des EQS aus, allerdings bleibt vor dem Fahrer dieses frei stehende Brettchen, nicht integriert, stehen. Am erstaunlichsten finde ich, dass wenn man den Wagen konfiguriert, am Ende ein niedrigerer Preis als der Ausgangspreis übrig bleibt. Diesen bereits eingerechneten „Kundenvorteil“ kannte ich bisher nur von US-Seiten bei Chevrolet und Ford.
Renault hat einen neuen Clio.
Recht gelungen, sieht man mal von der Hyundai-Schnauze ab und ab 19.900 €.
Viel Hartplastik, offensiv im Innenraum verteilt und in der Basis mit Stahlfelgen und Sportradkappen (retro?). Trotzdem, ein ordentliches Auto und bezahlbar.
Renault hat aber auch einen neuen Twingo. Elektrisch.
Der sah damals schon futuristisch aus, mit seinem glatten One-Box-Design und eroberte die Frauenherzen mit dem Bärchengesicht im Sturm. Viele weinen ihm heute noch nach.
Der neue sieht tatsächlich, auf beinahe unheimliche Art, dem alten ähnlich.
Jetzt mit vier Türen, einem nicht übertriebenen Cockpit, sehr variablen Innenraum.
Und, sensationell, ebenfalls ab 19.900 €.
Pferdefuß: Reichweite 260 km. Also echte 150 km. Was soll das?
Mit 500 km echter Reichweite wäre das DER Verkaufserfolg.
PS:
Noch eine wichtige Info zur S-Klasse.
Es gibt wieder Stoffsitze!!!!!! Seit sehr langer Zeit wieder.
Und, wie wir aus dem Jaguar-Thread wissen, hat Mercedes da höchste Kompetenz.
Die neuen sehen aus wie eine graue Pferdedecke mit Diamond-Stitch, echt schick.